EU-Kommission: Steuerzahler durften für Landewiese bluten

Schön, daß EU-Bürokraten gerade das Geldverbrennen an der lübschen Landewiese genehmigt haben. Das gibt der Nachlaber-Presse jede Menge Gelegenheit, totalen Dummfug zu verbreiten. Auch wenn der so stinkt, daß man sich die Nase zuhalten möchte.

Flughafen: Verdacht auf angebliche Beihilfen verworfen

Aua, aua, HL-Live. Wenn man’s nicht kapiert, sollte man vielleicht gar nichts schreiben. Etwas korrekter dpa via airliners.de:

EU-Wettbewerbshüter genehmigen Beihilfen für Flughafen Lübeck

Was denn nun, Beihilfen oder keine? Verdacht verworfen oder Subventionen genehmigt? Bei der inzwischen üblichen Schlamperei der meisten Medien wundert es nicht, daß sich der Herr Verwaltungschef eines „Sieges auf der ganzen Linie“ rühmen kann (LN-Online) – ja klar, denn er hat jetzt ja auch einen florierenden Flughafen in der Stadt, oder wie?

Merkbefreites, stinkendes Polit-blabla, das völlig am Kern der Sache vorbeigeht. Denn soviel sei verraten: natürlich wurden staatliche Beihilfen gezahlt; die Frage war lediglich, ob das mit dem EU-Wettbewerbsrecht in Einklang stand. Und selbst wenn das nicht der Fall gewesen wäre: echte Konsequenzen hätte ein negativer Bescheid wenig bis keine gehabt. (Was man bedauern darf.)

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Thielemann ermahnt das Publikum

„Siegfried“ in der [Dresdner] Semperoper wurde ein Fest der Sänger und des Orchesters – gestört von angeheiterten Laboranten der Firma Euroimmun. … Die Euroimmun-Leute wurden am Sonntag exklusiv im Kellerrestaurant bewirtet: schon vor der Vorstellung und während der beiden Pausen. Offenbar hat das viele sehr aufgekratzt. Deren Benehmen anschließend war inakzeptabel.

Quelle: Thielemann ermahnt das Publikum, SZ Online, 24.01.2017

Wieso wundert mich das nicht? Wie der Herr, so’s Gescherr? Welches Verhalten können wir von Euroimmun und seinem Chef in Lübeck erwarten? Elefant im Porzellanladen, wie bisher?

Für eine Stellungnahme war am Montag niemand von der Firma erreichbar, obwohl diese im ICC an der Elbe feierte. „Sie können am Mittwoch wieder anrufen“, ließ die Sprecherin ausrichten.

Wenn wieder alle nüchtern sind? Fragen bitte an die Sächsische Zeitung. Ich zitiere hier nur einen Zeitungsartikel.

Ist Demokratie, was Parteien als solche definieren? – Die Hanselstadt™

Teile der Politik sind zunehmend unzufrieden mit dem Staatsvolk. Demokratische Rechte, die erst in den letzten Jahren mühsam erkämpft wurden, sollen in Schleswig-Holstein wieder einkassiert werden. SPD und CDU haben genug davon, daß die Bürger ihnen nicht folgen. Das Motto: kleine Parteien raus aus Kommunalparlamenten, und Bürgerentscheide kastrieren. Die Presse jubelt.

Quelle: Ist Demokratie, was Parteien als solche definieren? – Die Hanselstadt™

Same procedure as least year

Die Fakten ganz kurz vorweg. Wenn Sie am 1. Januar gegen 15 Uhr ein ziemlich lautes Flugzeug gehört haben, das in Lübeck-Blankensee abhob: es war die Fokker 70 der niederländischen Regierung mit der Kennung PH-KBX. Gelandet war die Maschine bereits am 30. Dezember, aber nicht in Lübeck, sondern in Hamburg (laut flightradar24.com). Am Neujahrstag kam sie lediglich zu einer Zwischenlandung nach Lübeck, um Passagiere aufzunehmen und fast sofort wieder abzudüsen – Ziel: Amsterdam.

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Die Josephinenrechnung und andere Irrtümer – Die Hanselstadt™

In der Tat, flatulenteren Nonsens hat vermutlich noch nie in der Menschheitsgeschichte jemand vorzurechnen versucht als Josephine von Z., Lokalredakteurin der Lübecker Nachrichten, in ihrem Kommentar zum Ausgang des Bürgerentscheids „Lübecks Linden an der Untertrave leben lassen“.

Quelle: Die Josephinenrechnung und andere Irrtümer – Die Hanselstadt™

OFF TOPIC – Mal was ganz anderes…

Haben Sie, wie ich, die Schnauze voll von Hanselmännchen, Trollen, Bürgermeistern, Lokalpolitikern und Landewiesen sowie dem schnurrigen König von Blankensee, jedenfalls bis nach Neujahr? Von giftigen Baumhassern mit der Kettensäge am Gürtel sowieso, die total frustriert sind, weil sie an der Untertrave nun doch nicht loslegen können, und die Bevölkerung für doof erklären? Fernsehen kann ich als Ablenkung nicht empfehlen, da läuft sowieso nur Mist, und auch das Radio ist heutzutage kaum besser.

Aber wenn Sie jetzt Zeit haben und früher gerne Radio gehört haben… ich habe da etwas gefunden, was mir die Feiertage rettet. Die wohl größte private Sammlung von historischen Radiomitschnitten in Deutschland.

Hier geht’s gleich zum NDR (aber es sind auch jede Menge andere Sender vertreten):

<http://www.rias1.de/ndr.htm>

(Der Link funktioniert, auch wenn er durchgestrichen erscheinen sollte. Sch…technik.)

Reißwolf, Internationale Hitparade, Top Fofftein, Wunschkonzert, Rock’n’Roll-Museum… Stundenlanges Hörvergnügen!

Ich wünsche frohe und höchst nostalgische Feiertage.

Beitragsbild. hldg  / pixelio.de

 

Kettensägenmassaker vorerst abgesagt

Die Herren Bürgermeister Saxe und Bausenator Boden können die Motorsägen wieder einpacken lassen. Es war knapp, oberflächlich betrachtet. Laut vorläufigem Gesamtergebnis war der Bürgerentscheid „Lübecks Linden an der Untertrave leben lassen“ erfolgreich – mit 50,3% der abgegebenen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 23,2%. Aber was heißt „knapp“ bei diesem Kampf mit extrem ungleich verteilten Mitteln?

Quelle: Die Hanselstadt™ – Erbauliches aus der Hanselstadt™ Lübeck

Stöcker-Versteher ante portas

Es begab sich aber zu der Zeit, daß aus einem der großen Pressehäuser der Republik wieder ein Kundschafter in die Hanselstadt™ aufbrach, dem König von Blankensee zu huldigen. Thomas Hahn ist keineswegs der erste von überregionalen Medien ausgesandte Stöcker-Versteher. Für die Süddeutsche Zeitung kam er mit der Aussage König Winfrieds des Ersten zurück: „Ich bin kein normaler Unternehmer.“ Ach? Dann hätten wir das ja schon mal geklärt.

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Lübecker Nebelkerzenproduktion

Ein gezeichneter Kommentar von Wolfgang Diehl. Herzlichen Dank! (Übrigens hat kein Karikaturist unseren Herrn Bürgermeister je besser getroffen als in dieser Zeichnung. Merkwürdigerweise taucht er in Karikaturen in der hiesigen Monopolpresse sowieso nie auf. Das wäre ja Majestätsbeleidigung, oder?)

Hintergrund: Bürgermeister legt gleichen Haushalt erneut vor

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