Auch das noch!

Auch das noch – sogar der Stadtverkehr fällt vom Glauben an die lübsche Luftfahrtlehre ab! So sah die Zielanzeige der Busse auf Linie 6 bis vor kurzem aus:

6

Blankensee/Dorfplatz   
über Flughafen

Und jetzt? Nix Flughafen mehr. Nix Flieger-Symbol. So traurig :mrgreen: Die Realität hält Einzug – jetzt liest man:

6

Blankensee
über St. Hubertus

Dagegen muß man doch etwas unternehmen! Hallo, FDP, Freie Wähler, BfL usw., wie wäre es mit einem neuen Bürgerentscheid – der Flughafen muß zurück auf die Zielanzeige des Stadtverkehrs? Oder zahlt Investor Prof. Dr. med. Stöcker ein Milliönchen dafür? Oder kauft er gleich den ganzen Stadtverkehr – und übernimmt die Verluste?

Da könnte er sich wirklich mal um die Allgemeinheit verdient machen, anstatt eine marode Landewiese für ein paar Unternehmer (wie ihn selbst) und elitäre Sportflieger offenzuhalten.

Aber nein, offenbar bezahlt Euroimmun nicht einmal die durchaus mögliche Anbindung des Firmensitzes Seekamp an die Linie 6 des Stadtverkehrs. (Diese Anbindung gab es sogar einmal, nur will der Stadtverkehr sie offenbar – zu Recht – nicht selbst finanzieren.)

Die Angestellten der Firma Euroimmun, die kein Flugzeug oder Auto haben, und für die ein Fahrrad auch keine Alternative darstellt, dürfen also den knappen Kilometer von/bis zur jetzigen Endhaltestelle „Blankenseer Dorfplatz“ zu Fuß zurücklegen. Ich jedenfalls sehe Mitarbeiter jeden Nachmittag dorthin pilgern.

Ein vorbildlicher Arbeitgeber, oder? Man sollte immer etwas genauer hinsehen.

Was will Graf? Eine Analyse

Gut, vergessen wir mal das Geschwätz der Beteiligten von gestern, jedenfalls für einen Moment. Stattdessen versuche ich, die jüngsten Aussagen des Grönauer Bürgermeisters Graf in Sachen Flughafen zu analysieren (Bürgermeisterbrief II/2017, in Verbindung mit dem LN-Artikel „Airport: Klagt Groß Grönau doch nicht?“ – jetzt ohne Bezahlschranke). Ich bitte Sie, beide Artikel zu lesen, bevor Sie hier fortfahren. Urteilen Sie dann selbst.

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Wer hat uns verraten?

Es kam zwar mit Ansage (siehe Laßt Euch nicht hereinlegen), aber vielleicht schneller als erwartet.

Groß Grönaus Bürgermeister Eckhard Graf (SPD) will die Klage gegen den Lübecker Flughafen zurücknehmen.

LN-Online, 18. September 2017

Die Auszeichnung als Wendehals des Jahres dürfte ihm damit gewiß sein.

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Flying Merkel Superstar in Lübeck, und keiner merkt’s

Was erlauben Rolling Stones? „Am Sonntag warteten geduldige Fans am Hamburger Flughafen, um einen Blick auf den gen München abhebenden Privatjet der Multimillionäre werfen zu können.“ (Lübecker Nachrichten, 12. September 2017, S. 27). Die hätten gefälligst nach ihrem Hamburger Konzert noch in der Nacht abdüsen sollen – wie etliche „Superstars“ vor ihnen natürlich ab Lübeck! War nix.

Wenig später nahte Rettung in Person der Kanzlerin. Doch ihre Nutzung der Landewiese verpuffte eher unbemerkt, warum bloß? Weil da Fragen sind, wer die Wahlkampfflüge der Dame überhaupt bezahlt?

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Laßt euch nicht hereinlegen!

Offenbar versucht derzeit der (inzwischen nicht mehr ganz) neue Flughafenbetreiber, die Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG, die Gemeinde Groß Grönau und die Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm in Lübeck und Umgebung (SGF) zu einer außergerichtlichen Einigung zu bewegen, sprich: beide sollen ihre Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluß zurückziehen. Was bislang offen auf dem Tisch liegt, ist eher mau. Aber selbst bei weitergehenden Zugeständnissen wären Zweifel mehr als angebracht.

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Das Terminal des Polykrates

So. Ein Wochenende kollektiver (und lärmintensiver) aeronautischer Selbstbefriedigung der Fanboy-Gemeinde liegt hinter der Landewiese, auf der König Winfried Stöcker I. vom Blankensee zwei Tage lang Hof hielt und sein neues Spielzeug quasi-offiziell in Betrieb genommen hat, mit einem Rahmenprogramm übrigens, das – abgesehen von den präsentierten Flugzeugen – eher an eine drittklassige Dorfkirmes in Vorpommern erinnerte. (Ich war auf einigen solcher Veranstaltungen.)

Jetzt soll es ein neues Terminal für die Landewiese geben, was die versammelte Presse pflichtgemäß berichtet – natürlich ohne die Fragen zu stellen, die wirklich interessant wären. Denn ein Terminalneubau würde unweigerlich eine ganze Kette von notwendigen Folgemaßnahmen in Gang setzen, was aber niemand erwähnt.

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Null Bock auf Entwässerung

Wie bereits kurz erwähnt, möchte der Flughafenbetreiber die Erneuerung seiner Entwässerungsanlagen auf den St.-Nimmerleins-Tag verschieben, hilfsweise zumindest bis nach 2022. Die Stadt hat den Antrag noch nicht genehmigt, aber natürlich droht die Landewiese wie immer in solchen Fällen mit der Einstellung des Flugbetriebs.

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Tausend Jahre Quark

Wir werden uns in den nächsten zwei Wochen wohl noch auf mehr Reklame zum tausendjährigen Flughafenjubiläum einrichten müssen. Am Sonntag war das hiesige Monopolblatt dran, allerdings auf einer redaktionellen Doppelseite. Da wird einerseits die Vergangenheit der Landewiese nicht gerade bejubelt, andererseits das Märchen vom netten Onkel Winfried, der mal eben einen Flughafen kauft und damit die Region beglückt, nicht ernsthaft hinterfragt.

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Ein Jahr (Teil I)

Ein Fanboy meinte vor rund einem Jahr, ich solle doch nicht so am neuen Betreiber der Landewiese, der Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG, herumnörgeln und ihm stattdessen hundert Tage Schonfrist gewähren, dann würde ich schon sehen, HAHA! Schonfrist gewährt und auf ein Jahr verlängert. Kein HAHA-Erlebnis bis jetzt.

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Was passierte eigentlich mit…

In den kommenden Wochen werde ich versuchen, ein paar offene Fragen in der jüngsten Geschichte der Landewiese weiterzuverfolgen. Abschließend klären lassen werden sie sich jedoch meist nicht. Heute geht um die Reste der chinesischen Gauklertruppe PuRen, die die Hanselstadt™, aber auch etliche Lauenburger Lokalpolitiker, rund ein Jahr lang an der Nase herumgeführt hat. Überrascht stellt man fest: eine Firma, die der China-Zirkus zurückgelassen hat, existiert augenscheinlich noch – sie hat ihren Sitz an der Landewiese und knapp eine Million in der Kasse.

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