Tausend Jahre Quark

Wir werden uns in den nächsten zwei Wochen wohl noch auf mehr Reklame zum tausendjährigen Flughafenjubiläum einrichten müssen. Am Sonntag war das hiesige Monopolblatt dran, allerdings auf einer redaktionellen Doppelseite. Da wird einerseits die Vergangenheit der Landewiese nicht gerade bejubelt, andererseits das Märchen vom netten Onkel Winfried, der mal eben einen Flughafen kauft und damit die Region beglückt, nicht ernsthaft hinterfragt.

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Großer Beschiß mit kleinen Zahlen

Die Übernahme der hiesigen Landewiese durch König Winfried I. von Blankensee sowie der anliegenden Ortschaften Groß Grönau, Groß und Klein Sarau liegt nunmehr über ein Jahr zurück. Mir scheint es konvenient, dieses Jubiläum nicht in einem einzigen Beitrag zu würdigen, was Seiner Majestät auch kaum gerecht werden würde, sondern mit einer Artikelserie zu begleiten, die sich bis Anfang September zum Start der Feierlichkeiten zu „1000 [eintausend] Jahre Flugplatz Lübeck“ erstreckt. Ich beginne mal ganz zwanglos mit dem Gesetz der Kleinen Zahlen, und dem daraus resultierenden Großen Beschiß.

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Flughafen-Verschenkung Hahn entgleist

Festhalten, jetzt wird’s völlig gaga. Nein, noch nicht in Lübeck, das kommt erst heute abend im nichtöffentlichen Teil der Bürgerschaftssitzung, sondern im Hunsrück – Motto: jetzt geht’s rund, sagte der Hahn, und flog in den Ventilator. Lübeck mag jedoch als warnendes Beispiel gedient haben, daß nicht jeder chinesische (oder sonstige) Flughafen-Investor seriös ist. Und so hat ein Journalist mal eben vor Ort nachgeguckt, wo die Firmen denn domizilieren, die die Flughafen „Frankfurt“-Hahn kaufen wollen.

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„Regionalökonomische Effekte“ von Landewiesen nicht nachweisbar

Für Flughafen-Fangirls und -boys heißt es, von einer weiteren Illusion Abschied zu nehmen – von der nämlich, daß auch ein verlustbringender, in der Regel staatlich subventionierter Regionalflughafen zumindest auf die Wirtschaft vor Ort positiv ausstrahle. Das alleine sei doch schon ein Wert an sich. Diese vielbeschworenen „regionalokönomischen Effekte“ lassen sich, so eine relativ neue Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, jedoch nicht nachweisen.

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Das jüngste Gerücht

In ihrem Bemühen, die Sinnhaftigkeit der angeblich geplanten Ausbildung chinesischer Piloten ausgerechnet auf der lübschen Landewiese zu erschließen, sind einige wackere Lokalpolitiker unserer heißgeliebten Hanselstadt™ auf eine neue Erklärung gestoßen (worden?) Sie lautet ungefähr so: chinesische Piloten dürfen mit chinesischen Flugzeugen nicht in den USA landen, dazu benötigten sie eine westliche Zusatzausbildung. Hä?

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Mythen in Tüten (Teil 2): Öko-Ferkeleien

In letzter Zeit scheinen sich Versuche zu häufen, eine Nachnutzung des hiesigen Flughafengeländes für unmöglich zu erklären. Alles müsse zurückgebaut, das Gelände großflächig ausgebaggert und dekontaminiert werden, der größte Teil der Fläche würde automatisch Naturschutzgebiet werden, und ein Gewerbegebiet auf Restflächen neben einem Naturschutzgebiet wäre schwierig, usw. Klar: damit soll behauptet werden, die Hansestadt Lübeck sei, falls sich kein „Investor“ finden, gezwungen, die Landewiese weiterzubetreiben, weil ihr nichts anderes übrigbliebe. Teilweise sind diese Äußerungen Trollerei, und Trolle soll man eigentlich nicht füttern. Aber womöglich nimmt das noch jemand ernst. Daher lohnt sich ein genauerer Blick vielleicht doch, heute auf Enteisung, Betankung und Fräsgut. Zum Schluß gibt es einen leckeren Drink.

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Mythen in Tüten (Teil 1): Altlasten

In letzter Zeit scheinen sich Versuche zu häufen, eine Nachnutzung des hiesigen Flughafengeländes für unmöglich zu erklären. Alles müsse zurückgebaut, das Gelände großflächig ausgebaggert und dekontaminiert werden, der größte Teil der Fläche würde automatisch Naturschutzgebiet werden, und ein Gewerbegebiet auf Restflächen neben einem Naturschutzgebiet wäre schwierig, usw. Klar: damit soll behauptet werden, die Hansestadt Lübeck sei, falls sich kein „Investor“ finden, gezwungen, die Landewiese weiterzubetreiben, weil ihr nichts anderes übrigbliebe. Teilweise sind diese Äußerungen Trollerei, und Trolle soll man eigentlich nicht füttern. Aber womöglich nimmt das noch jemand ernst. Daher lohnt sich ein genauerer Blick vielleicht doch, zunächst auf mögliche Altlasten aus der Zeit des zweiten Weltkriegs.

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Letzter Versuch – Schwachsinn an die Front

Eigentlich sollte man den Initiatoren einer Petition mit dem sperrigen Titel „Den Erhalt des Lübeck Airport (LBC) tatkräftig zu unterstützen. Wir wollen, dass der Flughafen Lübeck weiterhin besteht! Helfen Sie mit, den Flughafen Lübeck zu retten!“ dankbar sein. Nämlich dafür, fast sämtliche Falschaussagen, Verdrehungen, Fehlprognosen und Nicht-Argumente der letzten Jahre einmal konzentriert aufzulisten, und dann noch Staatsknete zu fordern. Respekt vor dieser Fleißarbeit. „Letzter Versuch – Schwachsinn an die Front“ weiterlesen

Die Dummen werden nicht alle

Das einzige, was Menschen (Politiker zumal) aus der Geschichte lernen, ist, daß sie nichts aus der Geschichte lernen. Oder auch nur aus zeitnahen, vergleichbaren Sachlagen. Wie anders wäre es zu erklären, daß es in Deutschland immer noch um die zwei Dutzend „Regionalflughäfen“ gibt, die von dubiosen Fluggesellschaften (aus)genutzt werden, sich allesamt nicht rechnen und auf staatliche Unterstützung angewiesen sind; die reihum von der Insolvenz bedroht sind und nur durch immer neue Tricks vorläufig gerettet werden können? Aktuell schwebt der Pleitegeier über Rostock-Laage.

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Ausbau-Märchen – Die Fortsetzung

Ryanair und der Boß dieser Fluggesellschaft erzählen viel, wenn der Tag lang ist. Meistens war das Public-Relations-Müll, mit dem man auf Biegen und Brechen in die Medien kommen wollte. Da durfte man also gespannt sein, was hinter der jüngsten Ankündigung Ryanairs steckt, künftig auch größere Flughäfen anzufliegen (mit Ausnahme von London-Heathrow, Paris-Orly und Frankfurt am Main; die sind dann wohl doch etwas zu groß und haben zu lange Abfertigungszeiten). Wieder nur Bla-bla, um die Konkurrenz zu irritieren?

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