Senator Schindler im Flughafen-Wunderland

Wirtschaftssenator Sven Schindler (SPD) hat einige Zahlen ausgewürfelt zusammengestellt, die belegen sollen, daß der Betrieb der Landewiese für die Hanselstadt™ Lübeck „kein reiner Verlust“ gewesen sein soll. Eine Reise ins Reich der Phantasie?

Lübeck hat in den vergangenen Jahren rund 68 Millionen Euro in den Flughafen investiert. Für die Stadt ist das aber kein reiner Verlust, rechnet Wirtschaftssenator Sven Schindler vor. Alleine die Bruttowertschöpfung habe 126 Millionen Euro betragen.

HL-Live, 12. April 2016

Ich fange mal beim (im Moment) letzten Kommentar zu dem Artikel an.

[W]as keiner meiner Vorkommentatoren versucht hat, ist Herrn Schindler mit konkreten Zahlen zu widerlegen. Das sollte doch eigentlich leicht sein, oder? Also, nicht lange meckern, Fakten auf den Tisch, natürlich mit Quellenangabe damit alles schön transparent und nachvollziehbar ist.

Nun sollte das zunächst doch auch für die Zahlen des Herrn Senators gelten, oder? Stattdessen:

Senator Schindler geht davon aus, dass … Die Stadt geht davon aus, dass …

Wie nachvollziehbar und transparent ist das denn? Außerdem:

Auch wenn der Hauptausschuss beschlossen hat, dass die Antworten öffentlich sind, bleibt die schriftliche Antwort von Sozialsenator Sven Schindler vorerst weiter unter Verschluss. Sie soll erst zur Bürgerschaftssitzung am 28. April veröffentlicht werden.

Erstaunen muß jedenfalls die niedrige Zahl an ausländischen Touristen, die die Landewiese nach Lübeck gebracht hat: laut Senator Schindler 200.000 von 1997 bis heute, nach seiner Rechnung (immer laut HL-Live) über 18 Jahre. Komisch, ich komme auf 19 Jahre von 1997 bis 2015. Die Ergebnisse von 2016 machen den Kohl nicht mehr fett, daher lasse ich sie unter den Tisch fallen.

Das ist jedenfalls extrem dürftig und wurde uns, vor allem vom Herrn Bürgermeister, lange Zeit ganz anders dargestellt (natürlich ohne je konkrete Zahlen zu nennen – jetzt wissen wir, wieso). Das wären bei 6,8 Mio. Passagieren in dem Zeitraum ca. 3,4 Mio. Aussteiger, und von denen wollten nur knapp 6% als Tourist nach Lübeck; rund 10,500 pro Jahr.

In der Tat, wie Senator Schindler sagt, kann man davon ausgehen, daß diese Touristen rund 22 Mio. Euro in Lübeck ausgegeben haben. Aber nochmal: verteilt über 19 Jahre! Macht keine 1,2 Mio. Euro pro Jahr, und das bei Ausgaben für den Flughafen (offizielle, mit ziemlicher Sicherheit unvollständige Bilanz) von 68 Mio. Euro, oder 3,6 Mio. Euro pro Jahr.

Aber danach hilft nur noch die Glaskugel in Verbindung mit Rechentricks.

Dazu kommen die Arbeitsplätze am Flughafen inklusive der dort ansässigen Geschäfte und Behörden.

Pure Roßtäuscherei. Wären die dort eingesetzten Beamten von Bundespolizei und Zoll ohne Flughafen arbeitslos? Natürlich nicht, sie würden andernorts eingesetzt werden. Ebenso verhält es sich mit Restaurants oder Reisebüros – von letzteren gab es an der Landewiese vor zehn Jahren sogar vier. Warum, werde ich übrigens nie verstehen. Wer an einem Flughafen ankommt, hat entweder eine Reise vor oder hinter sich… und bucht dann gleich eine neue? Vielleicht hielt man die Landewiese für eine „geile Location“, aber gebracht hat das nichts. Die meisten damals dort vertretenen Reisebüros haben seitdem nicht etwa dichtgemacht, sondern sich auf andere Standorte konzentriert. Auch ein Restaurant kann man ohne Flughafen erfolgreich betreiben.

Alles, was sich in der Nähe des Flughafens abgespielt haben mag, als flughafenspezifisch zu klassifizieren, ist bestenfalls naiv.

Auf die Ausführungen des Herrn Senators zur sogenannten Bruttowertschöpfung gehe ich ohne Kenntnis detaillierter Zahlen (sie sind ja noch geheim) gar nicht weiter ein, sondern mahne eine Rechnung zur Bruttowertvernichtung an, die dadurch entstand, daß man über 19 Jahre rund 3,2 Mio. Einheimische ins Ausland geflogen hat, die dort ihr Geld ausgaben statt in der Region.

Meistens dürften das längere Urlaube gewesen sein, aber spaßeshalber lege ich jetzt mal die Lübecker Zahlen an, nach denen jeder ausländische Tourist rund 220 Euro in der Stadt läßt. Wenn das auch umgekehrt gilt, hat der Flughafen also in 19 Jahren 704 Millionen (!) Euro Kaufkraft aus der Region ins Ausland exportiert. In Wahrheit dürfte die Zahl, davon gehe ich aus (sehen Sie, das kann ich auch), noch wesentlich höher liegen.

Man mag einwenden, diese Leute wären so oder so geflogen, dann eben ab Hamburg. Nicht unbedingt: es gibt Schätzungen, nach denen die Kundschaft von Ryanair im letzten Jahrzehnt zu einem Drittel aus Menschen bestand, die ohne Schnäppchenpreise nie geflogen wären.

Fakten gegen Annahmen

Was passiert hier? Es werden nicht Äpfel mit Birnen verglichen, sondern Äpfel mit Glühbirnen. Die Verluste der Landewiese und die Zahlungen der Stadt sind wohldokumentiert, wenngleich nicht unbedingt öffentlich. Mögliche positive Nebeneffekte sind hingegen rein spekulativ und nicht belegbar. Die Flughafen-Gutachterbranche, die bei Bedarf bis vor kurzem noch jede Landratspiste hochgejubelt hat, hat da ein nettes Repertoire an direkten, indirekten, defekten, katalytischen, mythischen, induzierten, halluzinierten usw. Wirtschaftseffekten entwickelt – alles Spökenkiekerei und, davon gehe ich aus (schon wieder!) wissenschaftlich nicht im Geringsten belastbar.

Empfohlene Lektüre: „Regionalökonomische Effekte“ von Landewiesen nicht nachweisbar.

Diese vielbeschworenen „regionalokönomischen Effekte“ lassen sich, so eine relativ neue Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, jedoch nicht nachweisen.

Da wurde untersucht, ob die europäische Liberalisierung des Flugverkehrs, 1993 beschlossen und 1997 in Deutschland umgesetzt, den Regionen um Regionalflughäfen – in der Regel: Ryanair-Landewiesen – genutzt hat. Antwort: Nein.

Und hier mein eigener Ansatz: wie haben sich Arbeitsplätze in Lübeck in Abhängigkeit von den Passagierzahlen der Landewiese entwickelt? Gibt es einen Zusammenhang?

Für die Arbeitsplätze am Flughafen lautete die Antwort wenig überraschend ja. Mehr Passagiere, mehr Arbeitsplätze (obwohl es sich beim Zuwachs in der Boom-Periode eher um Aushilfskräfte denn um Vollzeitangestellte gehandelt haben dürfte).

Über die Landewiese hinaus war die Antwort nein; mögliche Effekte sind so insignifikant, daß sie im statistischen Rauschen untergehen. Kein Zusammenhang mit Arbeitsplätzen in den Bereichen Handel, Verkehr und Gastgewerbe in Lübeck nachweisbar.

[A]uf die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Lübecker Gastgewerbe hatte der Flughafen zwischen 2007 und 2012 statistisch keinerlei Einfluß. Das zumindest ist Fakt.

Aber geht es nicht angeblich genau darum und nicht darum, daß die Hoteliers mal eben 1 Mio. Euro pro Jahr zusätzlich einstecken? Abgesehen davon, daß die restliche Wirtschaft der Region einen rechnerischen Kaufkraftexport von rund 37 Mio. Euro pro Jahr hinnehmen mußte?

Und wieder der Einwand, das wäre alles auch ohne die hiesige Landewiese wohl so gekommen, dann eben über Fuhlsbüttel. Ja, das mag so sein. Nur: wieso hat man dann 68 Millionen Euro in den hiesigen Flughafen versenkt?

Bekenne dich dazu, wenn etwas scheiße gelaufen ist

Es macht keinen Sinn. Statt die Fehler der Vergangenheit zuzugeben, lügt die Lokalpolitik sich selbst munter etwas vor. Was meinen Sie, was passieren würde, wenn mal jemand die Wahrheit sagt… Hoppla, einer hat‘s gerade versucht, in Berlin. Daniel Abbou, der Pressesprecher der Berliner Flughafengesellschaft, der erst seit 100 Tagen im Amt ist.

„Die Berliner und Brandenburger haben ein Recht zu sehen, wo ihre Milliarden versenkt worden sind“, begründet der bisherige Leiter der Unternehmenskommunikation seine Offenheit und spricht aus, was vor ihm so noch nie jemand über die Lage am BER wagte zu sagen.

„Früher wurde meist gesagt: Nein, es ist alles gut. Das ist Bullshit. Bekenne dich dazu, wenn etwas scheiße gelaufen ist“, ärgert sich Abbou über das Stillschweigen seiner Kollegen, denn man könne nachträglich nicht alles herumreißen. Die alte Flughafencrew habe „zu viel verbockt, dafür sind zu viele Milliarden in den Sand gesetzt worden“, so Abbou. Zugleich warnte er: „Es kommt eh alles raus.“ …

Abbou fand drastische Worte für alle, die eine exakte Prognosen zur Flughafeneröffnung wagen. „Glauben Sie mir, kein Politiker, kein Flughafendirektor und kein Mensch, der nicht medikamentenabhängig ist, gibt Ihnen feste Garantien für diesen Flughafen.“

Die Welt, 11. April 2016

Dem Mann gebührt das Bundesverdienstkreuz höchster Klasse, nichts weniger. Stattdessen wurde er beurlaubt, wird wohl gefeuert werden. PR-Experten sind entsetzt: man kann doch nicht die Wahrheit erzählen (die ohnehin jeder kennt). Transparenz sei geschäftsschädigend. Bloß nicht ehrlich sein und einräumen, daß man Sch… gebaut hat. Lieber weiter die Öffentlichkeit vera…en.

Aber was noch schlimmer ist: in einigen Zeitungen sind Kommentare von angeblichen Journalisten zu lesen, die meinen, daß Abbou einen Rauswurf verdient habe. Das sind die selben Journalisten, die behaupten, uns Tag für Tag die Wahrheit zu verkünden, Mauscheleien und Intransparenz jedoch offenbar gutheißen, solange sie im Interesse gewisser Firmen liegen.

Aber vielleicht bewerben sich einige der Damen und Herren ja um den freigewordenen Platz des BER-Pressesprechers.

Beitragsbild: Johannes Heide / pixelio.de

12 Antworten auf „Senator Schindler im Flughafen-Wunderland“

  1. Als Volkswirt gehen bei mir immer die roten Lampen an, wenn ein Politiker oder Lobbyist das Wort Bruttowortschöpfung in den Mund nimmt. Das ist bei uns in Dortmund nicht anders als in Lübeck.
    Ich dachte immer, unsere Dortmunder Geldverbrennungsmaschine bzw. das Paralleluniversum seine Anhänger sei unschlagbar, aber Lübeck und Kassel scheinen mir auch Champions-League Kandidaten in dieser Hinsicht.

  2. Diese Diskussion ist völlig sinnlos und dient ausschliesslich der Meinungsmache, der Profilierung Einzelner und als Verkaufsmarketing für Medien & Internetklicks – was diesen Blog einschliesst.

    Die Konstruktion kleiner Flughäfen in Deutschland ist nicht nur nicht geeignet irgendwelche wirtschaftlichen Effekte aufzeigen zu können, sondern sie ist sogar explizit gegen jede aktive Abschätzung ideologisch politisch gebaut worden. Es wird jetzt jeder mit irgendwelchen Abschätzungen um die Ecke kommen, manche plausibel, andere mehr plausibel, aber sachlich fachlich wird die Diskussion überhaupt GAR NICHTS bringen. Weder die Fakten noch alle Umweltfaktoren sind auch nur annähernd greifbar.

    1. Kleiner Hinweis: dem Betreiber dieses Blogs sind Klickzahlen jedenfalls in wirtschaftlicher Hinsicht vollkommen egal, denn es gibt hier keinerlei Werbung. Ebensowenig gibt es Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen oder Spenden.

      Ansonsten haben Sie zum Teil recht. Den gesamtwirtschaftlichen Nutzen eines einzelnen Unternehmens ausrechnen zu wollen, ist Blendwerk. Die von der Stadt übernommenen Verluste des Flughafens allerdings sind eine reale, meßbare Größe.

      1. Ich habe hier jetzt schon eine Weile stumm mitgelesen und möchte ein paar Dinge aus meiner ganz kleinen Welt dazugeben. Die volkswirtschaftliche Diskussion über den Flughafen kann man meiner Meinung nach komplett vergessen. Niemand wird zentrale Infrastrukturunternehmen einzeln aus so einem Gesamtbild heraus rechnen können!

        Für meine Person kann ich für die Diskussion nur einmal meine ganz eigenen Zahlen bringen. Denn eine Diskussion sollte es geben, bevor der Platz gemeuchelt wird! Da ist erst einmal das Geld, das ich für das „private“ Fliegen in Lübeck seit über 20 Jahren ausgebe. Die Anführungsstriche kommen übrigens dadurch zustande, dass ich auch schon einmal mit dem Flugzeug zu beruflichen Terminen ausfliege. Da ich kein Lübecker bin, trage ich genau dieses Geld zu 100% von draussen in die Stadt hinein und nur wegen des Flughafens und wenn der Flughafen nicht mehr vorhanden sein sollte, dann trage ich wahrscheinlich genau dieses Geld an einen anderen Ort zu einem anderen Flugplatz.

        Über die Jahre sind das immer zwischen 10.000 und 50.000 Euro direkte Ausgaben für das Fliegen in Lübeck gewesen, dazu noch regelmässige Tankstopps mit dem Auto, der eine oder andere Mittagstisch und auch schon mal Kaffee&Kuchen in Lübeck. Sicher, alles keine großen Beträge und es klingt im ersten Moment auch lächerlich, aber, auch diese kleine Dinge summieren sich auf. Eine genaue Summe ist auch schwer zu sagen, aber ich schätze, dass von meinem Geld jedes Jahr eine gute 5-stellige Summe direkt in Lübeck landet. Davon sieht man in den Büchern der jeweiligen Flughafen Betriebs GmbH selber übrigens schätzungsweise weniger als 10%.

        Dann kommt noch das berufliche dazu. Seit 2012 gab es Überlegungen unseren Firmensitz mit einer gut zweistelligen Anzahl Arbeitsplätze zu verlegen und Lübeck in Nähe des Flugplatzes war eine hoch gehandelte Option, auch weil wir auf kurze Wege zu einem Flugplatz angewiesen sind. Ich gebe zu, auch weil ich aus privaten Fliegen-Gründen natürlich eine Ansiedlung nahe des Flugplatzes sehr gut fände. Allerdings war zeitgleich der Übergang zur Yasmina, die Zukunft des Flughafens unsicher und ist es seitdem geblieben. Wäre dies anders, dann hätte unsere Firma vielleicht bereits ihren Sitz nach Lübeck verlegt. Was vielleicht 4 Jahre an entgangenen Unternehmens- Steuergeldern für die Stadt bedeutet, kann ich allerdings nicht berechnen, das dürfen die „volkswirtschaftlichen Abschätzer“ gerne versuchen.

        Natürlich bin ich auch nur ein kleines unbedeutendes Licht und den Lübeckern als Person sowieso egal, aber wenn es bei den anderen „Freizeitfliegern“ auch nur ähnlich ausschaut, dann habe ich den berechtigten Verdacht, dass sich der Flugplatz für die Wirtschaft der Stadt Lübeck als Infrastrukturservice in diesem Bereich durchaus „gelohnt“ hat, auch ohne das ich die Eurocents vorrechnen kann. Bei den hinlänglich bekannten Eskapaden mit Ryanair&Co, „A380 über Blankensee“ Spinnereien der immer noch Handelnden etc. bin ich da allerdings nicht so sicher.

        Ich würde es, aus privaten und beruflichen Gründen, bedauern, wenn der Flugplatz verschwindet und halte die meisten bisher genannten Gründe zur Schliessung für kurzsichtig, aber am Ende bin ich doch nur der zahlende Zuschauer aus der Ferne und betrachte das Kasperletheater mit allen Emotionen eines Schauspielbesuchers. An der Stelle auch noch ein kleines Lob an den Regisseur dieses Blogs, auch wenn da schon mal gelegentlich mächtig neben den Nagel gezimmert wird.

  3. Anzumerken ist noch, dass Herr Schindler so tut, also ob die 68 Mio. Ausgaben am Ende auch wieder in den Stadtsäckel zurück gewandert wären. Wenn er das ernst meint, ist das Selbstbetrug. Da er es aber sicher besser weiß, führt er die Leute bewusst in die Irre. Nach seiner Darstellung wurden aus einem Euro Subvention 2 Euro durch die Wertschöpfungskette, doch wo ist davon die Hälfte wieder bei der Stadt gelandet? Durch Steuern der Unternehmen am Flughafen, deren Angestellten, der Geschäfte bei denen diese einkaufen? Durch die wenigen Touristen und das, was die Branche von deren Geld wieder steuerlich abführt? Wohl kaum. Wenn das so wäre und man dieser Logik folgen würde, könnte man alles und jedes subventionieren „bis der Arzt kommt“. Dann sollte Lübeck es mal in Eigenregie mit einer Flugschule für 5000 Schüler versuchen. Aus jeder Million, die man da versenkt, werden 2 Millionen in der Wertschöpfungskette. Nur zu, Herr Schindler! 😀

    1. Bei aller gefühlter innerer Zustimmung glaube ich dass man die Aussagen des Herrn Schindler weder belegen, noch widerlegen kann. Man kann sich nur nach seinem Gusto die eine oder andere Meinung schön trinken.

      Die Ausweitung des Flugbetriebs auf Massentourismus, Billigflieger und Urlaubsbomber war also mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Fehler mit Ansage und das sollte man auch so kommunizieren. Hat Lübeck eigentlich überhaupt nennenswerten, also sich finanziell selbst tragenden unsubventionierten, Tourismus in die Stadt?

    2. Das hatten wir doch schon mal…? Siehe den Schluß dieses Artikels:

      http://regionalflughaefen.info/blankensee/?p=236

      Aber das war Sati(e)re! Das war nicht ernst gemeint! Folgendes schon:

      Es kommt noch etwas hinzu, was ich in meinem Beitrag nicht erwähnt hatte. Wir haben auf der einen Hand also Ausgaben für den Flughafen. Was der Herr Senator dagegenrechnet, sind aber keineswegs Gewinne, sondern Umsätze. Bestes Beispiel sind die 110 Euro, für die ein Tourist pro Tag „sorgt“. Ich hab’s extra noch mal nachgesehen. Das sind Umsätze, kein Gewinn (trifft m.W. auch auf die „Bruttowertschöpfung“ zu).

      Etwaige Gewinne, das ist klar, landen dann größtenteils nicht in der Stadtkasse (mit Ausnahme des Bratwurstverkaufs am Flughafen selbst, als der noch städtisch war 😉 ). Wenn man das seriös betrachten will, könnte man höchstens Einnahmen aus Stauern und Abgaben gegenrechnen. Aber da ist man wieder beim selben Problem: was ist davon flughafenspezifisch? Welche Einnahmen wären ohne Flughafen bzw. dort ankommende Touristen weggefallen? Wären die 10.500 Touristen dann nicht vielleicht über Hamburg eingeflogen? Alles ein Ratespiel. Aber was soll’s, Hauptsache man kann griffige Zahlen in den Raum stellen.

      1. Guten Abend,
        lt. SH-Magazin vom 13.04.2016 um 19:30 Uhr wird Prof. Dr. Stöcker
        den Airport Lübeck aller Wahrscheinlichkeit nach übernehmen.
        Die genauen Fakten sollen von ihm und Prof. Dr. Pannen in den nächsten
        Tagen ausgehandelt werden.

        Mit freundlichem Gruß
        Wolfgang Wilkens

        1. Also, ich habe mir die ganze Sendung in der ARD-Mediathek angesehen, aber eine Nachricht vom „Airport“ war darin nicht enthalten. Oder habe ich etwas übersehen?

          1. Also ich finde es gut, dass er einen neuen Plan hat.
            Neue Linien nach Lübeck zu holen, hat vor ihm noch kein „Investor“ versucht. Endlich wird das mal getan! Dann klappt das jetzt auch ganz sicher! Welche Linien sollen es denn werden? Vielleicht eine Basis mit 25 stationierten Fliegern? Think big!

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