Irrtümer

Ja, es gibt sie noch, die Flughafenfreunde des Pro Airport Lübeck e.V., auch wenn deren Webseite in den letzten Wochen eher durch Abwesenheit glänzt. (Daher kann ich hier auch keine Links auf die Seite angeben.) Wieder mal betet der Verein einen aus dem Himmel herabgestiegenen Weltenretter an, wie schon mindestens zweimal zuvor.

Der Pro Airport Lübeck e. V. begrüßt sehr das von Herrn Prof. Stöcker erklärte Interesse am Erwerb des Flughafens Lübeck. Dieser Investor bringt unseres Erachtens alle notwendigen Voraussetzungen mit, um dem Lübecker Flughafen doch noch eine gesicherte und langfristig erfolgreiche Zukunft zu bescheren.

HL-Live, 20. April 2016

Aller guten Dinge sind drei?

Wie hieß es so schön im Jahrbuch 2012 des PAL e.V.:

Da bleibt jetzt eigentlich nur noch die letzte Frage zu klären: Warum zeigt unser Titelbild Wasser mit einer ägyptischen Flagge im Vordergrund?

Tja, das hat einen ganz einfachen Grund. Wie sie wissen, ist Herr Dr. Radyamar ein gebürtiger Ägypter und wir möchten mit dieser Abbildung unsere Hochachtung vor ihm ausdrücken, dass er dem Lübecker Flughafen nicht nur eine recht vielversprechende Zukunft bieten will, sondern auch allen Mitarbeitern dort nach Jahren der Ungewissheit endlich ihre verdiente Perspektive aufzeigt. Und das im Hintergrund, das ist übrigens der Nil.

Nicht jeder hat damals laut gejubelt. Erinnern Sie sich?

Eine klare Meinung von Amar hat indes Euroimmun-Chef Winfried Stöcker, der ihm auch begegnet ist: „Ich habe mit dem Herrn gesprochen, er schien mir sehr unbedarft und kam mir eher wie ein Strohmann vor.“

LN Online, 28. November 2012

Man mag argumentieren, Prof. Stöcker habe recht behalten. Dann allerdings lag PAL e.V. mit seiner Einschätzung des damaligen „Investors“ kraß daneben. Vielleicht nicht zum letzten Mal? Denn nach dem Abflug von Amar kam der nächste Investor, und auch der war toll. Die neuerliche Rettung der Landewiese verdanke man, so das PAL-Jahrbuch 2014,

einem chinesischen Investor, der es sich zutraut, in Deutschland einen Flughafen zu betreiben. Sicherlich kann man durchaus einige Vorbehalte und Vorurteile gegen einen Investor aus China hegen, gerade wenn man sich die Bilanz des Flughafens Parchim ansieht, aber ihn nur aus diesem Grund pauschal vorzuverurteilen, ist zu kurz gedacht. Mit Yongqiang Chen hat der Flughafen Lübeck nun einen Besitzer gefunden, der für Kreativität und „Machereigenschaften“ bekannt ist.

Bekannt? Praktisch niemandem war dieser Mann wirklich bekannt, ebensowenig seine Firma PuRen. Den Damen und Herren im PAL e.V. vermutlich erst recht nicht.

Wenn Prof. Stöcker schon eine Glaskugel im Büro hat, die es ihm ermöglicht hatte, vor Amar zu warnen, wäre es doch interessant zu wissen, warum eine solche Warnung beim nicht minder unseriösen „Investor“ Chen unterblieb. Und das, wo Prof. Stöcker doch beste Kontakte nach China hat.

Egal, der nächste „Investor“ ist für PAL e.V. immer der überschwenglich bejubelte Retter. Sicher, Prof. Stöcker ist keine unbekannte Größe, das aber in positiver wie negativer Hinsicht. Man mag einwenden, bisher habe er doch alles richtig gemacht. Mit seiner Firma Euroimmun. Kann angehen. In Blankensee agierte er eher tapsig und mit erkennbarem Fokus auf Eigennutz.

Aber sehen wir es mal aus einer anderen Perspektive. Wie viele Flughäfen hat Amar betrieben? Keine. Wie viele Flughäfen hat Chen betrieben? Wie sich herausgestellt hat, ebenfalls keine. Wie viele Flughäfen betreibt Prof. Stöcker? Keine. Eben.

Aber, so PAL e.V., da seien doch

Gute Branchenkenntnisse durch Einbindung von Herrn Prof. Friedel als Berater

vorhanden. Tja, aber unter dem gescheiterten Amar (und vorher) war Hon.-Prof. Dr.-Ing. Friedel sogar Geschäftsführer der Landewiese und hat wenig bis nichts erreicht. Und danach kam der Luftfahrtexperte Siegmar Weegen. Und danach, unter Chen, der Luftfahrtexperte Dr. Steppe. Wenn sich jemand mit der Landewiese auskennt, dann doch wohl er? Und schwupp, geradezu fluchtartig war er wieder weg.

Diese „Experten“ waren allzeit vor Ort. Keiner von denen hat etwas gerissen, und das ist vermutlich nicht deren Schuld, sondern Ausdruck der Tatsache, daß (abgesehen von zwei Billigfliegern in der Vergangenheit) niemand diese Landewiese braucht – außer vielleicht für Schulflüge, deren Nutzen für die Allgemeinheit sich allerdings in sehr engen Grenzen halten dürfte.

Kalenderkunde

Billigflieger, da war doch was? PAL e.V. doziert:

Allen Schwarzmalern der letzten Wochen empfehlen wir, etwas tiefer in die Fakten einzusteigen, bevor oft von Ideologie geprägte Statements zu den Perspektiven verbreitet werden.

Bemerken Sie die ebenso primitive wie ausgelutschte Vorabdiffamierung von Gegenargumenten als „ideologisch geprägt“? Das habe ich auf der Webseite des Vereins auch schon vorher gelesen, aber da die mal wieder nicht funktioniert… Was, bitte, soll denn die Ideologie z.B. hinter diesem Blog sein?

Egal. Wie wäre es mal, einfach den Kalender zur Hilfe zu nehmen?

So ist die Verlagerung der Flüge von WizzAir im Wesentlichen dadurch bedingt gewesen, dass Mitte März seitens des Insolvenzverwalters nicht garantiert werden konnte, dass der Flugbetrieb auch von Mitte April bis Mitte Mai, also für 5 – 8 Wochen im Voraus, garantiert werden konnte. Letztlich konnte oder wollte der Lübecker Bürgermeister im März die erforderliche Brückenfinanzierung nicht bereitstellen, die dann im April nach bekanntem Weggang von WizzAir doch zugesagt wurde. Unser Statement hierzu: Eine fatale Fehlentscheidung im März, zumal der Weggang von Ryanair nach der Amar-Pleite auf genau die gleichen Umstände zurückzuführen und die Anforderungen der Airlines in Bezug auf die Betriebsgarantien bekannt waren.

Erstmal räumen wir den Ryanair-Krempel weg. Die Firma hatte seit Jahren angekündigt, sich von Provinzflughäfen zu verabschieden und hat in Lübeck die günstige Gelegenheit der ersten Insolvenz genutzt, sich vom Acker zu machen – so konnte man ohne Probleme aus existierenden Verträgen aussteigen. Es war klar, daß Wizz Air, mit ihrem ähnlichen Geschäftsmodell, folgen würde. Wenn nicht anläßlich einer Insolvenz, dann eben später.

Was PAL e.V. verschweigt: Wizz Air hat eben nicht nur die Probleme rund um die Landewiese als Argument für den Abflug genannt, sondern auch andere Beweggründe. Hamburg ist der attraktivere Flughafen:

„Wir haben erkannt, dass ein weit größerer Prozentsatz unserer Passagiere von oder zu Zielen fliegt, die näher bei Hamburg als bei Lübeck sind“, erklärt Gyorgy Abran, Chief Commercial Officer bei Wizz Air. „Der Wechsel in die zweitgrößte Stadt Deutschlands bringt unseren Kunden mehr Vorteile und stärkt die Wirtschaftskraft vor Ort.“

Wizz Air Pressemitteilung, 17. März 2016

Und jetzt kommen wir zum Kalender. Am 17. März bestand eine Aussicht auf den Weiterbetrieb der Landewiese bis Mitte April. Das war Wizz Air zu wenig. Kann angehen.

Wir schreiben heute den 21. April, und die aktuelle Finanzierung reicht bis zum 15. Mai. Das sind etwas über drei Wochen. Wizz Air will aber angeblich 5 – 8 Wochen Garantie auf Flugbetrieb. Die gibt es derzeit aber nicht.

Das heißt also: merkwürdige Grundstücksgeschäfte hin oder her, Wizz Air wäre auch mit dieser „Brückenfinanzierung“, die Anfang April genehmigt wurde, schon vor mindestens zwei Wochen ausgestiegen. Denn eine Finanzierung über Mitte Mai hinaus, also für mindestens fünf Wochen, gibt es derzeit nicht.

Und wenn man schon darüber lamentiert: warum hat nicht das Universalgenie, der Wundertäter und Philanthrop Prof. Stöcker, der jetzt angeblich die Landewiese retten will, im März mit ein paar Euro aus seiner Portokasse eingegriffen, um Wizz Air zu halten? Über die Lage des maroden Flughafens, da bin ich mir relativ sicher, ist er stets bestenfalls im Bilde. (Zum Vergleich: 2012 investierte er in eine überflüssige Anzeigenkampagne einen vermutlich sechsstelligen Betrag.) Aber vielleicht hat er jetzt doch nicht so viel Geld zu verschenken.

Total daneben

Und noch ein geistiger Kurzschluß, diesmal als Leserbrief in den LN.

Dass leider Investoren vom Lübecker Stadtsäckel profitiert haben sowie dass Geschäftsführer und Stellvertreter untergetaucht und unauffindbar sind, das ist alles mehr als mysteriös. Das ist noch mehr Grund, den Flughafen zu erhalten.

Ich habe bisher im Lotto mysteriöserweise nie etwas gewonnen, und die Lottogesellschaft ist pleite, also muß ich jetzt erst recht weiterspielen. Da fällt einem dann doch nichts mehr zu ein. Diese Logik besticht. Die Dame doziert weiter:

Übrigens: Ein Rückbau mit Sanierung der Altlasten sowie Rückzahlung der Fördergelder geht nicht in die Tausenden, sondern in die Millionen. Für nichts. Das ist Steuerverschwendung.

Schade, die Dame hat absolut nichts kapiert. Die Notwendigkeit eines Rückbaus besteht nicht. Die Sanierung der Altlasten, pardon, fällt falls nötig ohnehin an – glauben Sie ernsthaft, ein privater „Investor“ würde die übernehmen? Nein, natürlich nicht. So ist z.B. im Vertrag mit PuRen seinerzeit festgelegt worden:

Die Hansestadt Lübeck stellt PuRen von sämtlichen Kosten, Aufwendungen oder Ansprüchen Dritter frei, die gemäß einer bestandskräftigen behördlichen Verfügung notwendig sind, um schädliche Bodenveränderungen im Sinne des § 2 Abs. 3 BBodSchG (schädliche Bodenveränderungen) und die Schadstoffe in und an baulichen Anlagen und im Boden eingebauten baulichen und technischen Anlagen und Teilen hiervon (kontaminierte Anlagen) und die Munitions- und Sprengstoffreste und die aus den schädlichen Bodenveränderungen oder den kontaminierten Anlagen oder den Munitions- und Sprengstoffresten resultierenden Beeinträchtigungen von Gewässern sowie die sonstigen Beeinträchtigungen von Gewässern (zusammen „Altlasten“) auf den FLG-Grundstücken, den gemäß dem Pachtvertrag 2012 verpachteten Grundstücken (Ziffer 2.1 (c) des Pachtvertrages 2012) und Erbbaurechten (Ziffer 2.1(d) des Pachtvertrages 2012) der Hansestadt Lübeck (zusammen „FLG Grundbesitz“) sowie den Flughafen-Grundstücken zu untersuchen, zu sanieren, zu beseitigen oder sonstige Maßnahmen im Sinne des BBodSchG (zusammen „Sanierungsmaßnahmen“) durchzuführen, es sei denn die Altlasten wurden erst nach dem 1. Januar 2013 verursacht.

Langer Rede, kurzer Sinn: die Hanselstadt™ übernimmt fast jedes Risiko. Investor hin oder her, die dummen Hanselmännchen zahlen in jedem Fall für alle Altlasten. Das wird auch beim nächsten „Investor“ so sein.

Aber das mit Abstand dümmste Argument ist das mit der Rückzahlung der Fördergelder, die angeblich eine Verschwendung von Steuergeldern darstellen würde. Das tut wirklich weh. Diese Fördergelder würden an das Land Schleswig-Holstein zurückfließen, und somit an alle Steuerzahler des Landes.

Beitragsbild: Johannes Heide / pixelio.de

10 Antworten auf „Irrtümer“

  1. Einige wollen oder können es nicht begreifen. Das Thema Landewiese ist erledigt . Ein Patient auf der Intensivstation der nur am leben gehalten wird durch irgendwelche Geldströme. Es wird sich auch kein Investor finden der die Landewiese aus eigenen Mitteln Betreibt , auch nicht ein Hr. Stöcker. Dann ist er irgendwann selbst Pleite.
    Ruhe in Frieden Landewiese : Ahmen

  2. Zum Leserbrief dieser Dame fällt mir nur eine Aussage ein:
    Es genügt nicht keine Meinung zu haben, man muß auch unfähig sein, diese auszudrücken !

    1. Das ist ja auch korrekt und nicht Anlaß der Kritik. Sondern, daß es eben auch die Begründung gab, daß Hamburg günstiger gelegen sei, wie in diesem Beitrag beschrieben:

      http://regionalflughaefen.info/blankensee/?p=10069

      Das stand auch in der englischen Version der Pressemitteilung:

      Gyorgy Abran, Chief Commercial Officer for Wizz Air said: “Northern
      Germany is an important market for Wizz Air and we have found that a large
      percentage of our current passengers are coming from or going to places
      closer to Hamburg rather than Lübeck.“

  3. Wer zur Lage der Regionalflughäfen zur Abwechslung auch einmal halbwegs ausgewogen sachliche und allgemeine Einschätzung sucht, der findet diese in einem fachlich sehr guten Artikel auf airliners.de: http://www.airliners.de/die-situation-flughaefen-flaeche-apropos/38229 . Interessant die Auflistung der historischen Kämpfe von Lufthansa/Ryanair&Co und die wirtschaftliche Tötung der Regionalfluglinien, aber auch die Einschätzung einer Zeitlinie von 15-25 Jahren bis zur Schmerzgrenze bis die Wirtschaft eines Standorts übermächtig Leidensdruck pro-Kleinflughafen aufgebaut haben wird. Ob wir in 15-25 Jahren bei der mangelhaften Wirtschaftsförderung im Bauerstaat Schleswig-Holstein und dem furchtbaren Finanzverhalten Lübecks überhaupt noch Wirtschaft in der Umgebung haben werden?

    1. Na ja.

      Bei anhaltendem Verkehrswachstum könnte vielleicht schon in 15 oder 25 Jahren, in Einzelfällen eventuell auch schon früher, eine Situation eintreten, dass größere Fluggesellschaften für Teilverkehre vehement die stärkere Nutzung von Entlastungsflughäfen fordern. Das wären dann zumeist die heute verschmähten Kleinstflughäfen.

      „Schon“ in 15 oder 25 Jahren?! Mehr muß man eigentlich gar nicht sagen, außer vielleicht auf den Konjunktiv „könnte“ hinzuweisen. Und natürlich darauf, daß der Autor es offenbar versäumt, die Finanzierung dieser bis zu fünfundzwanzigjährigen Durststrecke zu diskutieren. Öffentliche Hand?

  4. Es ist ja grandios immer zu kritisieren, aber haben sie auch konstruktive Vorschläge? (Über eine zu vermutende Belichtungsstärke einer PAL kann und werde ich mal nicht spekulieren.)

    Den unsortierten Wust zu den Experten musste ich wirklich mehrmals lesen. Wir wissen doch inzwischen alle, dass sich die „Regionalflughafen-Branche“, ich würde es eher als Aussenstelle Lokalpolitik bezeichnen, unter der Führung der einschlägigen „Experten“ kaum als sichtbar profitables Geschäft unter den üblichen Rahmenbedingungen einer Landratswiese betreiben lässt.

    Ein erster Schritt zur Lösung des Problems ist sicher die Übergabe von Bürgermeisterfotokulissen an private Investoren. In Lübeck hat man allerdings zwei Kardinalfehler in der Vergangenheit begangen.
    Der eine liegt auf Seiten der Stadt, dass sich nämlich Verwaltung, Finanzsenator und öffentliche Auskotzgemeinschaft permanent einmischen und der Meinung sind, sie müssten als Verpächter die Finger drin halten. Wenn man sich von der Idee verabschiedet einen Flughafen als wichtige Infrastruktur anzusehen, die dann aufgrund ihrer Wichtigkeit auch Betriebsunterstützung erhalten müsste, dann muss man sich auch komplett aus dem Geschäft ziehen und bis zu den Liegenschaften alles entsprechend übergeben, sei es an einen der kreisenden Grundstückshaie, einen Parkplatz-für-LKW-Bauer oder eben einen privaten Investor der den Flughafen weiter betreiben möchte. Ohne Risiko kein Fortschritt, dies gilt auch für die Stadt.
    Der andere liegt auf Seiten der Investoren, die in bester Tradition „Experten“ aus der geistigen Denke der bekannt nicht funktionierenden Strukturen angeheuert haben. Es ist zu begrüssen, dass immerhin drei Investoren angetreten waren den Sumpf trockenzulegen (ok, bei manchen mit Fragezeichen) und ja, sie sind bislang alle gescheitert. Es bleibt die Frage nach den Ursachen und die ist komplex. Bestimmt liegt ein Teil der Wahrheit an deutschen Strukturen der Luftfahrt, man denke nur die Interventionen einer Mitarbeiterin in Kiel bei der Gründung unter Chen, und einige der politisch gesetzten Bedingungen für Luftverkehr, die „privat = bäh“ setzen. Aber ein anderer Teil ist auch das lokale Unvermögen wirklich letztendlich quer zu denken. Erfolg beruht nun einmal auf einer Reihe von Misserfolgen und selten war das so transparent wie hier. Ich habe übrigens meine Zweifel, ob ein sichtbar intelligenter Herr Friedel, der um die vorhersehbare öffentliche Brandmarkung als Vertretung des Flughafen weiss, im Falle einer Stöcker Übernahme tatsächlich wieder in die Verantwortung treten würde.
    Also, die Serie von Insolvenzen ist sicher plausibel und nachvollziehbar, aber in meinen Augen auch Ausdruck einer (unnötig verkackten) Lernkurve.

    Dazu fällt mir spontan nur eine Albert Einstein Zitat ein: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“

    Ich warte jedenfalls gespannt auf den nächsten Akt der Provinzposse.

    1. Hier muß es sich um ein Mißverständnis handeln. Sie fragen, welche Vorschläge ich hätte, um die Landewiese erfolgreich zu betreiben? Das interessiert mich nicht. Von mir aus kann sie weg, so einfach ist das.

      Solange die Stadt oder das Land tatsächlich nichts, auch nicht indirekt, für eine Landewiese bezahlt, wäre mir der finanzielle Aspekt – aber nur der – tatsächlich egal. Ich wage selten Prognosen, aber hier ist eine, und auf die würde ich sogar wetten. Selbst wenn der Flughafen komplett verkauft oder (wohl eher verschenkt) wird, steht der „Investor“ nach einigen Jahren wieder auf der Matte und will Subventionen sehen. Muß ja nicht bar auf die Kralle sein, sondern hier ein Entgegenkommen, da ein Grundstück…

      Der Flughafen befindet sich zudem im öffentlichen Raum und (leider) nicht auf dem Mond. Er hat Auswirkung auf die Menschen und die Natur in seiner Umgebung. Es gibt also auch noch andere Aspekte als das liebe Geld.

  5. Danke für diesen Artikel. In der Konfrontation mit dem Wahnsinn hilft nur Eines: unbedingte Ratio. Immer einen argumentativen „Krempel“ nach dem anderen wegräumen, wie Sie das so schön geschrieben haben. Der am Schluss erwähnte Leserbrief der „Dame“ hatte auch meinen Blutdruck ansteigen lassen. Wie sagte Dieter Nuhr: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fr…e halten“.

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