Peter sein güldenes Zitaten-Schatzkästlein

Aus Anlaß der bevorstehenden Feiertage öffne ich hier zum ersten Mal mein Schatzkästlein voller allgemeingültiger Zitate aus etlichen Jahrhunderten, die sich inzwischen aus Anlaß meiner Beschäftigung mit der Lübecker Landewiese (und mit der Lokalpolitik der Hanselstadt™) bei mir angesammelt haben. Die Zuordnung zu einzelnen Vorgängen oder Personen, soweit überhaupt möglich, überlasse ich Ihnen. Viel Spaß! Oder: Viel Spaß? (Alle Hervorhebungen von mir.)

Difficĭle est, satĭram non scribĕre.

Juvenal, römischer Satirendichter des 1. und 2. Jahrhunderts

If satire wasn’t dead, we’d be convulsing with laughter.

John Pilger, australischer Journalist und Dokumentarfilmer (*1939)

Unsichtbar wird der Wahnsinn, wenn er genügend große Ausmaße angenommen hat.

Bertolt Brecht, deutscher Dramatiker und Lyriker (1898 – 1956)

Wenn ich daher alle unsere Staaten, die heute nirgendwo in Blüte stehen, im Geiste betrachte, und darüber nachsinne, so stoße ich auf nichts anderes, so wahr mir Gott helfe, als auf eine Art Verschwörung der Reichen, die den Namen und Rechtstitel des Staates missbrauchen, um für ihren eigenen Vorteil zu sorgen. Sie sinnen und hecken sich alle möglichen Methoden und Kunstgriffe aus, zunächst um ihren Besitz, den sie mit verwerflichen Mitteln zusammengerafft haben, ohne Verlustgefahr festzuhalten, sodann um die Mühe und Arbeit der Armen so billig als möglich sich zu erkaufen und zu missbrauchen. Haben die Reichen erst einmal im Namen des Staates, das heißt also auch der Armen, den Beschluss gefasst, ihre Machenschaften durchzuführen, so erhalten diese sogleich Gesetzeskraft.

Thomas Morus [engl.: More], englischer Staatsmann und Autor (1478 – 1535)

Die Bürokratie hat das Herrschen zu ihrem Beruf gemacht und sich in eine mächtige Kaste von Spezialisten der Futterkrippe verwandelt. Sie hat die Wirtschaft übernommen oder umgekehrt, jedenfalls sind sie zu einem untrennbarem Koloss verschmolzen.

Pierre-Joseph Proudhon, französischer Ökonom und Soziologe (1809 – 1865)

Vertrauet eurem Magistrat,
Der fromm und liebend schützt den Staat
Durch huldreich hochwohlweises Walten;
Euch ziemt es, stets das Maul zu halten.

Heinrich Heine, deutscher Schriftsteller und Journalist (1797 – 1856)

Es ist dem Untertanen untersagt, den Maßstab seiner beschränkten Einsicht an die Handlungen der Obrigkeit anzulegen.

Gustav von Rochow, preußischer Innenminister und Staatsminister (1792 – 1847)

Politik kann man in diesem Lande definieren als die Durchsetzung wirtschaftlicher Zwecke mit Hilfe der Gesetzgebung. Die Politik war bei uns eine Sache des Sitzfleisches, nicht des Geistes.

Kurt Tucholsky, deutscher Schriftsteller und Journalist (1890 – 1935)

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er nur im Wahlkampf spricht.

Klimbim, deutsche Fernsehserie (1973 – 1979)

Wenn Politiker wirklich so gut wären, wären sie nicht Politiker geworden. Dann wären sie in die freie Wirtschaft gegangen und hätten sich welche gekauft.

Harry Rowohlt, deutscher Schriftsteller (1945 – 2015)

Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

Horst Seehofer, bayerischer Politiker (*1949)

Wenn zur Wahl nur Pest und Cholera stehen, bleibe ich lieber gesund.

Pierre-Joseph Proudhon, französischer Ökonom und Soziologe (1809 – 1865)

Die Wahrheit ist so kostbar, daß sie von einer Mauer aus Lügen umgeben sein muß.

Winston Churchill, britischer Politiker (1874 – 1965)

Glaube nie etwas, bis es nicht offiziell dementiert wurde.

Claud Cockburn, britischer Journalist (1904 – 1981)

Der Souverän will das Volk nach seinem Begriff glücklich machen und wird Despot; das Volk will sich den allgemeinen menschlichen Anspruch auf eigene Glückseligkeit nicht nehmen lassen und wird Rebell.

Immanuel Kant, deutscher Philosoph (1724 – 1804)

If you want to know what God thinks of money, just look at the people he gave it to.

Dorothy Parker, US-amerikanische Schriftstellerin (1893 – 1967)

Wohltätigkeit ist das Ersäufen des Rechts im Mistloch der Gnade.

Johann Heinrich Pestalozzi, Schweizer Pädagoge (1746 – 1827)

Das ganze Unglück der Menschen rührt allein daher, daß sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.

Blaise Pascal, französischer Mathematiker, Physiker und Philosoph (1623 – 1662)

Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

Albert Einstein, deutscher Physiker (1879 – 1955)

Das Wiederholte befestigt sich so sehr in den Köpfen, daß es schließlich als eine bewiesene Wahrheit angenommen wird.

Gustave Le Bon, französischer Sozialpsychologe (1841 – 1931)

Der Glaube versetzt Zwerge.

Karlheinz Deschner, deutscher Religions- und Kirchenkritiker (1924 – 2014)

Der beste Beweis dafür, daß es anderswo im All intelligentes Leben gibt, ist der, daß noch niemand versucht hat, mit uns Kontakt aufzunehmen.

Spruchweisheit

 

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