Was macht eigentlich… Siegmar Weegen?

Der ehemalige Geschäftsführer der Landewiese also, der verschwand, unter mysteriösen Umständen dann kurz als Notgeschäftsführer wieder auftauchte – als niemand hierzulande wußte, was ein Notgeschäftsführer eigentlich ist? Das wäre im Prinzip egal, wenn nicht behauptet worden wäre, er bliebe der Landewiese nach seinem erneuten Abflug als Berater verbunden.

Mag sein, aber die Webseite seiner Firma Kontorwerk (oder ist es die Firma seiner Frau?) sieht nicht so aus.

Unter dem Stichwort „Beratung“ heißt es:

In den vergangenen Jahren haben wir u.a. für die Flughäfen von Hamburg (HAM/EDDH), Frankfurt-Egelsbach (QEF/EDFE) und Lübeck (LBC/EDHL) gearbeitet.

Klingt nicht nach einer aktuellen Tätigkeit. Aber natürlich betreibt man weiterhin das Caffè Gusto Bene am Flughafen „Frankfurt“-Hahn, und hatte außerdem eine ganz tolle Idee, die so noch niemand hatte!

Das CAROSSEUM® wird in 2015 erstmals online als sogenanntes Webzine publiziert.

Mit den Schwerpunkt-Themen Auto und Reise wird es innovative, interessante und inspirierende Reportagen geben. Ein weiterer Fokus liegt auf Life-Style-Themen, die uns bewegen – so, wie es unsere Karossen tun!

Und auf Twitter kann man sich Herrn Weegen mit einer Blechkiste von Porsche ansehen, vor der er irgendwie niederzuknien scheint, auf einem höchst unprofessionell unscharfem Nacht-Foto. Von dem verschwurbeltem Lifestyle-Geschwafel ganz zu schweigen, das vielleicht vor 20 Jahren mal angesagt war. Damals glaubt man auch noch irrigerweise, mit Reklame auf Webseiten Geld verdienen zu können.

Egal. Auch, ob Herr Weegen noch den Flughafen Lübeck berät. Ehrlich, dort hat man auch ohne ihn genügend fähiges Personal 😉 Wie war das doch? Der neue Geschäftsführer

Matthießen räumt ein, von Luftfahrt nicht viel zu verstehen. Dafür nimmt er Siegmar Weegen ins Boot, ein bekanntes Gesicht.

NDR, Schleswig-Holstein-Magazin, 11. Juli 2014

Herr Matthießen ist derzeit auf Tournee, ohne Herrn Weegen; hier eine Rezension des ersten Auftritts. Von den meisten Leser-Kommentaren ganz zu schweigen.