Bekannte Probleme mit Links

Man mag Schnelligkeit für einen wesentlichen Vorteil des Internets bzw. des World Wide Webs halten, doch das täuscht: Hörfunk und Fernsehen können längst jederzeit live von praktisch jedem Ort der Welt berichten. Gerne übersehen wird der wirkliche Vorteil des Internets: die Archivierung von Nachrichten; und der sofortige, wahlfreie Zugriff auf archivierte Nachrichten z.B. per Datum und/oder Stichwortsuche.

Dummerweise sind es gerade die Anbieter solcher Nachrichten, die diesen gewaltigen Vorteil anderen elektronischen Medien gegenüber oft ignorieren und ihre Archive mehr als stiefmütterlich behandeln – oder, wie im Falle der Öffentlich-Rechtlichen – von der Politik dazu gezwungen werden, ihre Archive zu kastrieren. (Positive Ausnahme bis vor kurzem: die Lübecker Stadtzeitung mit einem komplett zugänglichen Text-Archiv von der ersten Ausgabe Ende 1997 an. Leider hat der Verlag inzwischen auf einen anderen – völlig unbrauchbaren – Web-Auftritt umgestellt, und das alte Archiv auf den Seiten der Hansestadt Lübeck endet im September 2013.) Platzmangel ist übrigens keine Entschuldigung; Speicherkapazität ist heute billiger als je zuvor, und reine Texte nehmen ohnehin kaum Platz in Anspruch.

Daher sind leider folgende Hinweise angebracht für den Fall, daß hier angegebene Links nicht (mehr) funktionieren:

  • Lübecker Nachrichten – Das Archiv wurde schon immer nur halbherzig gepflegt; die Suchfunktion war immer miserabel; und zu allem Überfluß wurde der gesamte Webauftritt technisch mehrfach komplett umgestellt. Die Folge: praktisch alle Links auf ältere Artikel funktionieren nicht mehr. Ein Archiv scheint seit Anfang 2013 nicht mehr unterhalten zu werden. Abhilfe, vermutlich wirkungslos: beim Anbieter beschweren.
  • HL-Live – hier hat man leider inzwischen ähnlichen Unsinn verzapft. Links auf ältere Artikel funktionieren zwar teilweise, jedoch sind lediglich nur noch Überschrift und erster Absatz zu lesen. Der Rest wurde gelöscht. Über drei Jahre alte Artikel sind inzwischen komplett verschwunden. Abhilfe, vermutlich wirkungslos: beim Anbieter beschweren.
  • Öffentlich-Rechtliche Sender – hier hat die Politik in ihrer unbegrenzten Weisheit beschlossen, daß Inhalte lediglich für eine bestimmte Zeit (in der Regel sieben Tage bis drei Monate) vorgehalten werden dürfen und dann gelöscht werden müssen. Was natürlich umso absurder ist, als daß die Gebührenzahler wohl ein Recht darauf haben sollten, auf Beiträge zurückgreifen zu können, die sie de facto selbst finanziert haben. Abhilfe, vermutlich sicherlich wirkungslos: bei Politikern beschweren. Alternative: interessante Videobeiträge könnten auch auf YouTube etc. gepostet worden und für längere Zeit verfügbar sein.

Abgesehen von diesen Sonderfällen kann natürlich generell nie garantiert werden, daß ein externer Link nach einer bestimmten Zeit noch funktioniert, und ebensowenig, daß er noch auf den selben Inhalt verweist. Gängige Praxis ist, daß aufgegebene Webseiten nicht etwa im Nirwana verschwinden. Etliche kommerzielle Unternehmen reißen sich Domain-Namen unter den Nagel, deren Registrierung abgelaufen ist, und füllen sie mit Reklame sowie dem Hinweis, daß der Domain-Name zum Verkauf stünde.

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