Letzte Chance

Wenn es der Hansestadt Lübeck nicht endlich gelingt, den Flughafen zu veräußern oder dauerhaft verlustfrei zu betreiben, dann muss der schmerzliche, aber unvermeidliche Schritt gegangen werden, diese Einrichtung zu schließen.

Gerrit Koch, FDP-Landtagsabgeordneter, HL-Live vom 18. Oktober 2004

… dass die schnelle Suche nach einem Ersatz-Investor die letzte Chance für den Flughafen bedeutet, da die Stadt den Airport auf Dauer nicht betreiben kann“, so [der damalige FDP-Fraktionschef Thomas Schalies. – PK]

Pressemitteilung FDP Lübeck, 27. Mai 2009

Wir wollen das laufende Interessenbekundungsverfahren zu Ende bringen. … Doch wenn wir danach immer noch keinen Investor haben, ist aber Schicht im Schacht.

SPD-Bürgerschafts-Fraktionsvorsitzender Peter Reinhardt, shz, 21. Oktober 2009

Dabei steht für uns fest, dass diese Suche nach einem Investor tatsächlich die letzte Chance für den Bestand des Flughafens darstellt und darstellen muss. Auch für die CDU kommt ein längerfristiges Betreiben des Flughafens durch die Hansestadt Lübeck nicht in Frage.

Pressemitteilung CDU-Fraktion in der Lübecker Bürgerschaft, 22. Oktober 2009

Lübeck hat noch eine letzte Chance, den Flughafen zu einem Standortmotor für unsere Region und ganz Schleswig-Holstein zu entwickeln …

CDU-Fraktion in: Stadtzeitung Lübeck, 27. Oktober 2009 (Autor: Andreas Zander)

CDU, BfL und FDP betonen … „Für uns steht fest, dass der Flughafen eine Zukunft haben kann – wenn ihm eine letzte Chance gewährt wird …“

HL-Live, 23. November 2009

Das Ergebnis des Bürgerentscheides ist eindeutig. Die Lübeckerinnen und Lübecker wollten mit der vom Gesetzgeber vorgegebenen Stimmenzahl dem Lübecker Flughafen eine letzte Chance geben.

SPD-Fraktion in: Stadtzeitung Lübeck, 25. Mai 2010 (Autor: Peter Reinhardt)

Tatsächlich waren es doch aber die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt Lübeck, die sich am 25.April 2010 mit einer überwältigenden Zwei-Drittel-Mehrheit dafür ausgesprochen hatten, dem städtischen Airport noch eine letzte Chance zu geben.

Schalies blogt, 28. Juli 2011

Letzte Chance für den Airport: Millionen sollen Investor locken

Bis Ende dieses Jahres müsse ein Investor zuschlagen, „sonst geht gar nichts mehr“, sagt der Fraktionsvorsitzende. „Wenn der Hamburger Flughafen einsteigen will, muss er sich schnell entscheiden“, erklärt SPD Kreisvorsitzender Peter Thieß: „Ab 2013 hat der Flughafen keine Chance mehr, dann sind eine Abwicklung oder die Insolvenz unausweichlich.“

LN Online, 27. Januar 2012

Am Donnerstag kündigte die Stadt Lübeck eine erneute Investorensuche für den Flughafen im Europäischen Amtsblatt an. … „Die erneute Bekanntmachung soll noch einmal deutlich machen, dass jetzt für Investoren und die Flughafenbefürworter die letzte Chance ist, den Regionalflughafen Lübeck für den hiesigen Wirtschafts- und Tourismusstandort und als dritte Startbahn für die Metropolregion Hamburg zu erhalten“, so Bernd Saxe.

HL-Live, 10. August 2012

Letzte Chance für den Flughafen: Fünf Bewerber für Blankensee

LN Online, 16. Oktober 2012

LN: Ist das jetzt die letzte Chance des Flughafens?

Reinhardt: Mit Sicherheit. Wenn das jetzt nicht funktioniert – was ich nicht glaube –, war es das. Dann haben wir aber eine bessere Ausgangssituation. So ist das Personal jetzt nicht mehr bei der Stadt. Da konnten wir nur zustimmen.

LN Online, 9. Dezember 2012

[Kaufmannschaft-]Präses Weiß erwähnte die langjährige positive Begleitung des Airports durch die Kaufmannschaft und betonte, dass man auch die letzte Chance nutzen wollte, sich an der Genesung des Flughafens zu beteiligen. Bei schonungsloser Offenlegung und Transparenz aller Belastungsquellen würde man tatkräftig unterstützen. Hilfe und Mitsprache bei der Investorenauswahl wurde ausdrücklich angeboten, denn auch in den Reihen der Kaufmannschaft sieht man die derzeitigen Bemühungen um den Erhalt des Airport als ‚letzten Versuch.‘

HL-live, 6. November 2015

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Ein Gedanke zu „Letzte Chance“

  1. Bei Euch also auch das selbe Dilemma wie bei uns Magdeburg bzw. Cochstedt wo das Land Sachsen Anhalt Millionen in den Sand gesetzt hat.
    Ein dänischer Investor ist nun vor Ort, der in das Frachtfluggeschäft einsteigen will,
    es wurden vorsorglich im Herbst letzten Jahres erstmal 2 Hallen gebaut und mit reichlich Medeinpräsenz die Investition des Investors als gutes Ohmen der breiten Masse verkauft.

    In Magdeburg versucht/träumt man seit 2002 den Flugpatz ausbauen /zu qualifizieren, mit der Begründung, dass nach JAAR Ops 2 bzw. neuesten Vorschriften eine längere SLB für 2 mot LFZ(Businessverkehr) die Verlängerung (ist 1000m => soll 1800m) notwendig macht, sonst droht dem Geschäftsreiseverkehr das Aus und der wirtschafliche Abstiegs Magdeburg würde eintreten, dabei haben wir noch nicht mal eine ICE Anbindung…. und das peverse ist, Cochstedt ist keine 30min von Magdeburg entfernt, die SLB erfüllt allle Anforderungen dort, es wurden sogar Test mit dem A380 dort gemacht.

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