Endspurt?

Und da ist es wieder, das I-Wort. Tatsächlich könnte, wenn Sie diesen Beitrag lesen, der Insolvenzantrag für die Yasmina Flughafenmanagement GmbH bereits von einem Notgeschäftsführer (ja, die gibt es) gestellt sein. Die Frage bleibt: gestehen jetzt endlich die Verwaltung und diverse Parteien in der Bürgerschaft das endgültige Scheitern ihrer hochtrabenden Flughafenpläne ein – oder wird weiter versucht, zu tricksen und wieder mal eine aller-aller-allerletzte Chance herbeizureden?

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Konfusion und Planungsfehler

Aprilscherze beiseite: Mittlerweile wird immer deutlicher, was die Verschenkung der Landewiese an einen „Investor“ tatsächlich kostet. Die hiesige Monopolpresse und einige Politiker verbreiteten fast bis zum Schluß die Summe von 35 Mio. Euro Schulden, die die Hansestadt von der Flughafen Lübeck GmbH (FLG) übernehmen müsse. Erst sehr spät wurde (die hier seit längerem verbreitete) realistischere Zahl von 50 Mio. Euro genannt. Doch das ist längst nicht alles. Selbst das neue Instrumentenlandesystem kommt in dieser Geschichte vor, und womöglich ein doppelter Geschäftsführer.

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Wendehals des Jahres 2012: Jan Lindenau

Merkwürdiges spielt sich ab im World Wide Web. Wer die (seit langem nicht mehr aktualisierte) Seite des Bündnisses Nein zum Flughafenausbau Lübeck aufruft, bekommt seit dem zurückliegenden Wochenende folgendes zu lesen:

BÜRGERENTSCHEID „Ja zum Lübecker Flughafen“.

Er wird nämlich umgeleitet auf eine Seite der Hansestadt Lübeck, die Materialien zum Bürgerentscheid enthält, aber eben auch diese plakative Überschrift. Nein? Ja? Was denn nun? Womöglich ein Fall von Webseiten-Hijacking? Eine Spurensuche. „Wendehals des Jahres 2012: Jan Lindenau“ weiterlesen

Oberhausen braucht einen Flughafen und eine eigene Fluggesellschaft!

Stellen Sie sich vor, eine Stadt wie Oberhausen (NRW) würde sich einbilden, trotz der Nähe anderer Flughäfen unbedingt einen eigenen Flughafen zu benötigen und hätte ihn jahrzehntelang bezahlt. Als es irgendwann nicht mehr ging, verschenkte man ihn (unter Übernahme der Altschulden und Beigabe etlicher Grundstücke) an einen deutsch-ägyptischen Geschäftsmann, hinter dem saudi-arabisches Kapital steht, der jede Menge symbolische Geschenke verteilt und auch noch eine eigene Fluglinie ankündigt. Spätestens bei der inszenierten Schlüsselübergabe in einem Flughafen-Hangar würde jeder normale Mensch im Rest der Republik erwarten, daß Kurt Felix seligen Angedenkens mit einem Handmikrofon aus den Kulissen springt und launig fragt, „Verstehen Sie Spaß?“

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Weitere Luftblasen

Ja, hier sind überall Vollprofis am Werk.

Lutz von Majewsky forderte nachdrücklich, potenziellen Investoren des Lübecker Flughafens genug Zeit zu geben, eine Lösung zu realisieren, die den Erhalt des Flughafens sichere. Der Präses [der Lübecker Kaufmannschaft] übte heftige Kritik an der Lübecker Politik: „Investitionsvorhaben werden zu gerne zerredet.“

(Lübecker Nachrichten, Lokalteil HL, Druckausgabe 10. November 2012, S. 15)

Sogenannte Investitionen werden aber meist nicht – wie Herr von Majewsky fälschlicherweise meint – zerredet. Oft genug fällt die Verwaltung in ihrer schier grenzenlosen Naivität auf mehr als halbseidene Angebote herein, die sich wenig später in Luft auflösen. Ansonsten wäre Lübeck schon längst die Möbelmarkthauptstadt des Nordens.

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Es war einmal…

Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten bei einer Bank. Einer Ihrer Kunden verfolgt seit Jahrzehnten ein verlustbringendes Projekt und hat Sie, der Sie nett und geduldig sind, trotzdem immer wieder von dessen Zukunftsaussichten überzeugen können. Irgendwann jedoch platzt Ihnen der Kragen; Sie wollen kein weiteres Geld zur Verfügung stellen. Der Kunde bittet um eine letzte Chance: ein paar Millionen Euro und vor allem rund zweieinhalb Jahre Zeit. Dann werde er das Projekt ganz bestimmt soweit aufgehübscht haben, daß sich jemand finden wird, der es übernimmt. Als netter Mensch (der man als Banker wohl nur in einem Märchen sein kann) geben Sie ein letztes Mal nach. Kurz vor Ablauf der Frist kommt der Kunde und gibt kleinlaut zu, daß das alles wieder nicht funktioniert hat.

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Investorensuche und Insolvenz

Immer deutlicher zeichnet sich das Scheitern des Modells „Regionalflughafen“ mit dem Hauptkunden Ryanair in Deutschland ab. Nicht nur die Lübecker Landewiese steht knapp vor der Pleite (bzw. ist es de facto längst). Auch dem unheimlichen Zwilling Lübeck-Blankensees, dem Hunsrück-Flughafen „Frankfurt“-Hahn, geht langsam das Geld aus. Schon im Juni 2013 droht die Insolvenz. „Investorensuche und Insolvenz“ weiterlesen

Keine Überraschung: Sommerloch in Blankensee geortet

Immer wieder ist die Rede vom Sommerloch. Aber wo liegt das eigentlich genau? Neueste Forschungsergebnisse legen nahe, daß es sich ausgerechnet an der Lübecker Landewiese befindet. Eine „konservative“ Partei bzw. Gruppierung nach der anderen gibt sich dort derzeit die Klinke in die Hand und sondert Durchhalteparolen sowie Solidaritätsadressen ab.

Dabei werden alte Argumente aufgewärmt, die man mit Fug und Recht bezweifeln darf – so die Behauptung, man könne einen Flughafen mit bestehender Betriebspflicht nicht einfach schließen. Das kann man ganz anders sehen.

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