Wahnsinn & Methode – Nachtrag

Gerade jubelte der Flughafenverband ADV (Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen) unter der Überschrift „Deutsche Flughäfen im positiven Trend“ über seine Halbjahreszahlen 2014. Auf Nachfrage mußte man allerdings zugeben, daß sich dieser positive Trend bei den Passagierzahlen an den Flughäfen keineswegs in Gewinnen niederschlägt. Im Gegenteil. Warum bloß?

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Showdown am 10. Juli?

Hand aufs Herz: Glauben Sie den Versprechungen der meisten Politiker, die Flughafenverschenkung von Ende 2012 sei die letzte Chance für die Landewiese gewesen, und die Stadt könne sie unmöglich selbst betreiben? Die Damen und Herren werden sich demnächst vielleicht an ihren früheren Äußerungen messen lassen müssen. Denn laut einem „Plan B“ der Verwaltung für den Fall, daß sich kein Investor findet, soll es genau so kommen: die Stadt soll den Flughafen (offenbar auf unbestimmte Zeit) wieder übernehmen und dafür noch eine Million Euro pro Jahr zahlen. Die Stadt hat’s ja.

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Kleine Insolvenz-Revue: von Lübeck nach Lahr

Nun denn… Insolvenz. Der Herr Bürgermeister ist hoffnungsfroh:

Er glaube, dass in dieser Situation in einem Insolvenzverfahren auch ein Stück Hoffnung sein könne, sagte Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) der dpa.

airliners.de, 23. April 2014

Es hat in der Vergangenheit viele Fälle gegeben, in denen Unternehmen aus Insolvenz mit neuen Perspektiven herausgekommen sind.

HL-Live, 23. April 2014

Wie könnte so etwas bei diesem Flughafen wohl laufen? Moment, ich hole nur mal eben meine Glaskugel aus dem Schrank…

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Ausbau-Märchen – Die Fortsetzung

Ryanair und der Boß dieser Fluggesellschaft erzählen viel, wenn der Tag lang ist. Meistens war das Public-Relations-Müll, mit dem man auf Biegen und Brechen in die Medien kommen wollte. Da durfte man also gespannt sein, was hinter der jüngsten Ankündigung Ryanairs steckt, künftig auch größere Flughäfen anzufliegen (mit Ausnahme von London-Heathrow, Paris-Orly und Frankfurt am Main; die sind dann wohl doch etwas zu groß und haben zu lange Abfertigungszeiten). Wieder nur Bla-bla, um die Konkurrenz zu irritieren?

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Der Millionör hat‘s schwör

Ach herrje, wie aufregend!

Überzeugt von der großen Bedeutung des Lübecker Flughafens für die gesamte HanseBelt Region und darüber hinaus bis nach Dänemark zeigte sich Friederike C. Kühn, Präses der IHK zu Lübeck, bei einem Besuch des Airports.

HL-Live, 16. August 2013

Und ich habe neulich eine Uralt-Filmklamotte mit Peter Alexander mit dem Titel „So ein Millionär hat‘s schwer“ aus dem Jahr 1958 gesehen. Solche Filme erzeugen bei mir immer eine Mischung aus Faszination und wohligem Gruseln. Beides ist nicht besonders wichtig. Oder?

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Wie die Wolken…

Wie die Wolken, so wandern
Maschinen von einem zum andern
Harter Stahl bricht Dir das Herz

Joachim Witt, „Lust auf Industrie“

Die folgende Geschichte ist verwirrend, und nicht nur, weil sie inkomplett ist. Wollen Sie klare Aussagen, lesen Sie sie bitte gar nicht erst. Es kommt mir vor, als hätte ich eine Kiste mit Puzzleteilen gefunden und auf dem Tisch ausgeschüttet. Das ist noch schwieriger als ein reguläres fabrikneues Puzzle, bei dem es „nur“ darum geht, die Teile zusammenzusetzen. Hier ist aber weder gewiß, daß das Puzzle vollständig ist; noch ist garantiert, daß überhaupt alle Teile zu ein und demselben Puzzle gehören. Ach so: worum geht‘s? Vordergründig um Almania Airlines, die allerneuste Lübecker Fluggesellschaft. Aber eigentlich geht es um um eine Branche, die umso rätselhafter erscheint, je länger man sich mit ihr befaßt.

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Wirtschaftskompetenz der hiesigen Monopolpresse

Unserer geliebten Monopolpresse Ignoranz gegenüber den Finanzproblemen lokaler Unternehmen vorzuwerfen, wäre höchst ungerecht. Man ist durchaus kritisch! Haben Sie z.B. das hier gelesen?

Da wollte man

wissen, wie der Stand der Dinge ist und wo die Reise hingehen soll. Darüber sollte der Vorstand Auskunft geben. … düsteres Bild … „Streit und Zank hinter den Kulissen“ … Indiskretionen … mehrfach seit November 2010 habe die Zahlungsunfähigkeit gedroht. … präsentierte seine Zahlen bisweilen so konfus, dass kaum ein Zuschauer den Überblick behielt. … „Sehr nebulös, das Ganze“ …

LN, 30. Oktober 2012

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Flughafen-Propaganda nähert sich der 200.000-Euro-Grenze

So langsam lichtet sich das Geheimnis um die Anzeigen in den Lübecker Nachrichten, in denen Halb-, Viertel- und Nicht-Promis leidenschaftliche Bekenntnisse zur hiesigen Landewiese ablegen, ohne deren Fortbestand die Hansestadt Lübeck unweigerlich dem Untergang geweiht sei. Es gibt Anhaltspunkte, die auf einen einzigen Auftraggeber hinweisen. Diese Annahme erleichtert die Berechnung der Kosten natürlich erheblich.

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Kaltenkirchen weiter in der Diskussion

Vernichtender kann man die jüngsten Überwinterungspläne der Lübecker Landewiese kaum zusammenfassen:

In Norddeutschland herrscht weiter luftverkehrsstrategischer Tiefschlaf und der originellste und zugleich unsinnigste Vorschlag ist, den Flughafen Lübeck zur „dritten Landebahn“ des Flughafens Hamburg zu erklären.

Das meint jedenfalls Diplom-Volkswirt Thomas Michaelis in einem auf der Webseite des Unternehmensverbands Ostholstein-Plön veröffentlichten Beitrag. Er hat mehrere flughafenspezifische Beratungsprojekte geleitet, u.a. im Auftrag der Fraport AG, des Betreibers des Frankfurter Flughafens. Und er bevorzugt einen neuen Flughafen in Kaltenkirchen, der sowohl Hamburg-Fuhlsbüttel als auch Lübeck-Blankensee ablösen sollte.

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