Airport Lübeck: Betreiber darf auf Ausbau hoffen

Nach jahrelangem Streit um den Ausbau des Lübecker Flughafens will das Oberverwaltungsgericht Schleswig am Dienstag das Urteil verkünden. Flughafen-Chef Jürgen Friedel zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der gut achtstündigen Verhandlung am Montag. Das Gericht wies alle Beweisanträge der klagenden Gemeinde Groß Grönau (Kreis Herzogtum Lauenburg) ab. Deshalb rechnet Friedel mit einer positiven Entscheidung der Richter für den Ausbau der Start- und Landebahn.

Quelle: NDR, 26. Februar 2018 (Memento)

Verschwörungstheoretiker der BfL sehen Gespenster

Wenn mir jemand die Parteien in der Lübecker Bürgerschaft aufzählt, werde ich bestimmt bei keiner begeistert aufjauchzen: „Ja, die isses! Die finde ich gut!“ Aber es gibt eine, da weiß ich genau, die ist es schon mal gar nicht. Und das ist die für mich*) fast schon unerträglich brunzdumme Gruppierung „Bürger für Lübeck“ (BfL), meines Erachtens*) eher eine Unternehmer- als eine Bürgerpartei, die sich oft genug lächerlich macht. Finde ich.*)

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Grönauer Kuhhandel offenbar gescheitert

Nach nur wenigen Monaten ist der Deal, den die Gemeinde Groß Grönau mit der Stöckerschen Flughafenbetriebsgesellschaft einfädeln wollte, schon wieder hinfällig. Was auch immer dahinter stecken mag: nach sorgfältiger, langfristiger Planung sieht es auf beiden Seiten nicht aus – eher nach Fahren auf Sicht. Oder Sichtflug im Nebel.

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Allmachtsgefühle

Selten hat jemand das Prinzip Stöcker besser auf den Punkt gebracht als neun Professoren, die die Lübecker Uni-Präsidentin in einem offenen Brief aufgefordert haben, dem Euroimmun-Gründer und jetzigen Flughafenbetreiber aufgrund seiner Weihnachtsansprache seine Honorarprofessur zu entziehen.

Herr Stöcker ist … ein kühl berechnender Geschäftsmann, der sich durch seine Position in einer unreflektierten Allmacht fühlt.

Lübecker Nachrichten, 21./22. Januar 2018, Druckausgabe, Lokalteil HL, S. 12

Ein Satz zum Einrahmen. Schade nur, daß man seine Hybris erst jetzt zu erkennen scheint. (Siehe Friedrich Schiller, Der Ring des Polykrates.)

Zu vermuten war das jedoch schon lange, auch ohne seine jüngsten, von vielen als politisch inkorrekt interpretierten Äußerungen. Einige Beispiele aus den letzten Jahren finden Sie hier.

Umso unverständlicher, daß er trotzdem jahrelang von Lokalpolitikern fast jeder Couleur hofiert wurde, die er überdies regelmäßig verhöhnte – was jene jedoch mit geradezu flagellantischer Wollust zu dulden schienen.

Wird jetzt endlich Schluß damit sein?

Polit-Geschacher um den Flughafen in vollem Gange

Politik-Alarm! Weitgehend abseits der Öffentlichkeit versucht der Betreiber der Lübecker Landewiese derzeit, einen Schulterschluß mit Lokalpolitikern im weiteren Umfeld herzustellen. Das Geschacher kam mehr oder minder zufällig ans Licht der Öffentlichkeit. Es straft alle Fanboys Lügen, die immer wieder behauptet haben, der Betreiber Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG würde am Flughafen ja nur eigenes Geld verbrennen; das ganze sei so etwas wie ein Privatprojekt. Danach sieht es nicht aus. Das war zu erwarten, kommt aber schneller als anzunehmen war.

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Stöcker schaltet auf stumm

Der heldenhafte Retter der lübschen Landewiese, Prof. Dr. med. Winfried Alexander Stöcker, ist nach seinen kruden Kommentaren in Sachen sexueller Belästigung und Fortpflanzung zwecks Erhalt des deutschen Volkskörpers vorerst abgetaucht.

Auf Anfrage ließ Winfried Stöcker durch sein Büro ausrichten, dass er in den kommenden Tagen nicht erreichbar ist und sich auch künftig zu den Vorgängen rund um seine Rede nicht äußern möchte.

shz, 15. Januar 2018

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