Großer Beschiß mit kleinen Zahlen

Die Übernahme der hiesigen Landewiese durch König Winfried I. von Blankensee sowie der anliegenden Ortschaften Groß Grönau, Groß und Klein Sarau liegt nunmehr über ein Jahr zurück. Mir scheint es konvenient, dieses Jubiläum nicht in einem einzigen Beitrag zu würdigen, was Seiner Majestät auch kaum gerecht werden würde, sondern mit einer Artikelserie zu begleiten, die sich bis Anfang September zum Start der Feierlichkeiten zu „1000 [eintausend] Jahre Flugplatz Lübeck“ erstreckt. Ich beginne mal ganz zwanglos mit dem Gesetz der Kleinen Zahlen, und dem daraus resultierenden Großen Beschiß.

„Großer Beschiß mit kleinen Zahlen“ weiterlesen

Etappensieg der Luftverkehrslobby beim Kampf gegen die Flugticketsteuer

Seit Jahren läuft die Luftfahrtlobby Sturm gegen die Flugticketsteuer. Beim Cheflobbyisten der Verkehrsbranche und Anti-Umwelt- und Gesundheitsschutzminister Alexander Dobrindt, findet sie nun endlich ein offenes Ohr. Er will sie abschaffen, oder mindestens senken. Der Ballermann soll wieder billiger erreichbar sein, damit Deutschland wettbewerbsfähig bleibt.

Norbert Häring: Etappensieg der Luftverkehrslobby beim Kampf gegen die Flugticketsteuer

Hahnsinn 2017

Es kam, wie es kommen mußte. Nachdem das Land Rheinland-Pfalz im zweiten Anlauf endlich eine chinesische Firma gefunden hat, die ihm die extrem toxische Flughafen-Altlast „Frankfurt“-Hahn abnimmt, wird klar, daß es sich dabei keineswegs um einen Verkauf handelt, obwohl irgendein Phantasiepreis auf dem Papier des Vertrages steht. Die Allgemeine Zeitung bringt es in einer Überschrift auf den Punkt:

Der Flughafen Hahn wird das Land Rheinland-Pfalz noch zig Millionen Euro kosten

Allgemeine Zeitung, 14. März 2017

„Hahnsinn 2017“ weiterlesen

Transparenz-Käseglocke Hanselstadt™ (Teil 1)

Die Vereine Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. und Mehr Demokratie e.V. hatten kürzlich frohe Kunde für Schleswig-Holsteiner. Einer neuen Rangliste zufolge sei das Land das zweittransparenteste, gleich hinter Hamburg. Die Zielsetzung der Untersuchung wird wie folgt beschrieben:

Jede Person hat das Recht auf staatliche Informationen – doch die Umsetzung dieses Rechts unterscheidet sich innerhalb Deutschlands. Wir haben erstmalig die Informationsfreiheits- und Transparenzgesetze in den deutschen Bundesländern miteinander verglichen.

Hamburg erfüllt mit 69% über zwei Drittel der Transparenzkriterien, Schleswig-Holstein mit 66% kaum weniger. Das hiesige Informationszugangsgesetz enthalte „viele gute Regelungen“. Wenn jedoch eine bockige lokale Verwaltung partout nicht mitspielen will, nützen diese Regelungen leider überhaupt nichts. Doch das spielt in so einer Untersuchung keine Rolle.

Sie ahnen es: die Rede ist von der Hanselstadt™ Lübeck. Wie durch eine übergestülpte Anti-Transparenz-Käseglocke ist sie vom Rest des Landes abgeschnitten, und in einem solchen Behältnis stinkt es ab und zu auch mal kräftig.

„Transparenz-Käseglocke Hanselstadt™ (Teil 1)“ weiterlesen

Anlaßloser Gefälligkeitsjournalismus in Zeiten des Karnevals

Im nunmehr fast abgelaufenen Monat Februar ließen sich zwei Medien über die Lübecker Landewiese aus. Doch das ist schon falsch ausgedrückt. Es wurde nämlich kritiklos lediglich das nachgeplappert, was das leitende Personal der Landewiese bzw. ihr (Teil-)Eigentümer an diffusen Phantasien verbreitet. Keine Fakten, nur Ankündigungen und leider keine ernsthaften Nachfragen. Dabei gab es, da praktisch nichts passiert war, nicht einmal einen Anlaß für derartige Berichte.

„Anlaßloser Gefälligkeitsjournalismus in Zeiten des Karnevals“ weiterlesen

EU-Kommission: Steuerzahler durften für Landewiese bluten

Schön, daß EU-Bürokraten gerade das Geldverbrennen an der lübschen Landewiese genehmigt haben. Das gibt der Nachlaber-Presse jede Menge Gelegenheit, totalen Dummfug zu verbreiten. Auch wenn der so stinkt, daß man sich die Nase zuhalten möchte.

Flughafen: Verdacht auf angebliche Beihilfen verworfen

Aua, aua, HL-Live. Wenn man’s nicht kapiert, sollte man vielleicht gar nichts schreiben. Etwas korrekter dpa via airliners.de:

EU-Wettbewerbshüter genehmigen Beihilfen für Flughafen Lübeck

Was denn nun, Beihilfen oder keine? Verdacht verworfen oder Subventionen genehmigt? Bei der inzwischen üblichen Schlamperei der meisten Medien wundert es nicht, daß sich der Herr Verwaltungschef eines „Sieges auf der ganzen Linie“ rühmen kann (LN-Online) – ja klar, denn er hat jetzt ja auch einen florierenden Flughafen in der Stadt, oder wie?

Merkbefreites, stinkendes Polit-blabla, das völlig am Kern der Sache vorbeigeht. Denn soviel sei verraten: natürlich wurden staatliche Beihilfen gezahlt; die Frage war lediglich, ob das mit dem EU-Wettbewerbsrecht in Einklang stand. Und selbst wenn das nicht der Fall gewesen wäre: echte Konsequenzen hätte ein negativer Bescheid wenig bis keine gehabt. (Was man bedauern darf.)

„EU-Kommission: Steuerzahler durften für Landewiese bluten“ weiterlesen

Seiten: Früher 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 ... 105 106 107 Später