Mr. Pang vom Radar verschwunden

Parchim nach Meldungen über Schieflage des Flughafenbetreibers verunsichert. Landkreis schließt Rücknahme aus. […] Nach Recherchen unserer Zeitung ist aus informierten Kreisen zu hören, es sehe „sehr schlecht“ aus. Zwar ist die Kurzarbeitsphase der 25 Beschäftigten, die den Flughafen am Laufen halten, seit Sommer vorbei. Allerdings komme Link Global neuerdings seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach. Nicht bezahlte Rechnungen in Größenordnungen stapeln sich, heißt es. Und auf Lohn sollen die Beschäftigten auch warten. Mietzahlungen für das ehemalige Büro in der Walter-Hase-Straße stehen ebenfalls noch aus.

Schweriner Volkszeitung, 26. Oktober 2017

Airport Parchim: Pang nicht mehr Geschäftsführer

Der Investor des Flughafens Parchim, Jonathan Pang, ist nicht mehr Geschäftsführer der Firma LinkGlobal. Pang hatte mit dem chinesischen Fracht-Logistik-Unternehmen vor zehn Jahren den Militärflughafen Parchim gekauft. Im Geschäftsbericht von LinkGlobal, der dem NDR vorliegt, taucht Pangs Name nicht mehr auf, als Geschäftsführer wird stattdessen Ren Yongsheng aufgeführt. Wirtschaftsexperten, Politiker und Geschäftspartner aus der Region wollen Pang seit etwa anderthalb Jahren nicht mehr gesehen oder gesprochen haben.

NDR, 25. Oktober 2017

Norddeutsches Flughafenkonzept: eine Lachnummer

Wenige Ziele, rote Zahlen

Norddeutschlands Regionalflughäfen stecken tief im Minus – doch die Landesregierungen wollen von Schließungsplänen nichts wissen. …

Und Lübeck ist ein einziges Desaster…

Trotzdem stehen die Regierungen der fünf norddeutschen Länder in Treue fest zu ihren Klein- und Kleinstflughäfen – in Schwerin will die regierende rot-schwarze Koalition nicht  einmal von ihrem Regionalflughafen Rostock-Laage lassen. …

Im Falle Lübecks gilt das Prinzip Hoffnung: Die Hansestadt habe den Betrieb doch „auf einen privaten Investor übertragen, um dem Flughafen eine langfristige Perspektive zu geben – gemeint ist der im April verschwundene Mohamad Rady Amar.

taz, 8. August 2014

Siehe auch: Macht ein sinnvolles Defizit (wir zahlen)! und Show-Termine, denkwürdige Zahlen und ein Jingle

Bratwurstjournalismus

In ihrem Carta-Artikel „In der Krise: Mehr Zeitung wagen“ schreibt Vera Bunse:

Gerade die Älteren wollen in unsicherer Zeit Hintergründe und Einordnung, beides Mangelware im Hintertupfinger Anzeiger. Stattdessen bekommen sie umdrapierte dpa-Meldungen und Bratwurstjournalismus […]

Die Leser wollen

Vor allem: nicht die 93. Beschreibung, was der Bürgermeister wann wo zu wem gesagt und wer die Würstchen bei diesem Ereignis gesponsert hat.

Hmm… das klingt irgendwie vertraut.

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