Laßt euch nicht hereinlegen!

Offenbar versucht derzeit der (inzwischen nicht mehr ganz) neue Flughafenbetreiber, die Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG, die Gemeinde Groß Grönau und die Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm in Lübeck und Umgebung (SGF) zu einer außergerichtlichen Einigung zu bewegen, sprich: beide sollen ihre Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluß zurückziehen. Was bislang offen auf dem Tisch liegt, ist eher mau. Aber selbst bei weitergehenden Zugeständnissen wären Zweifel mehr als angebracht.

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Das Terminal des Polykrates

So. Ein Wochenende kollektiver (und lärmintensiver) aeronautischer Selbstbefriedigung der Fanboy-Gemeinde liegt hinter der Landewiese, auf der König Winfried Stöcker I. vom Blankensee zwei Tage lang Hof hielt und sein neues Spielzeug quasi-offiziell in Betrieb genommen hat, mit einem Rahmenprogramm übrigens, das – abgesehen von den präsentierten Flugzeugen – eher an eine drittklassige Dorfkirmes in Vorpommern erinnerte. (Ich war auf einigen solcher Veranstaltungen.)

Jetzt soll es ein neues Terminal für die Landewiese geben, was die versammelte Presse pflichtgemäß berichtet – natürlich ohne die Fragen zu stellen, die wirklich interessant wären. Denn ein Terminalneubau würde unweigerlich eine ganze Kette von notwendigen Folgemaßnahmen in Gang setzen, was aber niemand erwähnt.

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Umweltverbände am Scheideweg

Deutsche Umweltverbände können in Zukunft gegen alle nationalen Verstöße gegen EU-Umweltrecht gerichtlich vorgehen. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig … Die bisherige Gesetzeslage hatte es Umweltverbänden nur gestattet, gegen Vorhaben gerichtlich vorzugehen, die mit Umweltverträglichkeitsprüfungen verbunden sind. Große Teile des Umweltrechts haben jedoch mit derartigen Prüfungen nichts zu tun, wie etwa nahezu das gesamte Klimaschutzrecht, aber auch das Luftreinhalterecht.

Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe e.V. vom 5. September 2013

Natürlich jubeln die Umweltverbände, und in der Theorie wäre dagegen auch nichts zu sagen – wenn nicht die Praxis in steigendem Maße aus dem Ruder laufen und den selbst verkündeten Zielen der Verbände zuwiderlaufen würde.

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Unregelmäßigkeiten?

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Die Geschäftsführung des hoch verschuldeten Hunsrück-Flughafens Hahn prüft mögliche Unregelmäßigkeiten. Das bestätigte ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Verkehrsministeriums am Freitag. … Der „Rhein-Zeitung“ zufolge waren alte Verträge am Hahn teils sehr großzügig abgeschlossen worden.

dpa-AFX, 30. August 2013

Da war doch was?

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Memmingen – das entzauberte Modell

Erinnern Sie sich noch an das leuchtende Vorbild Memmingen, das den Lübeckern vor gar nicht allzu langer Zeit noch als Lösung des Landewiesen-Problems präsentiert wurde? Das mag im Moment auf die hiesige Situation bezogen nicht aktuell sein – aber man weiß ja nie, vielleicht wird das Exempel irgendwann bei Bedarf mal wieder aus der Mottenkiste geholt. Natürlich wird man die aktuelle Situation des „Allgäu-Airports“ dann gerne unterschlagen.

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Weitere Luftblasen

Ja, hier sind überall Vollprofis am Werk.

Lutz von Majewsky forderte nachdrücklich, potenziellen Investoren des Lübecker Flughafens genug Zeit zu geben, eine Lösung zu realisieren, die den Erhalt des Flughafens sichere. Der Präses [der Lübecker Kaufmannschaft] übte heftige Kritik an der Lübecker Politik: „Investitionsvorhaben werden zu gerne zerredet.“

(Lübecker Nachrichten, Lokalteil HL, Druckausgabe 10. November 2012, S. 15)

Sogenannte Investitionen werden aber meist nicht – wie Herr von Majewsky fälschlicherweise meint – zerredet. Oft genug fällt die Verwaltung in ihrer schier grenzenlosen Naivität auf mehr als halbseidene Angebote herein, die sich wenig später in Luft auflösen. Ansonsten wäre Lübeck schon längst die Möbelmarkthauptstadt des Nordens.

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Naturparadies Regionalflughafen

Der beachtliche Reichtum an Biotopen und die relative Armut an Störungen ist wesentliche Grundlage der außergewöhnlichen Flora und Fauna des Naturschutzgebietes Flughafen Lübeck. Viele der charakteristischen Bewohner zeichnen sich durch eine hohe Spezialisierung aus.
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BUND jault über NDR-Bericht

„Vom NDR sind wir sorgfältigere Beiträge gewohnt“, so der in der NDR-Sendung „Menschen und Schlagzeilen“ als notorischer Klagerechts-Verkäufer vorgeführte Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Dessen hastig zusammengezimmerte Stellungnahme zum Beitrag ist aber auch kein Musterbeispiel an Sorgfalt – und teilweise grob irreführend. Schwache Leistung.

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Olle Kamellen (IIIA): Fracht(f)lüge, die erste

Was den Ministerpräsidentenkandidaten der schleswig-holsteinischen CDU, Christian von Boetticher, geritten haben mag, ausgerechnet Lübeck als Frachtflughafen in der Nachfolge Hamburgs ins Gespräch zu bringen, ist mehr als rätselhaft. Eine mißglückte Vorlage fürs Sommerloch? Ein Patzer? Pure Ignoranz? Wahlk(r)ampf?

Der Lübecker Flughafen könnte den Luftfrachtbereich vom Airport Hamburg-Fuhlsbüttel übernehmen. Das hat der schleswig-holsteinische CDU-Vorsitzende und Spitzenkandidat seiner Partei, Christian von Boetticher, angeregt.

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