Stöcker 2.0

Jetzt ist ganz offiziell, was man vor Ort schon lange vermutet hatte: Euroimmun-Chef Prof. Winfried Stöcker will, wie der NDR irreführend berichtet, den „Flughafen Lübeck kaufen“. Und einmal dürfen Sie raten, wen er als Geschäftsführer der Landewiese vorgesehen hat. Wohlige Schauer der Nostalgie laufen über meinen Rücken.

Winfried Stöcker, der Chef der Lübecker Firma Euroimmun, sagte NDR 1 Welle Nord und dem Schleswig Holstein Magazin, er habe sich schon zwei Mal mit dem Insolvenzverwalter des Flughafens getroffen. Bei den Verkaufsverhandlungen sei man auf einem guten Weg.

NDR, 13. April 2016 (Memento)

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Ein nicht so toller Bericht des Schleswig-Holstein-Magazins

Tja, ab und zu langt auch mal der NDR leicht daneben. So lief im Schleswig-Holstein-Magazin am 1. Februar ein Beitrag unter dem Titel „Investor für Lübecker Flughafen gesucht“, der Einiges zu wünschen übrig ließ. Im Wesentlichen dargestellt wurde das segensreiche (?) Wirken des Insolvenzverwalters Prof. Pannen, was alleine schon deshalb keine gute Idee war, weil er derzeit nichts Konkretes sagen will, kann oder darf.

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NOlympia: Hamburger stimmen gegen durchgeknalltes Großprojekt

Sie konnten es selbst kaum fassen: „Gewonnen. Unglaublich, aber gewonnen!“ Und: „Olympia in Hamburg am Ende – Eliten unter Schock“, so die Webseite der Initiative FAIRspielen.de. Entgegen allen Vorhersagen haben sich die Hamburger in einem Volksentscheid mit 51,6% der abgegebenen Stimmen gegen die Bewerbung der Freien und Hansestadt um die Olympischen Spiele 2024 ausgesprochen. Und obwohl die Bewerbung Lübecks um die dazugehörigen Segelwettbewerbe schon frühzeitig scheiterte, wäre die Hanselstadt™ weiter im Spiel geblieben. Raten Sie mal, warum.

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Zeit macht nur vor dem Teufel halt

Ohne eine Verschwörungstheorie postulieren zu wollen: ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie die Zeit (nicht die Zeitschrift, sondern die Zeit; oder so ähnlich neudeutsch: das Timing) der Landewiese in den letzten Jahren immer wieder in die Hände gespielt hat? Zufall oder clevere Planung – von wem auch immer? Egal, das Problem besteht aktuell weiter. Die neueste Landewiesen-Schenkung – sollte sich abermals ein Glücksritter finden –  könnte sogar abgewickelt sein, bevor die Lübecker Bürgerschaft zum nächsten Mal tagt, und auf der Sitzung wird lediglich mal wieder alles abgenickt, was weise „Experten“ wie Prof. Pannen ausgehandelt haben. Same procedure as last year.

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Gehe zurück auf Los

Wer hätte das gedacht? Der Flughafen Lübeck ist ein Scherbenhaufen. Das sage nicht ich, das sagt der neue Geschäftsführer.

Die vorherigen Eigentümer haben einen großen Scherbenhaufen hinterlassen.

Bergedorfer Zeitung, 15. Juli 2014

Vielleicht hält sich das Gejubel einiger Fanpersons deshalb auch in argen Grenzen: hier wurde erst mal nichts anderes gerettet als eine dysfunktionale Landewiese.

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Absurdes Theater und Fanboy-Urgestein

Es ist ein Satz wie in Stein gemeißelt:

Der Blick von außen legt das absurde Theater an der Trave bloß.

shz, 25. Mai 2014

Man kann das auch von innen sehen; man muß es nur wollen. Doch vielen Lübecker Politikern, und leider auch der hiesigen Presse, fehlt der Blick über den eigenen Kochtopf hinaus – man rührt lieber in der Sauce der eigenen Luftfahrt-Fehleinschätzungen, die schon jahrelang vor sich hinköchelt. Ab und zu wird mal etwas Flüssigkeit hinzugegeben, damit die Pampe nicht anbrennt. (Sprich: gutes Geld wird schlechtem hinterhergeworfen).

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Der Pannen-Flughafen

Hätte die Landewiese einfach nur weiter vor sich hingemickert, wäre der „Investor“ irgendwann ausgestiegen. Dann hätte die Stadt den Laden wieder an der Backe gehabt, und ich gehe fast jede Wette darauf ein, daß dafür längst ein Plan B in irgend einer Schublade liegt. Natürlich kein Plan, der die Probleme auch nur ansatzweise gelöst hätte, sondern einer, der erst mal das weitere Überwintern des Flughafens unter städtischem Dach ermöglicht hätte. So wie damals der Trick mit dem Bürgerentscheid.

Einen solchen Plan kann man jetzt in die Tonne treten, denn es kam völlig anders als alle gedacht hatten. Und so schlecht ist das vielleicht gar nicht.

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Endspurt?

Und da ist es wieder, das I-Wort. Tatsächlich könnte, wenn Sie diesen Beitrag lesen, der Insolvenzantrag für die Yasmina Flughafenmanagement GmbH bereits von einem Notgeschäftsführer (ja, die gibt es) gestellt sein. Die Frage bleibt: gestehen jetzt endlich die Verwaltung und diverse Parteien in der Bürgerschaft das endgültige Scheitern ihrer hochtrabenden Flughafenpläne ein – oder wird weiter versucht, zu tricksen und wieder mal eine aller-aller-allerletzte Chance herbeizureden?

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