Volksvertreter, hört nicht auf „Signale“

Die Internationale mit ihrer ersten Refrain-Zeile „Völker, hört die Signale“ scheinen einige Lübecker Politiker etwas zu wörtlich genommen zu haben. Jahrelang glaubte man „Signalen“ aus Dublin mehr als Fakten, und seitdem letztere endgültig ruch-, sicht- und unleugbar waren, mußte der Flughafen Hamburg-Fuhlsbüttel als neuer „Signalgeber“ für den Flughafen Lübeck herhalten. Der funkte jetzt aber unmißverständlich „over and out“.

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Die Artisten im Bierzelt: ratlos

Ein passenderes Datum als Freitag, den 13. hätte der Geschäftsführer des Flughafens Lübeck, Hon.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Friedel, kaum wählen können, um sein „Konzept“ für die Landewiese vorzustellen. Was die Gegenwart angeht, ist die Geschäftsführung wohl (endlich) in der Realität angekommen. Wobei das „Konzept“ allerdings keines ist, sondern bestenfalls ein vages, quasi-religiöses Heilsversprechen für eine ferne Zukunft, und damit wiederum komplett realitätsfern. Derweil wirken im Lager der immer heftiger rotierenden Flughafenfreunde offenbar zunehmend auseinandertreibende Zentrifugalkräfte. Ryanair – ja oder nein?

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Die Eurofighter-Affäre (Teil II): Sondermüllflughafen Blankensee

Im ersten Teil dieses Artikels ging es um die Lärmproblematik von Eurofighter-Flügen als jüngstes und vielleicht bestes Beispiel dafür, wie Fluglärm unter dem Motto „die sind doch ganz schnell wieder weg“ grob fahrlässig schöngeredet wird – eine Scheinargumentation, die oft auch schon in Bezug auf kommerzielle Passagiermaschinen zu hören war, dadurch aber nicht richtiger wird. Zugegeben, die derzeit angekündigte Anzahl der Eurofighter-Flüge pro Jahr ist gering. Nur handelt es sich hier um einen Präzedenzfall, der um so schwerer wiegt, als daß er verdeutlicht, daß der Flughafen sich an frühere Zusagen offenbar nicht mehr halten will – und womöglich einen Status als Sondermüllflughafen anstrebt.

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Kurzkritik: Diskussion der Stichwahl-Kandidaten

Das war zu erwarten: der amtierende Bürgermeister hat in Sachen Flughafen nur peinliche Allgemeinplätze parat, und seine Gegenkandidatin versucht ihn – nachdem sie offenbar von der sie unterstützenden Partei eingenordet wurde – so gut es geht zu imitieren. Das ist das vorläufige Ergebnis des Forums der hiesigen Monopolpresse zur Stichwahl des Bürgermeisters.

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Last Exit Karneval

Sowohl SPD als auch CDU reden sich derzeit um Kopf und Kragen, einzig und allein, um ihren jeweiligen Kandidaten auf den Bürgermeistersessel zu befördern. Mega-peinliches Geeiere, das kaum dazu angetan ist, Lübecker Bürger von einer Wahlteilnahme zu überzeugen. Ja, ist denn heut‘ schon Fasching? Handelt es sich hier womöglich um eine konzertierte Maßnahme zur Förderung der Wahlverdrossenheit?

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Wahlkampf in Zeiten der Strafanzeigen

Alles Wahlkampf, oder was? Die Schutzgemeinschaft Fluglärm Lübeck und Umgebung stellt Strafanträge gegen Politiker und Flughafenvertreter wegen des Verdachts auf Betrug, Subventionsbetrug und Untreue. Das ist konsequent und wäre, wenn die Vorwürfe eher bekanntgeworden wären, sicherlich auch schon lange vor dem derzeitigen Bürgermeister-Wahlkampf geschehen.

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Autor für Wirtschaftskrimi gesucht!

Vielleicht ist es ganz nützlich, sich die Ereignisse rund um den Bürgerentscheid in chronologischer Reihenfolge anzusehen. Für Korrekturen und Ergänzungen bin ich (wie übrigens immer!) dankbar. Mit dieser Auflistung sollen keine kausalen Zusammenhänge zwischen einzelnen Ereignissen angedeutet oder behauptet werden. Jeder Leser ist vielmehr eingeladen, sich seinen eigenen Reim auf die Abfolge der Ereignisse zu machen. Oder einen phantasievollen Wirtschaftskrimi zu schreiben. (Diese Seite wird wird derzeit kontinuierlich bearbeitet. Neuere Einträge erscheinen in Dunkelblau.)

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Abgründe im Augiasstall

Jede Würstchenbude wirtschaftet besser. Und selbst die ständigen halbseidenen Auktionen von Orientteppichen, angeblich aus Konkursmassen, wirken noch seriös gegenüber dem, was möglicherweise am Flughafen Lübeck seit (spätestens) 2000 ablief. Um das bereits oft zitierte indianische Sprichwort zu erweitern: man hat nicht nur versucht, ein totes Pferd zu reiten, sondern es auch noch mit eventuell illegalen Mitteln zu dopen, und das zudem auf Kosten anderer. Ist alles noch viel schlimmer als befürchtet?

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