Es wird spannend!

Der Winterflugplan 2010/11 liegt vor – Überraschungen gibt es keine, deswegen zum Glück einen verhältnismäßig ruhigen Winter. Dafür ist man anderenorts umso betriebsamer. Noch in diesem Winter, so wollten es offenbar die Verantwortlichen, soll der Ausbau „Light“ im Eiltempo durchgezogen werden. Das hat den Aufsichtsrat des Flughafens auf den Plan gerufen, der die selbstschädigende Geldverbrennung vorerst gestoppt hat.

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Brandbrief aus Brüssel

Ob Ryanair ohne direkte und indirekte staatliche Beihilfen jeglicher Art überhaupt wettbewerbsfähig wäre, wurde ab und zu schon bezweifelt. Eine andere Frage ist, welche dieser Beihilfen rechtmäßig kassiert wurden – und welche mit europäischem Wettbewerbsrecht unvereinbar sind. Betroffen ist aber nicht nur der Billigflieger von der grünen Insel, sondern ein ganzes Konglomerat aus Provinzfürsten, deren Protégés und Prestigeflughäfen. Da das Problem Deutschland besonders zu betreffen scheint, kann es kaum verwundern, daß auch der Flughafen Lübeck erneut ins Visier der Brüsseler Wettbewerbshüter geraten ist.

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Bilanz-Trouvaillien im Gemischtwarenladen (inklusive Salami)

Fast schon ein Roman. Die unlängst vorgelegte Bilanz der Flughafen Lübeck GmbH (FLG) für das Geschäftsjahr 2008/2009 birgt kaum große Überraschungen, aber interessante Details und Merkwürdigkeiten. Der Verlust fiel zwar etwas geringer aus – die Erklärung dafür ist aber vielleicht die größte Merkwürdigkeit. Wer geglaubt hatte, das geheime Gemauschel hinter den Kulissen sei endgültig vorbei, sieht sich getäuscht. Fragen ergeben sich auch bei den gezahlten Löhnen und Gehältern. Zu allem Überfluß haben die FLG und ihr Alleineigentümer, die Hansestadt Lübeck, jetzt offenbar eine Doppelstrategie eingeschlagen und erzählen in Sachen Ausbau jedem nur noch das, was er gerne hören möchte. Salamitaktik pur.

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Gute Nachrichten – schlechte Nachrichten

Die gute Nachricht: die Landesregierung ist zu dem Schluß gekommen, daß immer neue Millionenspritzen in einen praktisch exklusiv von Ryanair genutzten Flughafen auf Dauer verpulvertes Geld sind. Sämtliche Förderungen werden ab 2011 eingestellt. Die schlechte Nachricht: das ganze spielt sich in Thüringen ab, nicht in Schleswig-Holstein. Noch nicht.

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Geld zurück – och nöö…?

Eigentlich hat sich die Pseudo-Fliegersprache in Artikeln zum Thema Flughafen Lübeck inzwischen abgenutzt: Sie wissen schon, der ständige Kreislauf von „durchstarten“ – „Höhenflug“ – „Sinkflug“ – „Reißleine ziehen“ – „Bruchlandung“ und so weiter. Reden wir stattdessen vom Wetter: neue dunkle Wolken ziehen über Blankensee auf, denn laut Entgeltordnung des Flughafens müßte Ryanair wegen gesunkener Passagierzahlen möglicherweise Rabatte zurückerstatten. Es wird spannend, denn ob die Iren das besonders witzig finden, und ob es überhaupt eine Nachforderung geben wird, ist offen. Der Lübecker Steuerzahler könnte wieder mal der Dumme sein (es wäre ja nicht das erste Mal).

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Auch der große Bruder hat Ehe-Probleme

Manchmal hat man den Eindruck, der Flughafen „Frankfurt“-Hahn ist der große, auf irgendeine unheimliche Weise ähnliche Bruder des Flughafens „Hamburg“-Lübeck. Aber vielleicht liegt es nur an der Abhängigkeit beider Einrichtungen von einem gewissen irischen Hauptkunden. Die Bürgerinitiative Nachtflughafen Hahn e.V. hat jetzt Ankündigungen, Prognosen und Realität in Sachen Ryanair miteinander verglichen. Die Diskrepanzen sind denen in Lübeck vergleichbar.

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Missed Approach

Verfehlt ein Pilot die Landebahn (vor allem bei mangelnder Sicht), nennt man das „Missed Approach.“ Das kommt schon mal vor; die Vorgehensweise in einem solchen Fall ist klar definiert und schließt – je nach Situation – das Fliegen von Warteschleifen ein. Bei den engen Flugplänen vor allem der Billigflieger stellt sich die Frage, wie lange das Warten dauern darf. Die selbe Frage sollten sich die Lokalpolitiker stellen, die letztlich für die Fortsetzung des defizitären Flugebtriebs auf Steuerzahlers Kosten verantwortlich sind. Das sogenannte „Take-Off-Konzept“ des Bürgermeisters stellt sich als permanentes „Missed-Approach-Szenario“ dar. Wann geht ihm wohl der Treibstoff aus?

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