Großer Beschiß mit kleinen Zahlen

Die Übernahme der hiesigen Landewiese durch König Winfried I. von Blankensee sowie der anliegenden Ortschaften Groß Grönau, Groß und Klein Sarau liegt nunmehr über ein Jahr zurück. Mir scheint es konvenient, dieses Jubiläum nicht in einem einzigen Beitrag zu würdigen, was Seiner Majestät auch kaum gerecht werden würde, sondern mit einer Artikelserie zu begleiten, die sich bis Anfang September zum Start der Feierlichkeiten zu „1000 [eintausend] Jahre Flugplatz Lübeck“ erstreckt. Ich beginne mal ganz zwanglos mit dem Gesetz der Kleinen Zahlen, und dem daraus resultierenden Großen Beschiß.

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Neues Stück über Stöcker

„Der neue Heilsbringer für den Erhalt des Lübecker Flughafens heißt Winfried Stöcker. Die Begeisterung der Hanseaten ist so groß, dass sie ganz zu vergessen scheinen, wer dieser Mann eigentlich ist,“ schreibt Karin Lubowski.

shz.de, 24. April 2016

Wohl wahr. Das ist zunächst ein Stück über die lübschen Hanselmännchen, die jubeln, obwohl der „neue Heilsbringer“ überhaupt nichts Konkretes angekündigt hat. Typisch, man klammert sich an jeden Strohhalm.

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Stimmen die Zahlen der Verwaltung?

Sie erinnern sich sicher noch an den peinlichen Versuch der Verwaltung, sich die marode Landewiese auch noch im Nachhinein, nach drei abgesprungenen Investoren und zwei Insolvenzen, schönzurechnen. Die genaue Rechnung ist nicht bekannt, und ob sie je veröffentlicht werden wird, weiß ich nicht.

Die Zahlen sind eine Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Hauptausschuß der Bürgerschaft:

In welcher Höhe hat die Stadt seit dem Jahr 1997 Steuermittel für den Flughafen Lübeck aufgewendet (etwa für den Ausgleich von Defiziten, Verlustübernahmen gegenüber Investoren, Kosten für Bau- und Ausbaumaßnahmen, BeraterInnenhonorare, Anwalts- und Gerichtskosten)?

Kürzlich fanden sich in den LN einige Details, die die ganze Sache noch weiter verschwurbeln.

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Wizz-und-weg

So, Wizz Air ist also weg. Schön. Schön, schön. Aus diesem Anlaß fiel es den Lübecker Nachrichten ein, mal ein wenig aus der Perspektive der Anwohner zu berichten, unter dem Motto „da knallen doch jetzt die Sektkorken“. Überraschung: die Freudenfeiern blieben aus, denn die Problematik hat sich längst verlagert – von Billigfliegern hin zu ebenso luxuriösen wie lauten Business Jets, und zu endlosen Platzrunden einmotoriger Flugmöhren bis hin zu kreischenden Lufthansa-Übungsjets. Derweil jubelt die Monopolpresse über einen potentiellen Investor, über dessen Pläne bislang so gut wie nichts bekannt ist.

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Umfrage: Marmelade und Müsliriegel statt Schrottflughafen?

Die Schwartauer Werke suchen nach einem neuen Standort, möglichst in der Nähe von Lübeck – oder gar in der Stadt? In Bad Schwartau jedenfalls wird der Platz knapp. Lübecks Bürgermeister Saxe versichert, man werde sich

mächtig anstrengen, um das Unternehmen von den Vorteilen einer Ansiedlung in Lübeck zu überzeugen.

LN Online, 4. April 2016

Dazu müßte man eine Fläche haben.

Im Gespräch ist derzeit ein 15 Hektar großes Areal an der Kronsforder Landstraße. Das Problem dort ist allerdings der noch fehlende Anschluss an die A 20.

Da war doch was? Bei Abwicklung des Flughafens Blankensee stünden laut früheren Aussagen der Verwaltung (Vorlage VO/2014/01791 vom 04.07.2014, S. 8) dort über 40 Hektar für eine Nachnutzung zur Verfügung, und einen brauchbaren Autobahnanschluß gibt es bereits. Sogar einen Bahnhaltepunkt. Mit etwas gutem Willen stünde das Gelände bereits ab dem 16. April 2016 zur Verfügung. Was denken Sie?

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Klarstellung

Und wieder hört man das Politiker-Gerede von der fälligen „Renaturierung“, sollte die Landewiese geschlossen werden; das Gerede, die Fläche könne gar nicht anders als für Naturschutz genutzt werden. Das wurde bisher schon so oft wiederholt, daß es jeder als gegeben hinnimmt. In der Lokalpresse wurde das natürlich nie hinterfragt. Hier deswegen noch ’ne Karte.

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Das Igitt-Geschäft

Am Montag Donnerstag, dem 7. April trifft sich der Hauptausschuß der Lübecker Bürgerschaft mal wieder zu einer Pannen-Sondersitzung. Wesentlicher Punkt der Tagesordnung, natürlich unter Ausschluß der Öffentlichkeit:

Entwicklung Flughafen Lübeck (Hierzu wird der Insolvenzverwalter Herr Prof. Dr. Pannen anwesend sein. Anlage wird nachgereicht)

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Gründe der Geheimhaltung

Die Sondersitzung des Hauptausschusses der Lübecker Bürgerschaft am 24. März brachte keinerlei Erkenntnisgewinn, für die Öffentlichkeit schon gar nicht. Ebensowenig konnte PuRen-Insolvenzverwalter Prof. Pannen 200.000 Euro Geld von der Stadt für den Weiterbetrieb der Landewiese einstreichen, jedenfalls vorerst nicht. Von der weiteren Entwicklung hängt ab, ob es Anfang April eine Sondersitzung der Lübecker Bürgerschaft gibt – oder wenig später die endgültige Pleite des Flughafens. Das Geld reicht nur noch bis Mitte April. Wir erleben derzeit die bislang wohl elendigste Schmierenkomödie um den Flughafen überhaupt.

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Macht Schluß mit Flughafen-Pannen!

Die Katze ist aus dem Sack: 200.000 Euro möchte der Insolvenzverwalter Prof. Pannen der Lübecker Landewiese laut NDR von der Hanselstadt™ haben, um an selbiger noch ein wenig weiterwursteln zu dürfen, vermutlich so ungefähr einen Monat. Es gäbe da ja noch zwei Interessenten. Beide scheinen aber nicht willens und/oder in der Lage zu sein, diesen relativ bescheidenen (gemessen an den vermutlich erforderlichen weiteren Investitionen) Betrag selbst aufzubringen.

Was sagt uns das über ihr „Interesse“ oder ihre Finanzkraft? Oder über Prof. Pannens Urteilsvermögen? Nichts Gutes, fürchte ich. Letzteres hat schon bei der vorgehenden Insolvenz und der Veräußerung der Reste der Landewiese an einen chinesischen Möchtegern-Investor gründlich versagt.

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Jahresrückblick 2015 (Teil 2)

Und jetzt geht‘s nach einem Vorspiel wirklich los mit dem Jahresrückblick 2015. Dabei hasse ich Jahresrückblicke und halte sie weitgehend für überflüssig. In diesem Fall aber ergeben sich aus einer durchgehenden, leicht lesbaren Geschichte vielleicht neue Zusammenhänge, die sich in einer Tag-für-Tag-Berichterstattung z.B. in einem Blog nicht sofort erschließen. Manches weiß man eben erst Monate später.

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