Allmachtsgefühle

Selten hat jemand das Prinzip Stöcker besser auf den Punkt gebracht als neun Professoren, die die Lübecker Uni-Präsidentin in einem offenen Brief aufgefordert haben, dem Euroimmun-Gründer und jetzigen Flughafenbetreiber aufgrund seiner Weihnachtsansprache seine Honorarprofessur zu entziehen.

Herr Stöcker ist … ein kühl berechnender Geschäftsmann, der sich durch seine Position in einer unreflektierten Allmacht fühlt.

Lübecker Nachrichten, 21./22. Januar 2018, Druckausgabe, Lokalteil HL, S. 12

Ein Satz zum Einrahmen. Schade nur, daß man seine Hybris erst jetzt zu erkennen scheint. (Siehe Friedrich Schiller, Der Ring des Polykrates.)

Zu vermuten war das jedoch schon lange, auch ohne seine jüngsten, von vielen als politisch inkorrekt interpretierten Äußerungen. Einige Beispiele aus den letzten Jahren finden Sie hier.

Umso unverständlicher, daß er trotzdem jahrelang von Lokalpolitikern fast jeder Couleur hofiert wurde, die er überdies regelmäßig verhöhnte – was jene jedoch mit geradezu flagellantischer Wollust zu dulden schienen.

Wird jetzt endlich Schluß damit sein?

Polit-Geschacher um den Flughafen in vollem Gange

Politik-Alarm! Weitgehend abseits der Öffentlichkeit versucht der Betreiber der Lübecker Landewiese derzeit, einen Schulterschluß mit Lokalpolitikern im weiteren Umfeld herzustellen. Das Geschacher kam mehr oder minder zufällig ans Licht der Öffentlichkeit. Es straft alle Fanboys Lügen, die immer wieder behauptet haben, der Betreiber Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG würde am Flughafen ja nur eigenes Geld verbrennen; das ganze sei so etwas wie ein Privatprojekt. Danach sieht es nicht aus. Das war zu erwarten, kommt aber schneller als anzunehmen war.

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Jahresend-Nachträge für 2017

Kurz vor Jahresschluß reiche ich zwei Ergänzungen zu zurückliegenden Ereignissen nach; eigentlich nur für die Akten, denn die Bedeutung beider kann ich nicht recht einschätzen. Zunächst scheint der Verkauf von Euroimmun auf den letzten Metern doch noch auf unerwartete Hürden gestoßen zu sein. Außerdem erreichte mich nette Post von der EU-Kommission bezüglich der Beihilfeverfahren in Sachen Landewiese. Die sind keineswegs, wie mancher glauben machen wollte, erledigt. Jedenfalls noch nicht.

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Lückenpresse

Neulich machte die Meldung die Runde, daß die Hanselstadt™ Lübeck auf 100.000 Euro Anwaltskosten sitzenbleibt, die eigentlich AirBerlin hätte erstatten müssen, nachdem das Unternehmen juristische Auseinandersetzungen mit der Stadt verloren hatte. Bekanntlich ist AirBerlin jedoch insolvent, und die Stadt wird vermutlich keinen Pfennig Cent aus der Insolvenzmasse bekommen. Sowohl die hiesige Monopolpresse als auch Die Welt berichteten, vergaßen aber zu fragen: Insolvenz, da war doch schon mal was? Und wie sieht’s überhaupt finanziell aus für die Stadt in Sachen Landewiese? In der Presse: Gähnende Leere. Ohrenbetäubendes Schweigen.

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Was will Graf? Eine Analyse

Gut, vergessen wir mal das Geschwätz der Beteiligten von gestern, jedenfalls für einen Moment. Stattdessen versuche ich, die jüngsten Aussagen des Grönauer Bürgermeisters Graf in Sachen Flughafen zu analysieren (Bürgermeisterbrief II/2017, in Verbindung mit dem LN-Artikel „Airport: Klagt Groß Grönau doch nicht?“ – jetzt ohne Bezahlschranke). Ich bitte Sie, beide Artikel zu lesen, bevor Sie hier fortfahren. Urteilen Sie dann selbst.

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Lärmschutzkonfusion

Es gibt sie noch, die „Kommission zum Schutz gegen Fluglärm und gegen Luftverunreinigung durch Luftfahrzeuge – Verkehrsflughafen Lübeck“. Zwischen den letzten beiden Sitzungen lagen lediglich zweieinhalb Jahre! Wie heißt es offiziell so schön auf der Seite des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein: „Die Kommission tagt mindestens einmal im Jahr“. So, so. Auf der dortigen Seite finden Sie ganz unten übrigens Links zu allen Protokollen.

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