Last Exit Karneval

Sowohl SPD als auch CDU reden sich derzeit um Kopf und Kragen, einzig und allein, um ihren jeweiligen Kandidaten auf den Bürgermeistersessel zu befördern. Mega-peinliches Geeiere, das kaum dazu angetan ist, Lübecker Bürger von einer Wahlteilnahme zu überzeugen. Ja, ist denn heut‘ schon Fasching? Handelt es sich hier womöglich um eine konzertierte Maßnahme zur Förderung der Wahlverdrossenheit?

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Wahlkampf in Zeiten der Strafanzeigen

Alles Wahlkampf, oder was? Die Schutzgemeinschaft Fluglärm Lübeck und Umgebung stellt Strafanträge gegen Politiker und Flughafenvertreter wegen des Verdachts auf Betrug, Subventionsbetrug und Untreue. Das ist konsequent und wäre, wenn die Vorwürfe eher bekanntgeworden wären, sicherlich auch schon lange vor dem derzeitigen Bürgermeister-Wahlkampf geschehen.

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Inkompetenz in Potenz

Rekapitulieren wir kurz die aktuelle Lage, bevor wir den Blick in die Zukunft wagen. Sämtliche Blütenträume in Bezug auf den Flughafen der Vergangenheit sind verwelkt; sämtliche Konzepte von dubiosen regionalokönomischen Studien bis hin zu verzweifelten Bürgermeister-„Take-Off“-Papieren laut Lokalpresse „abgeräumt“. Das bisherige Geschäftsführer-Duo verschwand praktisch spurlos. Ein neuer Geschäftsführer wurde engagiert, der ankündigt, ein neues Konzept vorzulegen – irgendwann im nächsten Jahr, und mit dem könne man dann in fünf oder sechs Jahren auch bei wenigen, aber „hochwertigen“ Passagieren Gewinne einfahren. Zeit, die Kristallkugel hervorzuholen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

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Paderborn: ein weiteres „Vorbild“ geht den Bach runter

Als ich neulich einem Gesprächspartner erläuterte, daß der neue Flughafen-Geschäftsführer Hon.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Friedel die Lübecker Rollwiese auch mit weniger als einer Million Passagiere ohne operative Verluste betreiben wolle, von „höherwertigen Passagieren“ und „kleineren Brötchen“ spricht, kam die spontane Gegenfrage: „Wie er es bereits WO bewiesen hat?“ Äh… gute Frage. War da in der Presse nicht immer wieder die Rede von Paderborn?

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Der Senator als rechnendes Milchmädchen

Man muß etwas nur oft genug wiederholen, und irgendwann wird es geglaubt. Es muß sich dabei nicht um Lügen handeln; Verkürzungen, Verdrehungen, Vereinfachungen reichen völlig aus. Selbst Politiker sind dagegen nicht immun. „Es wurde durch … Grundstücksverkäufe mehr eingenommen, als Geld an den Flughafen gezahlt wurde, sagte Wirtschaftssenator Sven Schindler“ (SPD) laut HL-Live. Das Problem: die Aussage stimmt vorne und hinten nicht.

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Verkehrsschatten und Deselsche Fehlprognosen

Lübecker Flughafen-Protagonisten werden nicht müde, ihre gehätschelte Sozial-Landewiese mitsamt ihren als Terminals dienenden Bierzelten allen Ernstes als Ausweichflughafen, gar als „dritte Startbahn“ für Hamburg-Fuhlsbüttel zu preisen. Das ist auf Lübeck bezogen weder neu noch originell, aber auch andernorts haben sich Verantwortliche mit solchen abstrusen Ideen bis auf die Knochen blamiert. Immerhin: in einem Fall hat man den Irrweg eingesehen und Ausbaupläne eingestampft. Jedenfalls vorerst.

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Ausflüchte, Widersprüche und Fehlinformationen

Der Medien-Berichterstattung zum Bob-der-Baumeister-Spielen symbolischen Spatenstich für den Ausbau Light am Lübecker Flughafen Anfang letzter Woche folgte übers Wochenende eine neue Artikel-Woge. Und wieder ließen Flughafenbefürworter (Politiker inklusive) verbale Heißluftballons steigen, deren Inhalt eine Kleinstadt ein Jahr lang spielend mit Fernwärme versorgen könnte. Zugegeben, es wird langsam langweilig, zumindest wenn man sich mit der Thematik schon etwas länger befaßt hat. Allgemeiner Tenor aus dem Fanboy-Lager: „Der Ausbau gibt ein Signal“, „Jetzt geht’s endlich los,“ „Neue Chance“ usw. usw. Gähn! Wie oft hat man das der staunenden Öffentlichkeit schon erzählt? Und wie viele neue Chancen will man denn noch? Egal. Hier kommt die gnadenlose Presseschau.

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Das Lübecker Sandmännchen

Mit breiter Brust stellte sich Flughafengeschäftsführer Hon.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Friedel, so jedenfalls die Darstellung der hiesigen Monopolpresse, den streikwilligen Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung entgegen. Arbeitsausstand in Hamburg? Kein Problem! Dann landen die Flieger eben in Lübeck, wo nicht gestreikt wird. Streut hier jemand der Öffentlichkeit Sand in die Augen?

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Olle Kamellen (IV) – Die peinliche Abhängigkeit vom zickigen „Hauptkunden“

Fast schon schlimmer als der Fluglärm in Blankensee war das Klappern der Gebetsmühlen in den letzten Jahren. Politiker und Interessenvertreter drehten hochtourig an ihnen. Dazu murmelten sie das Mantra „Ry An Air“. Jetzt hat es sich als wirkungslos erwiesen, und es muß dringend ein neues Mantra her. Nur welches? Neue Fluglinien… aber hoppla, gab’s das nicht auch schon mal? Mehrfach?

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Olle Kamellen (IIIA): Fracht(f)lüge, die erste

Was den Ministerpräsidentenkandidaten der schleswig-holsteinischen CDU, Christian von Boetticher, geritten haben mag, ausgerechnet Lübeck als Frachtflughafen in der Nachfolge Hamburgs ins Gespräch zu bringen, ist mehr als rätselhaft. Eine mißglückte Vorlage fürs Sommerloch? Ein Patzer? Pure Ignoranz? Wahlk(r)ampf?

Der Lübecker Flughafen könnte den Luftfrachtbereich vom Airport Hamburg-Fuhlsbüttel übernehmen. Das hat der schleswig-holsteinische CDU-Vorsitzende und Spitzenkandidat seiner Partei, Christian von Boetticher, angeregt.

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