Großer Beschiß mit kleinen Zahlen

Die Übernahme der hiesigen Landewiese durch König Winfried I. von Blankensee sowie der anliegenden Ortschaften Groß Grönau, Groß und Klein Sarau liegt nunmehr über ein Jahr zurück. Mir scheint es konvenient, dieses Jubiläum nicht in einem einzigen Beitrag zu würdigen, was Seiner Majestät auch kaum gerecht werden würde, sondern mit einer Artikelserie zu begleiten, die sich bis Anfang September zum Start der Feierlichkeiten zu „1000 [eintausend] Jahre Flugplatz Lübeck“ erstreckt. Ich beginne mal ganz zwanglos mit dem Gesetz der Kleinen Zahlen, und dem daraus resultierenden Großen Beschiß.

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Stimmen die Zahlen der Verwaltung?

Sie erinnern sich sicher noch an den peinlichen Versuch der Verwaltung, sich die marode Landewiese auch noch im Nachhinein, nach drei abgesprungenen Investoren und zwei Insolvenzen, schönzurechnen. Die genaue Rechnung ist nicht bekannt, und ob sie je veröffentlicht werden wird, weiß ich nicht.

Die Zahlen sind eine Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Hauptausschuß der Bürgerschaft:

In welcher Höhe hat die Stadt seit dem Jahr 1997 Steuermittel für den Flughafen Lübeck aufgewendet (etwa für den Ausgleich von Defiziten, Verlustübernahmen gegenüber Investoren, Kosten für Bau- und Ausbaumaßnahmen, BeraterInnenhonorare, Anwalts- und Gerichtskosten)?

Kürzlich fanden sich in den LN einige Details, die die ganze Sache noch weiter verschwurbeln.

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Mal wieder: Flughafen-Wundertüte

Kurze Zusammenfassung zum Wochenende: Reaktionen zum Massenrausschmiß am Flughafen, zur offenbar angedachten dortigen neuen Grundstücksverschenkung, außerdem: vorläufiger Gläubigerausschuß und verschwundene chinesische Millionäre.

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Blankenseegate schlimmer als bisher bekannt

Je mehr ans Licht kommt, desto übler wird es. Jetzt mußte der Herr Bürgermeister einräumen, daß die insolvente Flughafenbetriebsgesellschaft Yasmina der Stadt wesentlich mehr Geld schuldet als bisher öffentlich bekannt – und daß die Stadt davon offenbar noch keinen einzigen Euro bekommen hat. Bitte nicht verwechseln: es geht hier noch um die Yasmina-Pleite von 2014, nicht um die PuRen-Insolvenz von 2015! Und ganz nebenbei räumt der Verwaltungschef mit dem gerade von seiner eigenen Partei verbreiteten Mythos auf, der Stadt entstünden keine weitere Belastungen, wenn sich ein neuer Investor finden sollte.

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Die Flugplatz-Klinik

Die Dauer-Schmonzette „Flugplatz-Klinik Lübeck“ geht weiter mit Gastauftritten der üblichen Verdächtigen. Unterdessen verweigert eine Mehrheit im Hauptausschuß der Bürgerschaft angeblich eine „Einmischung“ in das laufende Insolvenzverfahren… klar, es ist ja nur das Geld der Bürger, um das es hier geht.

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Fragen… und keine Antworten

Die Lübecker Pleite-Landewiese war am Dienstag im Hauptausschuß der Bürgerschaft Gegenstand vieler Fragen an die Verwaltung, und – so berichten es mir Besucher – keine einzige wirklich wichtige wurde beantwortet. Nein? Doch! Ohh!!

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Kopf in den Sand

Der Vogel Strauß, so sagt man, steckt gerne mal seinen Kopf in den Sand. Vermutlich nicht nur, weil er nichts sehen will, sondern weil er glaubt, so auch nicht von anderen gesehen zu werden. Politiker wenden dieses der Natur abgeschaute Prinzip auch gerne an, und so kommt es zu Stellungnahmen wie denen der Herren Voht (Freie Wähler) und Lindenau (SPD) zur erneuten Flughafenpleite.

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Vor zehn Jahren (Teil 1)

Sommer 2005 an der Lübecker Landewiese. Es brummt, es dröhnt, es heult. Fast im Stundentakt starten oder landen Linienmaschinen, allesamt von Ryanair. Oft genug kann man sogar zwei auf einen Streich fotografieren. Bei oberflächlicher Betrachtung ein Flughafen „im Aufwind“ (um eine von Bratwurstjournalisten gerne verwendete Phrase zu bemühen) mit stark ansteigenden Passagierzahlen. Das Jahr 2005 stellte den Höhepunkt der Entwicklung dar, der gleichzeitig den Niedergang der Landewiese einleitete. Denn es wurde auch klar: der Betrieb kostete immer mehr Geld.

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Steht ein heißer Sommer bevor?

Wer in diesem Jahr ein nachrichtenarmes Sommerloch an der lübschen Landewiese erwartet hatte, könnte erfreut oder enttäuscht werden (je nachdem): im Moment ist es jedenfalls nicht in Sicht. Jetzt ist es amtlich: der Flughafen zahlt die vertraglich vereinbarte Pacht für Grundstück und technische Anlagen nicht, und der Geschäftsführer gibt es auch noch zu.

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Neues aus der Hanselstadt™

Hätte es noch eines Beweises bedurft, daß es sich bei Lübeck um eine, nein: die Hanselstadt™ handelt, so hat ihn die Bürgerschaftssitzung am 26. November erbracht. Da versprach die SPD der CDU das Blaue vom Himmel, wenn, ja wenn sie nur den SPD-Funktionär Lindenau zum Schul- und Kultursenator machen würde. Und ein bißchen was zum Flughafen gab es auch noch. War wohl nix mit „verschenken und vergessen“. Eine weitere halbe Million Euro ist mal eben spurlos verschwunden, so hat es den Anschein. „Neues aus der Hanselstadt™“ weiterlesen

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