Stimmen die Zahlen der Verwaltung?

Sie erinnern sich sicher noch an den peinlichen Versuch der Verwaltung, sich die marode Landewiese auch noch im Nachhinein, nach drei abgesprungenen Investoren und zwei Insolvenzen, schönzurechnen. Die genaue Rechnung ist nicht bekannt, und ob sie je veröffentlicht werden wird, weiß ich nicht.

Die Zahlen sind eine Antwort auf eine Anfrage der Grünen im Hauptausschuß der Bürgerschaft:

In welcher Höhe hat die Stadt seit dem Jahr 1997 Steuermittel für den Flughafen Lübeck aufgewendet (etwa für den Ausgleich von Defiziten, Verlustübernahmen gegenüber Investoren, Kosten für Bau- und Ausbaumaßnahmen, BeraterInnenhonorare, Anwalts- und Gerichtskosten)?

Kürzlich fanden sich in den LN einige Details, die die ganze Sache noch weiter verschwurbeln.

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Flugbewegungen und Charter-Märchen

Ein bißchen Statistik, ein bißchen Geschichte. Keine Ahnung, ob‘s jemanden interessiert. Es geht um Flugbewegungen an der Landewiese seit 1996, und um Rechnungen, die Milchmädchen die Schamröte ins Gesicht treiben würden, die die Feierabendpolitiker in der Lübeck Bürgerschaft jedoch komplett überzeugt haben – schon vor knapp 20 Jahren.

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Ja, ist denn heut‘ schon Weihnachten? Extra-Millionen für Amar!

Stellen Sie sich vor, Sie wären ein Investor, der ernsthaft an der Übernahme der Lübecker Landewiese interessiert ist. Sie haben womöglich schon vor längerem, etwa im März 2012, gehört, daß der Flughafen zum „Verkauf“ steht. Sie wissen: sollte er nicht „verkauft“ werden, müßte er am 2. Januar 2013 Insolvenz anmelden. Das bedeutet nicht, daß der Flughafen sich in Nichts auflöst. Natürlich würde versucht werden, die Konkursmasse an den Mann zu bringen, möglichst in toto. Als Interessent bräuchten Sie eigentlich nur den Januar 2013 abzuwarten und könnten dann ein echtes Schnäppchen landen. Wieso wohl ist es in diesem Fall nicht so gelaufen?

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Und ewig grüßt das Murmeltier

Das war‘s dann also. SPD und CDU haben in einer Nacht- und Nebel-Aktion den Lübecker Pleite-Flughafen unter Inkaufnahme zweistelliger Millionenverluste und für die Stadt weiterhin bestehender rechtlicher Risiken verschenkt, was in den nächsten Tagen noch genauer zu analysieren sein wird.

Ganz nebenbei hat sich das Bündnis von SPD, Grünen und Linken mal eben selbst zerlegt (teilweise wohl des Flughafens wegen, aber auch aus anderen Gründen, die hier aber nicht interessieren). Wie geht es nun weiter?

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Keine Überraschung: Sommerloch in Blankensee geortet

Immer wieder ist die Rede vom Sommerloch. Aber wo liegt das eigentlich genau? Neueste Forschungsergebnisse legen nahe, daß es sich ausgerechnet an der Lübecker Landewiese befindet. Eine „konservative“ Partei bzw. Gruppierung nach der anderen gibt sich dort derzeit die Klinke in die Hand und sondert Durchhalteparolen sowie Solidaritätsadressen ab.

Dabei werden alte Argumente aufgewärmt, die man mit Fug und Recht bezweifeln darf – so die Behauptung, man könne einen Flughafen mit bestehender Betriebspflicht nicht einfach schließen. Das kann man ganz anders sehen.

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Wahlkampf in Zeiten der Strafanzeigen

Alles Wahlkampf, oder was? Die Schutzgemeinschaft Fluglärm Lübeck und Umgebung stellt Strafanträge gegen Politiker und Flughafenvertreter wegen des Verdachts auf Betrug, Subventionsbetrug und Untreue. Das ist konsequent und wäre, wenn die Vorwürfe eher bekanntgeworden wären, sicherlich auch schon lange vor dem derzeitigen Bürgermeister-Wahlkampf geschehen.

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Olle Kamellen (IIIA): Fracht(f)lüge, die erste

Was den Ministerpräsidentenkandidaten der schleswig-holsteinischen CDU, Christian von Boetticher, geritten haben mag, ausgerechnet Lübeck als Frachtflughafen in der Nachfolge Hamburgs ins Gespräch zu bringen, ist mehr als rätselhaft. Eine mißglückte Vorlage fürs Sommerloch? Ein Patzer? Pure Ignoranz? Wahlk(r)ampf?

Der Lübecker Flughafen könnte den Luftfrachtbereich vom Airport Hamburg-Fuhlsbüttel übernehmen. Das hat der schleswig-holsteinische CDU-Vorsitzende und Spitzenkandidat seiner Partei, Christian von Boetticher, angeregt.

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