Lokalpatriotismus oder Potemkin-Stöckersches Dorf?

Hier und andernorts wurde immer wieder gefordert, daß sich die Lübecker Wirtschaft doch bittesehr an der hiesigen Landewiese finanziell beteiligen möge, wenn sie ihr denn so wichtig ist wie immer behauptet. Der jüngste Vorstoß des Flughafengeschäftsführers in Richtung „Memminger Modell“, in das ein bekannter Immunbiologe immerhin eine Million Euro einschießen will, scheint in diese Richtung zu weisen. Ist diese Idee ernst gemeint, oder doch nur der Versuch, kurz vor Toresschluß einen Pseudo-„Investor“ in Form eines lokalen Konsortiums aus dem Hut zu zaubern, um die Politik zur Bewilligung weiterer Gelder zu bewegen?

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Landewiese fällt auf ganzer Linie vor EU-Kommission durch

Für die Lübecker Subventions-Landewiese (Flughafen Lübeck GmbH, FLG) zeichnet sich eine Mega-Klatsche ab, die alles bisher dagewesene in den Schatten stellen könnte. Die EU-Kommission bezeichnet in einem Zwischenbericht (der allerdings kein abschließendes Urteil darstellt und lediglich Informationszwecken dient) praktisch alle bisher in diesem Zusammenhang gezahlten staatlichen Subventionen für möglicherweise oder wahrscheinlich mit EU-Recht unvereinbar und verlangt weitere Aufklärung.

Sollte die EU-Kommission bei ihrer Einschätzung bleiben, wäre das wohl der größte anzunehmende Unfall für den Flughafen bisher – und eine unglaubliche Blamage für die Verantwortlichen in der Verwaltung und der Lokalpolitik. Man darf sich schon jetzt auf die Reaktionen freuen.

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Wegwerfen befreit

Das kennt wohl jeder: Da hat man irgend etwas rumstehen, was man sich früher gekauft hat, aber derzeit nicht braucht. Instinktiv weigert man sich irgendwie, das Teil zu entsorgen. Ein weitverbreitetes psychologisches Defizit, auf das jetzt die Flughafen-Fanboys in ihrer Propaganda verstärkt setzen.

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Ryanair mal wieder auf Dummenfang

Der Irish Examiner berichtet, daß Ryanair der kommerziellen Dublin Airport Authority (DAA), die für die Flughäfen Dublin, Cork and Shannon zuständig ist, ein ganz tolles Angebot gemacht hat. Man wolle diese Flughäfen verstärkt nutzen, dafür aber nichts bezahlen – wie an vielen anderen Flughäfen, deren Dienste man schon jetzt kostenlos in Anspruch nähme. Nachtigall, ick hör dir trapsen. Bald auch in Lübeck, trotz aller ungeklärten Ungereimtheiten der letzten zwölf Jahre?

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(Aus)Weicheier

Na bitte, es geht doch. Eine von mir geäußerte Anregung, den weitgehend ungenutzten Flughafen Lübeck-Blankensee als Ersatz für den Berliner Großflughafen (der genau heute eröffnet werden sollte, was sich aber um fast ein Jahr hinauszögert) zu verwenden, findet Zuspruch. Das Geschäftsmodell des Standby-Airports, so scheint‘s, ist groß in Mode.

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