Stadt zahlt drauf, wie auch immer

Kurz einige Anmerkungen zu den finanziellen Aspekten der jüngsten Flughafen-Transaktion, die der Stadt nach Rechnungen der Verwaltung sogar Geld einbringt – auf welche Summen man verzichtet, wird dabei natürlich nicht erwähnt. Unterm Strich bleibt ein Minus für die Stadt; der Gewinner ist natürlich der neue Flughafenbetreiber.

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Wizz-und-weg

So, Wizz Air ist also weg. Schön. Schön, schön. Aus diesem Anlaß fiel es den Lübecker Nachrichten ein, mal ein wenig aus der Perspektive der Anwohner zu berichten, unter dem Motto „da knallen doch jetzt die Sektkorken“. Überraschung: die Freudenfeiern blieben aus, denn die Problematik hat sich längst verlagert – von Billigfliegern hin zu ebenso luxuriösen wie lauten Business Jets, und zu endlosen Platzrunden einmotoriger Flugmöhren bis hin zu kreischenden Lufthansa-Übungsjets. Derweil jubelt die Monopolpresse über einen potentiellen Investor, über dessen Pläne bislang so gut wie nichts bekannt ist.

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Umfrage: Marmelade und Müsliriegel statt Schrottflughafen?

Die Schwartauer Werke suchen nach einem neuen Standort, möglichst in der Nähe von Lübeck – oder gar in der Stadt? In Bad Schwartau jedenfalls wird der Platz knapp. Lübecks Bürgermeister Saxe versichert, man werde sich

mächtig anstrengen, um das Unternehmen von den Vorteilen einer Ansiedlung in Lübeck zu überzeugen.

LN Online, 4. April 2016

Dazu müßte man eine Fläche haben.

Im Gespräch ist derzeit ein 15 Hektar großes Areal an der Kronsforder Landstraße. Das Problem dort ist allerdings der noch fehlende Anschluss an die A 20.

Da war doch was? Bei Abwicklung des Flughafens Blankensee stünden laut früheren Aussagen der Verwaltung (Vorlage VO/2014/01791 vom 04.07.2014, S. 8) dort über 40 Hektar für eine Nachnutzung zur Verfügung, und einen brauchbaren Autobahnanschluß gibt es bereits. Sogar einen Bahnhaltepunkt. Mit etwas gutem Willen stünde das Gelände bereits ab dem 16. April 2016 zur Verfügung. Was denken Sie?

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Macht Schluß mit Flughafen-Pannen!

Die Katze ist aus dem Sack: 200.000 Euro möchte der Insolvenzverwalter Prof. Pannen der Lübecker Landewiese laut NDR von der Hanselstadt™ haben, um an selbiger noch ein wenig weiterwursteln zu dürfen, vermutlich so ungefähr einen Monat. Es gäbe da ja noch zwei Interessenten. Beide scheinen aber nicht willens und/oder in der Lage zu sein, diesen relativ bescheidenen (gemessen an den vermutlich erforderlichen weiteren Investitionen) Betrag selbst aufzubringen.

Was sagt uns das über ihr „Interesse“ oder ihre Finanzkraft? Oder über Prof. Pannens Urteilsvermögen? Nichts Gutes, fürchte ich. Letzteres hat schon bei der vorgehenden Insolvenz und der Veräußerung der Reste der Landewiese an einen chinesischen Möchtegern-Investor gründlich versagt.

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Jahresrückblick 2015 (Teil 2)

Und jetzt geht‘s nach einem Vorspiel wirklich los mit dem Jahresrückblick 2015. Dabei hasse ich Jahresrückblicke und halte sie weitgehend für überflüssig. In diesem Fall aber ergeben sich aus einer durchgehenden, leicht lesbaren Geschichte vielleicht neue Zusammenhänge, die sich in einer Tag-für-Tag-Berichterstattung z.B. in einem Blog nicht sofort erschließen. Manches weiß man eben erst Monate später.

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Tragschrauber, kleine Brötchen, und ein Sahnehäubchen

Über Weihnachten steht meist nur Vorproduziertes in den Zeitungen. Verständlich, es passiert ja nicht viel. Oft sind diese Artikel, pardon, reiner Müll, wie zum Beispiel dieser aus den Lübecker Nachrichten vom 24. Dezember 2015: „Mit dem Weihnachtsmann im Tragschrauber.“ Aber andernorts gibt es durchaus Interessanteres zu lesen, was die lübsche Landewiese angeht.

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Zeit macht nur vor dem Teufel halt

Ohne eine Verschwörungstheorie postulieren zu wollen: ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie die Zeit (nicht die Zeitschrift, sondern die Zeit; oder so ähnlich neudeutsch: das Timing) der Landewiese in den letzten Jahren immer wieder in die Hände gespielt hat? Zufall oder clevere Planung – von wem auch immer? Egal, das Problem besteht aktuell weiter. Die neueste Landewiesen-Schenkung – sollte sich abermals ein Glücksritter finden –  könnte sogar abgewickelt sein, bevor die Lübecker Bürgerschaft zum nächsten Mal tagt, und auf der Sitzung wird lediglich mal wieder alles abgenickt, was weise „Experten“ wie Prof. Pannen ausgehandelt haben. Same procedure as last year.

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Dieser IHK-Jubel könnte daneben gehen

Zu der Ankündigung von Wizz Air, zweimal wöchentlich eine Flugverbindung von/nach Riga anbieten zu wollen, gab es unglaublich viele alberne Äußerungen von Parteivertretern (mit Ausnahme der Grünen und der Linken) in der Hanselstadt™ Lübeck, deren Kommentierung reine Zeitverschwendung wäre. Wie beratungsresistent ist man eigentlich, daß man bis hin zur SPD in jeder derartigen Ankündigung einen „Erfolg“, „Vertrauensbeweis“, ein „Bekenntnis“ oder gar einen ewigen Treueschwur sieht? Nein, man fährt auf Sicht (d.h. blind) und begrüßt alles, was vom eigenen jahrzehntelangen Versagen ablenkt, und sei es auch nur für ein Jahr. Amateure proben Flughafen. Weit aus dem Fenster gelehnt hat sich in dieser Sache mal wieder die IHK – und schießt sich womöglich selbst ins Knie.

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Der Pannen-Flughafen

Hätte die Landewiese einfach nur weiter vor sich hingemickert, wäre der „Investor“ irgendwann ausgestiegen. Dann hätte die Stadt den Laden wieder an der Backe gehabt, und ich gehe fast jede Wette darauf ein, daß dafür längst ein Plan B in irgend einer Schublade liegt. Natürlich kein Plan, der die Probleme auch nur ansatzweise gelöst hätte, sondern einer, der erst mal das weitere Überwintern des Flughafens unter städtischem Dach ermöglicht hätte. So wie damals der Trick mit dem Bürgerentscheid.

Einen solchen Plan kann man jetzt in die Tonne treten, denn es kam völlig anders als alle gedacht hatten. Und so schlecht ist das vielleicht gar nicht.

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Der Millionör hat‘s schwör

Ach herrje, wie aufregend!

Überzeugt von der großen Bedeutung des Lübecker Flughafens für die gesamte HanseBelt Region und darüber hinaus bis nach Dänemark zeigte sich Friederike C. Kühn, Präses der IHK zu Lübeck, bei einem Besuch des Airports.

HL-Live, 16. August 2013

Und ich habe neulich eine Uralt-Filmklamotte mit Peter Alexander mit dem Titel „So ein Millionär hat‘s schwer“ aus dem Jahr 1958 gesehen. Solche Filme erzeugen bei mir immer eine Mischung aus Faszination und wohligem Gruseln. Beides ist nicht besonders wichtig. Oder?

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