Good riddance & Fump

Unsere genialen Lokalpolitiker wußten es mal wieder ganz genau, damals vor knapp vier Jahren. Ryanair geht nach Fuhlsbüttel? Unmöglich. Schon damals kündigte die Firma eine neue Strategie an, die auch bislang vernachlässigte Primärflughäfen einschloß. Die Luftfahrt„experten“ in Lübeck aller konservativer Parteien und Splittergruppen waren sich einig: das wird niie geschehen. Doch jetzt ist es amtlich: der bis auf weiteres letzte Ryanair-Flug ab Lübeck findet am 31. Juli statt. Ab Herbst versucht man es dann mit Fuhlsbüttel. Fump.

„Good riddance & Fump“ weiterlesen

Machen wir’s den Spaniern nach! (Lieber nicht)

Es ist vielleicht nicht besonders tröstlich, aber andernorts hat man den in Deutschland zu beobachtenden Regionalflughafen-Geldverbrennungswahn meilenweit übertroffen. Zumindest ein europäisches Land ist geradezu mit Geisterflughäfen überzogen.

Ein Bericht der Associated Press bringt das Thema Spanische Geisterflughäfen auf den Punkt. Es sind oft durch Steuergelder finanzierte Großprojekte, seinerzeit Teil eines [vermeintlichen] Wirtschafts-Booms. Heute aber symbolisieren sie lediglich die unheilige Allianz aus politischen und wirtschaftlichen Interessen, die in einem kollektiven Anfall von Verschwendungssucht eine Scheinblüte ernährte.

Das klingt vertraut, wenn man sich z.B. mit dem Lübecker Flughafen etwas näher befaßt. (Siehe zum Beispiel den Lufthansa-Politikbrief März 2011.)

„Machen wir’s den Spaniern nach! (Lieber nicht)“ weiterlesen

Verdrehen und Verzerren

Dieser Artikel enthält ungenaue Zahlenangaben und ist überholt. Genauere Zahlen in dieser Angelegenheit entnehmen Sie bitte dem Artikel Subventionen unter der Lupe: 300 € pro Lübeck-Tourist oder gleich der PDF-Datei zum selben Thema.

 

Ein wenig verdrehen und verzerren darf in der Lübecker Lokalpolitik wohl jeder. So beschwert sich Dr. Raimund Mildner, Fraktionschef der Bürger für Lübeck (BfL), über Aussagen der SPD, er würde Subventionen für den Flughafen „super“ finden. Das sei „hilflose Polemik“ – was zwar teilweise zutrifft, nur leider kann man Herrn Dr. Mildner auch nichts anderes attestieren.

„Verdrehen und Verzerren“ weiterlesen

Schwimmbäder und Subventionen

Dieser Artikel enthält ungenaue Zahlenangaben und ist überholt. Genauere Zahlen in dieser Angelegenheit entnehmen Sie bitte dem Artikel Subventionen unter der Lupe: 300 € pro Lübeck-Tourist oder gleich der PDF-Datei zum selben Thema.

 

Über staatliche Subventionen läßt sich trefflich streiten. Um deren generellen Sinn und/oder Unsinn soll es hier nicht gehen, wohl aber um Prioritäten im Subventionsabbau in Zeiten des Sparzwangs. Mit zehn Euro, erregte sich unlängst Dr. Raimund Mildner von den Bürgern für Lübeck (BfL), würde jeder Schwimmhallenbesuch in Lübeck durch Subventionen gefördert. Das mag so sein; diese griffige Zahl täuscht aber über Details hinweg und ist reiner Populismus, der in der Diskussion nicht weiterhilft. Machen wir doch mal die Gegenrechnung für den Sozial-Flughafen auf!

„Schwimmbäder und Subventionen“ weiterlesen

Wer rettet Lübeck vor Ryanair?

Sämtliche „Take-Off-Konzepte“ (ToK) der Lübecker Verwaltung für die hiesige Landewiese haben sich inzwischen als Makulatur erwiesen. Und obwohl es die Befürworter nicht direkt zugeben wollen und von jeder Menge anderer Fluggesellschaften schwärmen, die da kommen sollen, ist klar, daß außer Ryanair kaum jemand die Passagier-Massen liefern könnte, die den Flughafen zumindest auf dem Papier „operativ rentabel“ machen würden. Jetzt wird aber immer deutlicher, daß mehr Ryanair-Passagiere die Bilanz des Flughafens weiter belasten statt aufbessern würden.

„Wer rettet Lübeck vor Ryanair?“ weiterlesen

Die „erbärmliche“ Verschwörung gegen den Flughafen

Am Flughafen Lübeck läuft derzeit alles schief, was überhaupt nur schieflaufen kann. Für die Flughafen-Fans ist klar: „Die derzeitige, von der Politik und Flughafengegnern, heraufbeschworene [verschworene?] Situation ist einfach nur erbärmlich,“ lästerten kürzlich die Hobbyflieger „fast zwanzig interessierten Personen an der Luftfahrt“ im eingetragenen Verein Pro Airport Lübeck. Die Ausbaugegner sind schuld, wie immer. Zu viel der Ehre, liebe Freunde! Mit Verlaub, die in der Tat erbärmliche Situation haben die Befürworter größtenteils selbst verschuldet– nicht zuletzt dank der offenbar im Hinterzimmer von drei Politikern ausgekungelten Schnapsidee Bürgerentscheid, die jedes professionelle, zeitnahe Management durch einen bis Ende 2012 zementierten Vorratsbeschluß für „Weiterbetrieb und Ausbau“ ersetzt hat.

„Die „erbärmliche“ Verschwörung gegen den Flughafen“ weiterlesen

Nacht, Nebel und Salamitaktik

Nach einer beschränkten Offenheit in der Ära Infratil kehrt der Lübecker Flughafen, inzwischen wieder im Besitz der Hansestadt, zu den aus den vorhergehenden Jahrzehnten bekannten Praktiken zurück. Kurz gefaßt: bei Nacht und Nebel vollendete Tatsachen schaffen, an der Öffentlichkeit und wenn’s geht auch augenzwinkernd an Gerichten vorbei, mit einem Ziel: sich dreist immer ein neues Scheibchen der Salami einzuverleiben. Ein nagelneues Deckmäntelchen hat man jedoch: den Bürgerentscheid, der inzwischen in gewissen Kreisen auf eine Stufe mit den von Moses empfangenen göttlichen Gesetzestafeln gestellt zu werden scheint.

„Nacht, Nebel und Salamitaktik“ weiterlesen

Seiten: 1 2 Später