Was will Graf? Eine Analyse

Gut, vergessen wir mal das Geschwätz der Beteiligten von gestern, jedenfalls für einen Moment. Stattdessen versuche ich, die jüngsten Aussagen des Grönauer Bürgermeisters Graf in Sachen Flughafen zu analysieren (Bürgermeisterbrief II/2017, in Verbindung mit dem LN-Artikel „Airport: Klagt Groß Grönau doch nicht?“ – jetzt ohne Bezahlschranke). Ich bitte Sie, beide Artikel zu lesen, bevor Sie hier fortfahren. Urteilen Sie dann selbst.

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Laßt euch nicht hereinlegen!

Offenbar versucht derzeit der (inzwischen nicht mehr ganz) neue Flughafenbetreiber, die Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG, die Gemeinde Groß Grönau und die Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm in Lübeck und Umgebung (SGF) zu einer außergerichtlichen Einigung zu bewegen, sprich: beide sollen ihre Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluß zurückziehen. Was bislang offen auf dem Tisch liegt, ist eher mau. Aber selbst bei weitergehenden Zugeständnissen wären Zweifel mehr als angebracht.

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Das Terminal des Polykrates

So. Ein Wochenende kollektiver (und lärmintensiver) aeronautischer Selbstbefriedigung der Fanboy-Gemeinde liegt hinter der Landewiese, auf der König Winfried Stöcker I. vom Blankensee zwei Tage lang Hof hielt und sein neues Spielzeug quasi-offiziell in Betrieb genommen hat, mit einem Rahmenprogramm übrigens, das – abgesehen von den präsentierten Flugzeugen – eher an eine drittklassige Dorfkirmes in Vorpommern erinnerte. (Ich war auf einigen solcher Veranstaltungen.)

Jetzt soll es ein neues Terminal für die Landewiese geben, was die versammelte Presse pflichtgemäß berichtet – natürlich ohne die Fragen zu stellen, die wirklich interessant wären. Denn ein Terminalneubau würde unweigerlich eine ganze Kette von notwendigen Folgemaßnahmen in Gang setzen, was aber niemand erwähnt.

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Null Bock auf Entwässerung

Wie bereits kurz erwähnt, möchte der Flughafenbetreiber die Erneuerung seiner Entwässerungsanlagen auf den St.-Nimmerleins-Tag verschieben, hilfsweise zumindest bis nach 2022. Die Stadt hat den Antrag noch nicht genehmigt, aber natürlich droht die Landewiese wie immer in solchen Fällen mit der Einstellung des Flugbetriebs.

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Pannens Favorit bleibt stumm, Stöcker ante portas?

Wie soll man nur noch Artikel-Einstiege finden? Karneval hatte ich schon oft erwähnt, den 1. April auch. Blankenseer Chaostage? Ja doch, fast jedes Jahr. Wir wäre es mit: alles zusammen?

Der Favorit des Landewiesen-Insolvenzverwalter Prof. Pannen hat, jedenfalls bis Sonnabend Mittag, anders als angekündigt nichts von sich hören lassen. Das für den Freitag versprochene Finanzkonzept blieb aus. War wohl doch nicht so ernst gemeint, oder?

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Keine Entwarnung für Segelflieger

Haben Sie die Schlagzeilen auch gelesen? „Segelflug in Blankensee weiter möglich – mit Einschränkungen“, hieß es irreführend. Die Landewiese hat ihre Postion keineswegs geändert und mußte wohl aus formalen Gründen lediglich einen einzigen Punkt nachjustieren. Die Absicht, die Sportflieger so schnell wie möglich loszuwerden – warum auch immer – bleibt.

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Verwaltung blamiert sich mal wieder

Die Vorgänge um die Segelfliegerei in Lübeck liegen irgendwo, je nach Betroffenheitsgrad, zwischen Drama und einer Farce aus der Augsburger SteppenPuppenkiste. Unlängst befaßte sich der Hauptausschuß der Lübecker Bürgerschaft mit dem Rausschmiß der Sportflieger – ohne wesentliches Resultat, von einer mal wieder bis auf die Knochen blamierten Verwaltung abgesehen.

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Langweilig!

Auf die Gefahr hin, daß es langweilig wird: nicht alles, was in den Lübecker Nachrichten (oder anderen Tageszeitungen) steht, ist korrekt. Teile von Artikeln können formal korrekt und trotzdem irrelevant sein. Manchmal liegt die Wahrheit in der Mitte – und manchmal ganz woanders. Tut mir leid: hier ist mehr LN-Bashing. Es muß sein.

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Zweierlei Maß?

Am 20. Februar berichteten die Lübecker Nachrichten unter dem Titel „Kronsforder sauer über teure Leitungen“, daß auf einige Grundstückseigentümer im Stadtteil wegen der Verlegung neuer Schmutzwasserleitungen Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro zukommen. Grund: das sei eben gesetzlich so vorgeschrieben. Das ist vermutlich korrekt und konsequent – aber wo bleibt die konsequente Haltung der Stadt, wenn es um die Entwässerung des Flughafens geht? Da wird stattdessen vor dem Betreiber gekuscht.

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