Das Terminal des Polykrates

So. Ein Wochenende kollektiver (und lärmintensiver) aeronautischer Selbstbefriedigung der Fanboy-Gemeinde liegt hinter der Landewiese, auf der König Winfried Stöcker I. vom Blankensee zwei Tage lang Hof hielt und sein neues Spielzeug quasi-offiziell in Betrieb genommen hat, mit einem Rahmenprogramm übrigens, das – abgesehen von den präsentierten Flugzeugen – eher an eine drittklassige Dorfkirmes in Vorpommern erinnerte. (Ich war auf einigen solcher Veranstaltungen.)

Jetzt soll es ein neues Terminal für die Landewiese geben, was die versammelte Presse pflichtgemäß berichtet – natürlich ohne die Fragen zu stellen, die wirklich interessant wären. Denn ein Terminalneubau würde unweigerlich eine ganze Kette von notwendigen Folgemaßnahmen in Gang setzen, was aber niemand erwähnt.

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Operation Sparflugplatz

Nach der Übernahme der Landewiese durch die Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG stellte sich der Firma zunächst vermutlich die Frage, wie der Flugbetrieb so weit wie möglich einzuschränken sei. Das klingt nur so lange paradox, wie man die Kosten gewisser Flugverkehre übersieht.

Soll man beispielsweise die Landewiese an Sommerabenden bis Mitternacht offenhalten, nur weil eventuell die ein oder andere Maschine wegen Gewitters in Hamburg nach Lübeck ausweicht? Oder an Herbstabenden bei Nebel?

Solche Landungen, die oft als Existenzberechtigung für die lübsche Landewiese herhalten sollten, konnte man in den letzten Jahren, und eigentlich schon immer, an den Fingern beider Hände abzählen. Jetzt sind sie sogar explizit ausgeschlossen.

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Jahresrückblick 2015 (Teil 1)

Demnächst können Sie hier den mehrteiligen Jahresrückblick 2015 lesen. Das muß leider sein. Zur Vorbereitung möchte ich im ersten Teil etwas weiter zurückgehen, nämlich bis zum Auftauchen des chinesischen „Retters“ der Landewiese Lübeck im Spätsommer 2014. Weil ich faul bin Im Interesse eines optimierten Leseflusses verzichte ich mal auf Quellenangaben. Sie finden sich allesamt in früheren Artikeln, oder fragen Sie bei Bedarf einfach danach.

Das Jahr 2014 war für die Landewiese recht turbulent. Doch wer gedacht hatte, daß alle die Absurditäten wie Firmenbestatter, Notgeschäftsführer und Insolvenz nicht zu toppen sein würden, dürfte von den Ereignissen des Jahres 2015 eines besseren belehrt worden sein. Schlimmer geht‘s nimmer? Von wegen!

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„Privater“ Flugplatz Memmingen im Rückwärtsgang

Es war im Jahr 2012, als der Lübecker Bürgermeister verlauten ließ, er ermuntere

die regionale Wirtschaft, sich an dem Airport zu beteiligen.Vorbild sei der Flughafen im bayerischen Memmingen. Saxe: „Das kann ein Modell für Lübeck sein.“

LN Online, 10. August 2012

70 Firmen tragen den Airport in Memmingen. „Das wäre auch ein Modell für Lübeck“, rührt Flughafen-Chef Friedel die Werbetrommel. Euroimmun würde eine Million geben. …

Prof. Winfried Stöcker von Euroimmun ist fest überzeugt, „dass es in Blankensee so kommt wie in Memmingen“.

LN Online, 1. September 2012

Und was wurde aus diesem Modell eines von der lokalen Privatwirtschaft getragenen Regionalflughafens?

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Sitzung des Hauptausschusses: Mehr Fragen als Antworten

Den Lübecker Nachrichten zufolge hat der Betreiber der hiesigen Landewiese, PuRen Germany, die Pacht für das Flughafengelände seit Mai nicht mehr bezahlt. Grund sei ein Streit über den Zustand der mitgepachteten Hallen. Auch in Sachen Flugschüler gibt es Neuigkeiten, oder besser gesagt: neue Ungereimtheiten.

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Steht ein heißer Sommer bevor?

Wer in diesem Jahr ein nachrichtenarmes Sommerloch an der lübschen Landewiese erwartet hatte, könnte erfreut oder enttäuscht werden (je nachdem): im Moment ist es jedenfalls nicht in Sicht. Jetzt ist es amtlich: der Flughafen zahlt die vertraglich vereinbarte Pacht für Grundstück und technische Anlagen nicht, und der Geschäftsführer gibt es auch noch zu.

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Die Chen-Show

Jetzt liegt er vor, der zweite Teil der Recherche von Zeit Hamburg und NDR in Sachen Landewiese Lübeck nebst „Investor“. (Hier der erste Teil.) Und nun wird‘s richtig bizarr. Aaschnalle bidde! In diesem Artikel finden Sie Absonderliches aus der Provinz, noch Absonderlicheres aus Peking, und vielleicht finden Sie auch noch Eier. „Die Chen-Show“ weiterlesen

Neudefinition von Raum und Zeit

Die Spannung steigt: wann kommen die 500 chinesischen Flugschüler auf der lübschen Landewiese an? Wo bleiben sie, was machen sie, oder sind sie gleich wieder weg, weil sie bereits im Herbst ihre Privatpilotenlizenz erhalten, wie die Lübecker Nachrichten wissen wollen?

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Ich bin ein Flugschüler, holt mich hier raus (我是一名飞行学员,我离开这里)

Lübeck hat eine Monopolzeitung. Die Druckausgabe kostet im Abonnement fast das doppelte des – nicht zu Unrecht – vielgescholtenen Rundfunkbeitrags. Zwar sind die Angebote der Öffentlich-Rechtlichen kaum noch überzeugend, aber zumindest findet sich ab und an (leider nur spätabends oder in der Nacht) manch Interessantes. Von der lübschen Monopolpresse kann man das aber kaum noch behaupten. Das jüngste Elaborat der Frau von Zastrow läßt Zweifel an der journalistischen Herangehensweise des Blattes entstehen.

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Final Countdown

Lokalpolitiker scheinen einen letzten Versuch unternommen zu haben, den Segelflug am Lübecker Flughafen vor dem endgültigen Aus zu bewahren. Ob die Initiative noch rechtzeitig kommt und, wichtiger, ob die städtische Verwaltung mitspielt, ist mehr als zweifelhaft. Kommt es jetzt zum großen Knall? „Final Countdown“ weiterlesen

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