Lokalpatriotismus oder Potemkin-Stöckersches Dorf?

Hier und andernorts wurde immer wieder gefordert, daß sich die Lübecker Wirtschaft doch bittesehr an der hiesigen Landewiese finanziell beteiligen möge, wenn sie ihr denn so wichtig ist wie immer behauptet. Der jüngste Vorstoß des Flughafengeschäftsführers in Richtung „Memminger Modell“, in das ein bekannter Immunbiologe immerhin eine Million Euro einschießen will, scheint in diese Richtung zu weisen. Ist diese Idee ernst gemeint, oder doch nur der Versuch, kurz vor Toresschluß einen Pseudo-„Investor“ in Form eines lokalen Konsortiums aus dem Hut zu zaubern, um die Politik zur Bewilligung weiterer Gelder zu bewegen?

„Lokalpatriotismus oder Potemkin-Stöckersches Dorf?“ weiterlesen

Allgäuer Käse und Memminger Märchen

Die jüngsten Äußerungen des Herrn Bürgermeisters in Sachen Landewiese werden sicherlich noch im Detail zu analysieren sein. Einen Satz möchte ich allerdings als Anlaß für einen kleinen Abstecher ins Allgäu nutzen:

Der Bürgermeister ermuntert die regionale Wirtschaft, sich an dem Airport zu beteiligen. Vorbild sei der Flughafen im bayerischen Memmingen. Saxe: „Das kann ein Modell für Lübeck sein.“

Letzter Aufruf: Lübeck sucht Käufer für den Flughafen (LN, 10.08.2012)

Das sehen wir uns doch mal etwas näher an (wenn‘s die hiesige Monopolpresse schon nicht tut und wie immer nur Herrn Saxes Äußerungen nachplappert. Wie buchstabiert man eigentlich Reschärsche, liebe LN?)

„Allgäuer Käse und Memminger Märchen“ weiterlesen

Kasperletheater am Seekamp (Teil II)

Soll man ihn überhaupt noch ernst nehmen, den Euroimmun-Chef Prof. Dr. Stöcker und seine kruden Ansichten zur Lübecker Landewiese, oder nicht? Was Sachargumente angeht, verpaßt man bei ihm nicht viel. Außer solchen, die dem Wohl seines eigenen Unternehmens dienen (Ich will aber meinen Flughafen vor der Haustür haben! *fußstampf*), hat er keine. Geschenkt. Insofern könnte man über seine neunteilige Anzeigenkampagne in den Lübecker Nachrichten getrost den Mantel des Schweigens decken.

Irrige Meinungen sind eine Sache. Aberwitzige Verdrehungen, an Beleidigung grenzende Unterstellungen und kaum verhohlene Drohungen sind eine andere. Das erscheint dann doch eines Kommentars in zwei Teilen würdig. Hier ist der zweite Teil (der erste ist hier nachzulesen). Alle Zitate ohne ausdrückliche Quellenangabe stammen aus den Anzeigen des Herrn Prof. Stöcker.

„Kasperletheater am Seekamp (Teil II)“ weiterlesen

Kasperletheater am Seekamp (Teil I)

Soll man ihn überhaupt noch ernst nehmen, den Euroimmun-Chef Prof. Dr. Stöcker und seine kruden Ansichten zur Lübecker Landewiese, oder nicht? Was Sachargumente angeht, verpaßt man bei ihm nicht viel. Außer solchen, die dem Wohl seines eigenen Unternehmens dienen (Ich will aber meinen Flughafen vor der Haustür haben! *fußstampf*), hat er keine. Geschenkt. Insofern könnte man über seine neunteilige Anzeigenkampagne in den Lübecker Nachrichten getrost den Mantel des Schweigens breiten.

Irrige Meinungen sind eine Sache. Aberwitzige Verdrehungen, an Beleidigung grenzende Unterstellungen und kaum verhohlene Drohungen sind eine andere. Das erscheint dann doch eines Kommentars in zwei Teilen würdig.

„Kasperletheater am Seekamp (Teil I)“ weiterlesen

Stöcker verkauft Eigennutz als Gemeinwohl

Wer könnte ihn nicht verstehen, den Herrn Prof. Dr. Stöcker von Euroimmun. Da hat er einen angeblichen Flughafen in direkter Nachbarschaft seines Firmengeländes in Blankensee am Seekamp – nur blöderweise fliegt von dort niemand dahin, wo er gerne hinwill. Was für ein Skandal, hinter dem, was denn sonst, eine handfeste Verschwörung steckt. Alle anderen sind schuld! Da mutet man es den Vielfliegern der Firma doch tatsächlich zu, mal eben nach Fuhlsbüttel zu fahren, was laut Routenplaner gerade mal eine Stunde und eine Minute dauert (die man übrigens dank moderner Kommunikationstechnik auch durchaus produktiv nutzen kann). Und das auf eigene Kosten! Wo gibt‘s denn sowas?!

„Stöcker verkauft Eigennutz als Gemeinwohl“ weiterlesen

Wegwerfen befreit

Das kennt wohl jeder: Da hat man irgend etwas rumstehen, was man sich früher gekauft hat, aber derzeit nicht braucht. Instinktiv weigert man sich irgendwie, das Teil zu entsorgen. Ein weitverbreitetes psychologisches Defizit, auf das jetzt die Flughafen-Fanboys in ihrer Propaganda verstärkt setzen.

„Wegwerfen befreit“ weiterlesen

Rettet Stöcker-Air den Flughafen Lübeck?

Wer sagt denn, daß ausschließlich dieser Blog für Satire in Sachen Flughafen zuständig sei? Ich gebe mich gerne Herrn Prof. Winfried Stöcker von Euroimmun geschlagen, dessen jüngste Äußerungen die Kulmination seines bisherigen, überaus reichhaltigen humoristischen Schaffens in dieser Angelegenheit darstellen dürften und noch viel lächerlicher sind als alles, was Sie hier bisher lesen durften.

„Rettet Stöcker-Air den Flughafen Lübeck?“ weiterlesen

Aus der Hüfte ins Sommerloch

Es gibt einen untrüglichen Indikator für Situationen, in denen der Lübecker Flughafen in höchster Not ist, in denen – volkstümlich ausgedrückt – die K….e am Dampfen ist, und das ist der Ruf „Hamburg zur Hilfe!“ Und da das jetzt sogar Lars Ulrich von den Bürgern für Lübeck (BfL) fordert, hat Hamburg nun wirklich keine andere Wahl mehr. Scherz beiseite. Interessanterweise scheint sich das Lager der Flughafenbefürworter an dem Vorschlag des CDU-Ministerpräsidentenkandidaten von Boetticher, Lübeck könne doch den „Frachtflugverkehr“ von Hamburg übernehmen, zu spalten. Warum „Frachtflugverkehr“ in Anführungszeichen? Kommt gleich. Etwas Geduld.

„Aus der Hüfte ins Sommerloch“ weiterlesen

Widerlegung des Stöckerschen Theorems

In Europa werden immer weniger Kinder geboren. Und in Europa gibt es immer weniger Störche. Das beweist: die Kinder werden von Störchen gebracht. Einer ähnlich verqueren „Logik“ bedienen sich Flughafen-Fans, die behaupten, Ryanair habe die Sportflieger aus Blankensee vertrieben – und daß man auch noch dankbar dafür sein sollte. Diese Spielart des Trugschlusses nennt man auf Latein auch „cum hoc ergo propter hoc“.

„Widerlegung des Stöckerschen Theorems“ weiterlesen

Seiten: Früher 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Später