Lübeck luftverkehrsmäßig weiter unterhaltsam

Stöcker-Air Lübeck-Air wird nun wohl doch nicht abheben. Das berichtet jedenfalls das Online-Portal ch-aviation. Dort heißt es ohne Quellenangabe, daß die vom Euroimmun-Gründer Prof. Dr. med. Stöcker initiierten Pläne nicht weiterverfolgt werden. Laut aerotelegraph wollte Lübeck-Air „im Inland etwas [sic] nach Dresden, Düsseldorf, Frankfurt und München fliegen, im Ausland plant sie Amsterdam, Kopenhagen und Zürich zu bedienen.“ Eine Begründung für die Absage wurde nicht genannt; vorerst kann man also bestenfalls spekulieren. Festzuhalten bleibt allerdings, daß ein gewisser wozzo aus Berlin die Sachlage im Airliners-Forum auf den Punkt gebracht hat: „Schade. Lübeck und seine Bürger sind luftverkehrsmäßig sehr unterhaltsam.“ Worauf Spie10 antwortete: „Ich habe aber nicht die Befürchtung, dass wir auf weitere erheiternde Episoden aus Lübeck verzichten müssen.“ Ich auch nicht. Weiter geht‘s!

Fluggesellschaften sprießen wie Champignons

Her mit dem Popcorn! Fast kein Tag vergeht, ohne daß jemand glaubt, eine neue Fluggesellschaft gründen zu müssen, die ihre Flugzeuge auf der Lübecker Landewiese stationiert. Kein großes Kino, eher eine ewig wiederholte Billig-Sitcom auf einem Schrottsender wie RTL 5, die ihren Zenit überschritten hat und schon längst nicht mehr witzig ist.

„Fluggesellschaften sprießen wie Champignons“ weiterlesen

Komplette Konfusion

Sie erwarten hier jetzt vielleicht einen Kommentar zur anstehenden Entscheidung zur Verschenkung des Lübecker Flughafens. Ich muß Sie enttäuschen. Aufgrund der mehr als undurchsichtigen Sachlage ist das schlicht und ergreifend nicht möglich. Wenn Sie dafür einen Schuldigen suchen, fragen Sie mal den bevorzugten Investor Herrn Amar (oder Radyamar)– er nennt die Stadt als Verantwortlichen für das Informationsdefizit.

„Komplette Konfusion“ weiterlesen

Memminger Vorbild für Lübecker Geschäftsflüge stürzt ab

Nicht nur in Lübeck wiederholt sich der Affentanz um den lokalen Provinzflughafen regelmäßig. Wohin man auch sieht, im Rest der Republik sieht es fast immer genau so aus. Provinzfürsten wollen unbedingt eine Landewiese, staatliche Stellen (Städte, Kreise, Länder) subventionieren sie – und über allen kreist der Raubvogel Ryanair.

Wenn es dann nicht mehr so klappt mit Billigfliegern, hebt man die Bedeutung des Flugplatzes für die lokale Wirtschaft hervor. Im immer wieder vorgeführten „Vorbild“ Memmingen endet gerade ein Versuch unter der Beteiligung der einheimischen Wirtschaft, auf eigene Faust Geschäftsflüge nach Berlin und Hamburg anzubieten, mit einer filmreifen (wenngleich absehbaren) Bruchlandung.

„Memminger Vorbild für Lübecker Geschäftsflüge stürzt ab“ weiterlesen

Nostalgische Gefühle

Man fühlt sich in die guten (?) alten Zeiten zurückversetzt. Hörte man jahrelang nur von Ryanair und Wizz Air, sprießen jetzt wieder die putzigsten Vorschläge zu neuen Fluggesellschaften und möglichst innerdeutschen und skandinavischen Zielen. Die lustigen Luftblasen sprudeln wie damals beim Pustefix-Teddy. Selbst wenn aus dem Automaten nichts herauskam als eben Luftblasen, konnte ich ihm schon als Kind stundenlang zusehen.

„Nostalgische Gefühle“ weiterlesen

Abenteu(r)er am Bad Airport Blankensee

Der Nebel lichtet sich nach dem Verwirrstück des Herrn Bürgermeisters, und Lübeck sieht klarer… in den Abgrund. Hatte das Abenteuer mit dem Investor auf Probe Infratil noch einen Hauch an Seriosität, weil die Firma tatsächlich mit Flughäfen zu tun hatte, scheinen die hiesigen Verantwortlichen sich nicht mal mehr darum zu scheren. Wie sagte Bürgermeister Saxe neulich in Bezug an sogenannte Flughafen-„Investoren“, an die man die Landewiese verschenken will?

Die Bewerber hätten […] „in der einen oder anderen Weise mit Luftfahrt zu tun“, so der Verwaltungschef.

Also praktisch gar nichts, wie sich herausgestellt hat. Sie müssen deswegen nicht notwendigerweise unseriös sein, aber das ist wohl trotzdem nicht ganz, was man sich erhofft hat. Zu allem Überfluß sollen offenbar sämtliche Risiken in einen „Bad Airport“ (analog zu den bekannten „Bad Banks“) ausgelagert werden, für den letztlich der lübsche Steuerzahler haftet.

„Abenteu(r)er am Bad Airport Blankensee“ weiterlesen

Des Dramas nächster Akt

Pressekonferenzen, so meinte man bisher, dienen der Unterrichtung der Medien und somit indirekt der Information der Öffentlichkeit. Dem Lübecker Bürgermeister Saxe muß man zugute halten, hier einen Paradigmenwechsel eingeleitet zu haben. Oder wie denken Sie über eine Pressekonferenz, deren dort gemachte Ankündigungen fast jeden in tiefste Verwirrung stürzen? Nicht jeden, wohlgemerkt.

„Des Dramas nächster Akt“ weiterlesen

???

Nein, ich kann nicht mehr. Sämtliche Klischees habe ich doch schon abgegrast: Karneval, 1. April, Kasperletheater, absurdes Theater, Schilda, Realsatire, Säue durchs Dorf, Nebelkerzen, Potemkinsche Dörfer und so weiter. Wie soll ich denn noch beschreiben, was sich in Lübeck in Sachen Landewiese derzeit abspielt? Mir fehlen langsam die Analogien.

„???“ weiterlesen

Seiten: Früher 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Später