Spuren von Hirn entdeckt!

Das Stoßgebet, der Herr möge Hirn vom Himmel schmeißen, wird oft gehört und selten erhört, schon gar nicht, wenn es dabei um die fiebrigen Träume gewisser Provinzfürsten in Sachen Regionalflughäfen geht. In einigen Gegenden scheint es aber doch ein erhöhtes Potential für zerebralen Niederschlag zu geben. (Keine Angst, die Hanselstadt™ gehört im Moment nicht dazu.)

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Wahnsinnige Waschbären im Subventionsrausch

Nicht jeder mag Waschbären, obwohl sie zugegebenermaßen putzig anzuschauen sind. Aber:

1934 wurden die aus Amerika stammenden Waschbären mit Genehmigung von Hermann Görings Jagdbehörde in Deutschland angesiedelt. Heute sind sie vor allem in Kassel zu einer echten Plage geworden. Dreist klauen sich die Kuscheltiere Futter aus Wohnhäusern …

Der Spiegel, 17. März 2004

Insofern ist es passend, wenn sich der Flughafen Kassel-Calden (inzwischen großspurig in „Kassel Airport“ umbenannt) nun einen Plage-Waschbären als Maskottchen zugelegt hat. Sie wissen schon: Kassel-Calden ist die Lachnummer, in die man 271 Mio. Euro an staatlichen Subventionen gepumpt hat, ohne daß dort ein nennenswerter Flugverkehr zu verzeichnen wäre.

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NOlympia!

Sollten Sie am Wochenende etwas Zeit haben, empfehle ich dringend folgende Lektüre: (N)Olympia-Hamburg und Nolympia. Allein schon, um dem täglichen, beispiellosen Propagandagewäsch der hiesigen Wirtschaft in der Monopolpresse zu entgehen. Um eine derartige Kampagne zur Planübererfüllung schon mal erlebt zu haben, müßte man wohl in der DDR aufgewachsen sein. Und ja, das ganze hat auch mit dem Lübecker Pleiteflughafen zu tun.

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Hanselstadt™ muß Ryanair-Rabatte offenlegen

Das Oberlandesgericht (OLG) Schleswig hat entschieden, daß die Hansestadt Lübeck als damalige Betreiberin des städtischen Flughafens Auskunft über vermeintliche Beihilfen für Ryanair erteilen muß.  Hier auszugsweise die Pressemitteilung des Gerichts, das zudem davon auszugehen scheint, daß die Stadt mit der Gewährung von Sonderkonditionen für den Billigflieger zumindest auf den ersten Blick europäisches Recht verletzt haben könnte.

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Vom Kopf auf die Füße

Jahrelang gab es in der Hanselstadt™ Lübeck hehre Prophezeiungen des (dank Millionen von Passagieren) vom Himmel auf die Landewiese regnenden Geldes. Es blieb trocken, und die Stadt bewässerte künstlich. Irgendwo in der Wüste würden wundersamerweise doch noch ein paar Blümchen sprießen, die das ganze Theater rechtfertigen würden? Man wurde bescheiden, extrem bescheiden. Praktisch jeder einzelne Flug wurde (und wird) als Erfolg bejubelt. Ein bißchen WizzAir nach Skopje hier, ein bißchen Erlebnisreisen da, Medizintouristen oder Flugschüler, nichts wird ausgelassen. Das ganze hektische Getue braucht man eigentlich nicht weiter zu diskutieren, denn es verdeckt den Blick aufs Wesentliche: kein deutscher Regionalflughafen verdient Geld (Ausnahmen bestätigen die Regel). Die Diskussion gehört vom Kopf auf die Füße gestellt.

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Glückwunsch, Landewiese: Gewerbliche Passagiere halbiert

Passagierzahlen sind für die Beurteilung der wirtschaftlichen Situation eines Flughafens ziemlich unerheblich, jedenfalls dann, wenn man sie isoliert betrachtet. Einen linearen Zusammenhang wie „doppelte Passagierzahl = doppelte Gewinne“ gibt es schon gar nicht, weder bei Flughäfen noch bei Fluggesellschaften. Daß Politiker, von denen viele generell keine Ahnung haben, trotzdem mit Passagierzahlen angeben, insbesondere wenn sie für das Strohfeuer den Steuerzahler haben blechen lassen, verwundert wenig. Doch auch so mancher Flughafen-Geschäftsführer prahlt, wenn‘s paßt, mit solchen Zahlen gerne wie mit der Länge seines, äh… Sportwagens. An der Landewiese droht diese Gefahr vorerst nicht: im Jahr 2014 schrumpfte die Zahl der abgefertigten gewerblichen Passagiere auf unter 170.000. Trotzdem ist die Bilanz aus Anwohnersicht nicht nur positiv, denn es wird nicht unbedingt leiser.

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Deutsches PuRen-Firmenkonglomerat wächst auf vier Unternehmen an

Das deutsche PuRen-Firmenimperium des Ehepaars Chen ist vorerst komplett. Richtig überraschend sind die jetzt im Handelsregister einsehbaren Details allerdings nicht. Oder wird es vielleicht doch noch mal spannend? (Wie immer der Standardhinweis zu rechtlichen Fragen: ich bin kein Rechtsanwalt, insofern ist das Folgende lediglich als Anregung für weiterführende Nachforschungen zu verstehen, nicht als juristische Bewertung.)

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Vox populi: Verstand verloren

Nicht jeder liest die Lübecker Nachrichten, daher sei hier kurz aus einem Leserbrief zitiert:

Mit dem Auftauchen eines „Investors“ verliert unsere Stadtspitze offenbar langsam ihren Verstand. Lübeck entwickelt sich mit seinem Flugplatz zur  öffentlichen Lachnummer: ein riesiger Aufwand in Verwaltung und Bürgerschaft für eine zu nichts verpflichtende Absichtserklärung eines völlig ungeprüften sogenannten Investors.

Lübecker Nachrichten, 2. August 2014, Lokalteil HL, S. 13

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