Dr. Steppe, die Segelflieger und die Sicherheit

Die Frage, wo eigentlich die Segelflieger des Aero Club von Lübeck (ACvL) abgeblieben sind, ist inzwischen beantwortet: in Wahlstedt bei Bad Segeberg. So berichteten es die Lübecker Nachrichten am 26./27. April, z.B. in der Druckausgabe, Lübecker Lokalteil, Seite 17 („Segeberger geben Aero Club Lübeck Segel-Asyl“). Leider entgeht den Lübecker Lesern der Hauptspaß, denn der Artikel ist lediglich eine gekürzte Übernahme aus dem Lokalteil Bad Segeberg („Segeberger Asyl für Lübecks Segelflieger“). Und im dortigen Artikel, den mir netterweise eine Leserin zugeschickt hat, findet sich das Knaller-Zitat… und von wem anders könnte es wohl stammen als vom allseits beliebten Flughafen-Co-Geschäftsführer Dr. Peter Josef Steppe?

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Stöhn! Lübecker Qualitätsjournalismus erreicht neuen Höhepunkt

WARNUNG: Satire. Da ist nix von wahr (außer dem Hinweis auf den LN-Artikel und das Langbehn-Zitat in den Kieler Nachrichten weiter unten. Ob dieses Zitat inhaltlich zutrifft, kann und will ich nicht bewerten). Alle Zahlen sind fiktiv. Lesen Sie weiter… SIE können mitmachen!

Sicherlich haben Sie das auch gelesen im Lübecker Lokalteil der LN vom 17. Juli 2013: „Ungewöhnliche Fakten über die neue Bürgerschaft“. (Wenn nicht: demnächst in einem Altpapiercontainer in Ihrer Nähe.) Modern, munter und mutig; informativ, innovativ und investigativ – so wünscht man sich eine Lokalzeitung. Was gäbe es denn auch wichtigeres als die Tatsache, daß die meisten Bürgerschaftsmitglieder als Sternzeichen Fisch oder Widder sind, und daß die meisten davon in der CDU-Fraktion zu finden sind?

Zielstrebig und durchsetzungsfähig, sagen die Astrologen über Widder. Fische hingegen sollen kreativ und hilfsbereit sein.

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LN weiterhin beratungsresistent und lernunfähig

Ist es nicht putzig, wie die Lübecker Monopolpresse sich immer wieder schönfarberisch mit der hiesigen Landewiese befaßt? Zur Erinnerung: sämtliche hochtrabenden Planungen in dieser Hinsicht sind katastrophal gescheitert, was jetzt sogar ein Gutachten von Uniconsult belegt. Und wie lautet dann wohl die Schlagzeile in den LN (22. April 2012, Seite 8, Druckausgabe Lübeck)? Klar: „Gutachter: Lübecker Flughafen wichtig für Norddeutschland“. Ach ja.

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Wer bietet weniger?

Und weiter geht‘s mit den Ohrfeigen für Lübecker Flughafen-„Experten“. Die vor wenigen Tagen veröffentlichte „Gutachterliche Vorarbeit zur Erstellung eines Norddeutschen Luftfahrtkonzepts“ belegt, daß Billigflieger, die die hiesige Landewiese nutzen, noch viel weniger Geld zahlen als bisher angenommen. Da darf man sich über jahrelange Millionenverluste nicht wundern.

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Verspäteter Aprilscherz

Der diesjährige 1. April war ein Sonntag, an dem für gewöhnlich nicht gearbeitet wird. Hätte sich das Datum ansonsten für die offizielle Unterzeichnung eines „Kooperationsabkommens“ der Flughäfen Hamburg-Fuhlsbüttel (Geschäftsführer: Michael Eggenschwiler) und Lübeck-Blankensee (Geschäftsführer: Hon.-Prof. Dr.-Ing. Jürgen Friedel) angeboten? Eigentlich nicht, denn eine Aussage wie „Blankensee soll Reserve-Airport werden“ (und das laut Eggenschwiler über 20 bis 30Jahre!) würde selbst der unbedarfteste Leser sofort als schlechten Scherz identifizieren und ihn überhaupt nicht witzig finden. Mal abwarten, ob das in der Realität durchgeht – denn die sieht im Moment ganz anders aus.

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Zauberhafte Zahlenspielereien

Zauberer können nicht wirklich zaubern. Jeder Zaubertrick besteht im Wesentlichen aus geschickter Ablenkung des Publikums: da wedelt der Illusionist mit einer Hand demonstrativ mit bunten Tüchern herum, während die andere hinter seinem Rücken blitzartig eine Spielkarte aus der Hosentasche fummelt. Oder so ähnlich. Das ist nicht nur simpel, sondern auch dreist – aber es funktioniert immer wieder. Die Frage sei gestattet: bestehen Ähnlichkeiten zwischen dem Vorgehen von Illusionisten und dem von Politikern? (Aktualisierte Version mit neuen Zahlen.)

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95 Jahre Flughafen Lübeck…

… und 95 Jahre Pleiten, Pech und Pannen. Weltkriege, Rosinenbomber, Hirngespinste, Traumhochzeiten, Liebesbeweise, geplatzte Träume. Andauernde Großmannssucht und Zockermentalität einer längst zum Aschenputtel zurückgestutzten ehemaligen Königin der Hanse, die sich in der realen Welt einfach nicht zurechtfinden will oder kann.

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Das A-Wort

Wie schon kurz berichtet, fordert die CDU-Nachwuchsorganisation Junge Union in Lübeck eine Abwicklung des hiesigen Flughafens und erhält dafür parteiübergreifend Beifall, z.B. vom Lübecker SPD-Vorsitzenden. Offensichtlich wirken selbst die Horror-Rechnungen, die seinerzeit für diesen Fall aufgestellt wurden, nicht mehr abschreckend. Ob sie je realistisch waren, sei dahingestellt. Wird die Abwicklung wirklich so teuer wie immer wieder behauptet? Sind die Alternativen wirklich billiger und vor allem auch nur ansatzweise kalkulierbar?

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Kurzkritik: Diskussion der Stichwahl-Kandidaten

Das war zu erwarten: der amtierende Bürgermeister hat in Sachen Flughafen nur peinliche Allgemeinplätze parat, und seine Gegenkandidatin versucht ihn – nachdem sie offenbar von der sie unterstützenden Partei eingenordet wurde – so gut es geht zu imitieren. Das ist das vorläufige Ergebnis des Forums der hiesigen Monopolpresse zur Stichwahl des Bürgermeisters.

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Inkompetenz in Potenz

Rekapitulieren wir kurz die aktuelle Lage, bevor wir den Blick in die Zukunft wagen. Sämtliche Blütenträume in Bezug auf den Flughafen der Vergangenheit sind verwelkt; sämtliche Konzepte von dubiosen regionalokönomischen Studien bis hin zu verzweifelten Bürgermeister-„Take-Off“-Papieren laut Lokalpresse „abgeräumt“. Das bisherige Geschäftsführer-Duo verschwand praktisch spurlos. Ein neuer Geschäftsführer wurde engagiert, der ankündigt, ein neues Konzept vorzulegen – irgendwann im nächsten Jahr, und mit dem könne man dann in fünf oder sechs Jahren auch bei wenigen, aber „hochwertigen“ Passagieren Gewinne einfahren. Zeit, die Kristallkugel hervorzuholen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

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