Wirtschaftswunder Weeze?

Mal wieder wird der staunenden Öffentlichkeit der Flughafen Weeze als leuchtendes Vorbild präsentiert, diesmal vom Handelsblatt. Grund: unterm Strich vermeldet man dort einen Gewinn. Wie der zustande kommt, sieht sich der Autor im Detail aber nicht an. Jubelarien des Geschäftsführers nachzuträllern reicht ja. Natürlich soll das hier keine ausführliche Analyse werden, die sei dem interessierten Leser als Hausaufgabe anempfohlen (Material gibt‘s unter anderem hier) 😉 Aber ein paar Dinge fallen schon beim ersten Lesen auf.

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Glückwunsch, Landewiese: Gewerbliche Passagiere halbiert

Passagierzahlen sind für die Beurteilung der wirtschaftlichen Situation eines Flughafens ziemlich unerheblich, jedenfalls dann, wenn man sie isoliert betrachtet. Einen linearen Zusammenhang wie „doppelte Passagierzahl = doppelte Gewinne“ gibt es schon gar nicht, weder bei Flughäfen noch bei Fluggesellschaften. Daß Politiker, von denen viele generell keine Ahnung haben, trotzdem mit Passagierzahlen angeben, insbesondere wenn sie für das Strohfeuer den Steuerzahler haben blechen lassen, verwundert wenig. Doch auch so mancher Flughafen-Geschäftsführer prahlt, wenn‘s paßt, mit solchen Zahlen gerne wie mit der Länge seines, äh… Sportwagens. An der Landewiese droht diese Gefahr vorerst nicht: im Jahr 2014 schrumpfte die Zahl der abgefertigten gewerblichen Passagiere auf unter 170.000. Trotzdem ist die Bilanz aus Anwohnersicht nicht nur positiv, denn es wird nicht unbedingt leiser.

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Verschenkte Grundstücke tauchen wieder auf… als Gewerbegebiet

Erinnern Sie sich an die Grundstücke in der Umgebung der Landewiese, die die Hanselstadt™ Lübeck an den Flughafeninvestor – und den davor – verschenkt hat? Da wurde gerne der Eindruck erweckt, die Flächen würden im Wesentlichen benötigt für Parkplätze bzw. ein Parkhaus, und zudem für keine andere Verwendung genehmigt. (Was zutreffend sein mag, aber natürlich jederzeit geändert werden kann.) Klar, die über drei Millionen Passagiere pro Jahr müssen ja irgendwo parken. Ansonsten seien die Flächen praktisch wertlos. Oh Moment… April, April!

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Bitte nicht lachen: Privatisierungsversuche von Regionalflughäfen (Teil III)

Anfang 2013 habe ich versucht, einen Überblick über Versuche zu geben, deutsche Regionalflughäfen zu privatisieren (Teil I, Teil II). Gerade in der jetzigen Situation in Lübeck dürften diese Beiträge von Interesse sein. Heute als Zugabe Teil III, Untertitel: „Was seitdem geschah.“

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Rohrkrepierer

Manche Vorschläge zur erneuten „Rettung“ der Lübecker Landewiese sind derart absurd, daß man sie eigentlich nicht weiter kommentieren muß. Reine Zeitverschwendung. Aber da’s nun einmal in der Zeitung gestanden hat, sei’s drum. (Gähn. Demnächst wird’s vermutlich wieder interessanter.)

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Weezer Wahnsinn

Ich will wirklich nichts an die Wand malen (oder womöglich Lokalpolitiker auf dumme Ideen bringen, was schwierig wäre, weil sie die meistens ohnehin schon selbst haben). Festzuhalten bleibt aber, daß es durchaus Möglichkeiten gibt, selbst „privatisierten“ Landewiesen finanziell unter die Arme zu greifen. Wie bereits angedeutet, haben da die Lokalfürsten des Kreises Kleve eine ganz tolle Masche gefunden, einem weitgehend in Privatbesitz befindlichen Flughafen mal eben ein paar Milliönchen zur Liquiditätssicherung zuzuschieben.

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WeezeLeaks

Ich bin vermutlich einfach zu naiv. Jahrelang habe ich mich gefragt, was wohl in den Verträgen diverser Landewiesen („Regionalflughäfen“) der Republik, auch der Lübecker, mit Ryanair steht. Die Antwort ist simpel: es ist vermutlich sch…egal. Das jedenfalls legt ein nichtöffentliches Protokoll einer Sitzung des Kreistags Kleve nahe, in der es um den Flughafen Niederrhein (besser bekannt als Weeze) geht.

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Aktenzeichen FR … ungelöst

Die fieberhafte Suche nach verschwundenen Ryanair-Flugzeugen hat sich mittlerweile auf halb Europa ausgedehnt. Täglich erreicht die Europol-Soko MOL-666, die die Ermittlungen übernommen hat, neue Meldungen über spurlos verschwundene Maschinen, die an notleidenden Flugplätzen dringend fehlen. Dort herrscht schiere Verzweiflung; man hofft, daß die Flugzeuge später vielleicht wieder auftauchen. Noch mehr Rätsel gibt Europol aber das plötzliche und unerwartete Auftauchen verschwunden geglaubter Ryanair-Flugzeuge aus heiterem Himmel an anderen Orten auf. Die unschuldigen Opfer können sich an nichts erinnern – Filmriß. Selbst hartgesottene Ermittler stehen vor einem Rätsel. Was geht da vor?

Aber Sati(e)re beiseite: weiter geht die Umverteilung von Ryanair-Maschinen. Auch andere Meldungen legen nahe, daß ein baldiges Ende der früheren Flughafen-Blase bevorsteht. Passend dazu: Infratil verkloppt europäische Flughäfen. Und: Leere an der Landewiese.

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Ausbau-Märchen – Die Fortsetzung

Ryanair und der Boß dieser Fluggesellschaft erzählen viel, wenn der Tag lang ist. Meistens war das Public-Relations-Müll, mit dem man auf Biegen und Brechen in die Medien kommen wollte. Da durfte man also gespannt sein, was hinter der jüngsten Ankündigung Ryanairs steckt, künftig auch größere Flughäfen anzufliegen (mit Ausnahme von London-Heathrow, Paris-Orly und Frankfurt am Main; die sind dann wohl doch etwas zu groß und haben zu lange Abfertigungszeiten). Wieder nur Bla-bla, um die Konkurrenz zu irritieren?

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