Vor zehn Jahren (Teil 2)

Sommer 2005 an der Lübecker Landewiese. Es brummt, es dröhnt, es heult. Bei oberflächlicher Betrachtung ein Flughafen „im Aufwind“ (um eine von Bratwurstjournalisten gerne verwendete Phrase zu bemühen) mit stark ansteigenden Passagierzahlen. Das Jahr 2005 stellte den Höhepunkt der Entwicklung dar, der gleichzeitig den Niedergang der Landewiese einleitete. Teil 2 der Wochenendlektüre.

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Aktenzeichen FR … ungelöst

Die fieberhafte Suche nach verschwundenen Ryanair-Flugzeugen hat sich mittlerweile auf halb Europa ausgedehnt. Täglich erreicht die Europol-Soko MOL-666, die die Ermittlungen übernommen hat, neue Meldungen über spurlos verschwundene Maschinen, die an notleidenden Flugplätzen dringend fehlen. Dort herrscht schiere Verzweiflung; man hofft, daß die Flugzeuge später vielleicht wieder auftauchen. Noch mehr Rätsel gibt Europol aber das plötzliche und unerwartete Auftauchen verschwunden geglaubter Ryanair-Flugzeuge aus heiterem Himmel an anderen Orten auf. Die unschuldigen Opfer können sich an nichts erinnern – Filmriß. Selbst hartgesottene Ermittler stehen vor einem Rätsel. Was geht da vor?

Aber Sati(e)re beiseite: weiter geht die Umverteilung von Ryanair-Maschinen. Auch andere Meldungen legen nahe, daß ein baldiges Ende der früheren Flughafen-Blase bevorsteht. Passend dazu: Infratil verkloppt europäische Flughäfen. Und: Leere an der Landewiese.

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Der nächste, bitte

Die diesjährige Königin-Beatrix-Flughafen-Gedenkmedaille geht an blankensee.info-Leser Jörn Konopatzki. Er kommentierte am 30. November 2012: „Wussten Sie, dass der Berater des neuen Eigentümers bis 15.10.12 Geschäftsführer des Flugplatzes Egelsbach war und auf eigenen Wunsch Ausgeschieden ist? Wenn ich Herr Friedel wäre, würde ich mir Gedanken machen, ob es noch Sinn macht, private Dinge im Büro aufzubewahren. Die Tage könnten ziemlich schnell gezählt sein.“ In der Tat, genau so ist es jetzt gekommen.

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Schlechte Aussichten, marode Modelle und ein Indianer-Ehrenwort

Erinnern Sie sich? Der Flughafen Hamburg läuft über! Er braucht dringend die hiesige Landewiese als dritte Start- und Landebahn! Wie die Lage vor Ort in Fuhlsbüttel ist, zeigen die Zahlen fürs erste Quartal 2013. Sie sind in gewisser Weise durchaus dramatisch… aber anders als behauptet.

Die oft behauptete und nie benötigte Funktion als „Ausweichflughafen“ für Fuhlsbüttel ist seit knapp 60 Jahren die Lebenslüge der hiesigen Landewiese – man konnte das bereits im August 1955 in den LN lesen, also noch vor der Freigabe des Flughafens für die zivile Luftfahrt nach dem zweiten Weltkrieg.

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Und ewig grüßt das Murmeltier

Das war‘s dann also. SPD und CDU haben in einer Nacht- und Nebel-Aktion den Lübecker Pleite-Flughafen unter Inkaufnahme zweistelliger Millionenverluste und für die Stadt weiterhin bestehender rechtlicher Risiken verschenkt, was in den nächsten Tagen noch genauer zu analysieren sein wird.

Ganz nebenbei hat sich das Bündnis von SPD, Grünen und Linken mal eben selbst zerlegt (teilweise wohl des Flughafens wegen, aber auch aus anderen Gründen, die hier aber nicht interessieren). Wie geht es nun weiter?

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Autor für Wirtschaftskrimi gesucht!

Vielleicht ist es ganz nützlich, sich die Ereignisse rund um den Bürgerentscheid in chronologischer Reihenfolge anzusehen. Für Korrekturen und Ergänzungen bin ich (wie übrigens immer!) dankbar. Mit dieser Auflistung sollen keine kausalen Zusammenhänge zwischen einzelnen Ereignissen angedeutet oder behauptet werden. Jeder Leser ist vielmehr eingeladen, sich seinen eigenen Reim auf die Abfolge der Ereignisse zu machen. Oder einen phantasievollen Wirtschaftskrimi zu schreiben. (Diese Seite wird wird derzeit kontinuierlich bearbeitet. Neuere Einträge erscheinen in Dunkelblau.)

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Olle Kamellen (IV) – Die peinliche Abhängigkeit vom zickigen „Hauptkunden“

Fast schon schlimmer als der Fluglärm in Blankensee war das Klappern der Gebetsmühlen in den letzten Jahren. Politiker und Interessenvertreter drehten hochtourig an ihnen. Dazu murmelten sie das Mantra „Ry An Air“. Jetzt hat es sich als wirkungslos erwiesen, und es muß dringend ein neues Mantra her. Nur welches? Neue Fluglinien… aber hoppla, gab’s das nicht auch schon mal? Mehrfach?

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Verdrehen und Verzerren

Dieser Artikel enthält ungenaue Zahlenangaben und ist überholt. Genauere Zahlen in dieser Angelegenheit entnehmen Sie bitte dem Artikel Subventionen unter der Lupe: 300 € pro Lübeck-Tourist oder gleich der PDF-Datei zum selben Thema.

 

Ein wenig verdrehen und verzerren darf in der Lübecker Lokalpolitik wohl jeder. So beschwert sich Dr. Raimund Mildner, Fraktionschef der Bürger für Lübeck (BfL), über Aussagen der SPD, er würde Subventionen für den Flughafen „super“ finden. Das sei „hilflose Polemik“ – was zwar teilweise zutrifft, nur leider kann man Herrn Dr. Mildner auch nichts anderes attestieren.

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Die „erbärmliche“ Verschwörung gegen den Flughafen

Am Flughafen Lübeck läuft derzeit alles schief, was überhaupt nur schieflaufen kann. Für die Flughafen-Fans ist klar: „Die derzeitige, von der Politik und Flughafengegnern, heraufbeschworene [verschworene?] Situation ist einfach nur erbärmlich,“ lästerten kürzlich die Hobbyflieger „fast zwanzig interessierten Personen an der Luftfahrt“ im eingetragenen Verein Pro Airport Lübeck. Die Ausbaugegner sind schuld, wie immer. Zu viel der Ehre, liebe Freunde! Mit Verlaub, die in der Tat erbärmliche Situation haben die Befürworter größtenteils selbst verschuldet– nicht zuletzt dank der offenbar im Hinterzimmer von drei Politikern ausgekungelten Schnapsidee Bürgerentscheid, die jedes professionelle, zeitnahe Management durch einen bis Ende 2012 zementierten Vorratsbeschluß für „Weiterbetrieb und Ausbau“ ersetzt hat.

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