Flughafen Lübeck vor Gericht: Fällt heute die Entscheidung zum Ausbau?

Flughafen: Ausbau mit weniger Nachtflügen? Der Flughafen Lübeck steht vor Gericht. Dienstag um 15 Uhr ist Urteilsverkündung. Die Tendenz: Der Airport kann ausgebaut werden, aber die Nachtflüge werden eingeschränkt. Erste Verhandlungen mit mit Ryanair und Wizz Air wurden bestätigt.

LN Online, 26. Februar 2018 (Hervorhebung  P.K.)

Dazu aus dem Giftschrank:

Billigflieger, wie Ryanair, soll es aber nicht mehr geben, sagte Friedel. Man setze ab jetzt auf mehr Qualität …

 NDR, 8. Februar 2017

Was beide – Stöcker und Friedel – nicht wollen: Billigflieger.

 NDR, 11. Juli 2016

Stöcker macht klar: „Wir wollen eine andere Klientel als die Billigflieger in Hamburg.“

LN-Online, 13. Juni 2016

Billigflieger wolle er nicht anlocken, sagte Stöcker…

Hamburger Abendblatt, 14. Juni 2016

Wer soll Leuten wie Friedel und Stöcker künftig noch irgend etwas glauben? Ich bestimmt nicht.

Lustige Luftnummern im Badischen

Manchmal vermisse ich sie doch, die Kombination aus lokaler Lückenpresse, wirtschaftswahnsinnigen und wachstumsgeilen Wirrköpfen, Billigflug-Blödsinn und permanenten Passagierrekorden, wie sie vom hiesigen Monopolblatt lange genug zelebriert wurde. Im Moment hört man davon weniger – die Umstände, sie sind halt nicht so. Doch das lustige Aufzählen von Luftnummern war und ist keine Spezialität der Hanselstadt™ Lübeck. Andernorts wird man durchaus noch fündig.

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Operation Sparflugplatz

Nach der Übernahme der Landewiese durch die Stöcker Flughafen GmbH & Co. KG stellte sich der Firma zunächst vermutlich die Frage, wie der Flugbetrieb so weit wie möglich einzuschränken sei. Das klingt nur so lange paradox, wie man die Kosten gewisser Flugverkehre übersieht.

Soll man beispielsweise die Landewiese an Sommerabenden bis Mitternacht offenhalten, nur weil eventuell die ein oder andere Maschine wegen Gewitters in Hamburg nach Lübeck ausweicht? Oder an Herbstabenden bei Nebel?

Solche Landungen, die oft als Existenzberechtigung für die lübsche Landewiese herhalten sollten, konnte man in den letzten Jahren, und eigentlich schon immer, an den Fingern beider Hände abzählen. Jetzt sind sie sogar explizit ausgeschlossen.

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Von 715.731 auf null in zehn Jahren

Für Liebhaber der Lübecker Landewiese muß die Welt im Juni 2006 nicht nur in Ordnung, sondern nahezu perfekt gewesen sein. Da stimmte einfach alles. Acht regelmäßig angeflogene Ziele. Vierundfünfzig Linienflüge pro Woche.

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Sommerflugplan 2006

Und dann die Fußball-WM im eigenen Land, mit Blankensee als Promi-Flughafen für die Spielstätte Hamburg. Ein neuer Investor für die Landewiese, beste Aussichten auf Wachstum. Was will man mehr?

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Irrtümer

Ja, es gibt sie noch, die Flughafenfreunde des Pro Airport Lübeck e.V., auch wenn deren Webseite in den letzten Wochen eher durch Abwesenheit glänzt. (Daher kann ich hier auch keine Links auf die Seite angeben.) Wieder mal betet der Verein einen aus dem Himmel herabgestiegenen Weltenretter an, wie schon mindestens zweimal zuvor.

Der Pro Airport Lübeck e. V. begrüßt sehr das von Herrn Prof. Stöcker erklärte Interesse am Erwerb des Flughafens Lübeck. Dieser Investor bringt unseres Erachtens alle notwendigen Voraussetzungen mit, um dem Lübecker Flughafen doch noch eine gesicherte und langfristig erfolgreiche Zukunft zu bescheren.

HL-Live, 20. April 2016

Aller guten Dinge sind drei?

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Wizz-und-weg

So, Wizz Air ist also weg. Schön. Schön, schön. Aus diesem Anlaß fiel es den Lübecker Nachrichten ein, mal ein wenig aus der Perspektive der Anwohner zu berichten, unter dem Motto „da knallen doch jetzt die Sektkorken“. Überraschung: die Freudenfeiern blieben aus, denn die Problematik hat sich längst verlagert – von Billigfliegern hin zu ebenso luxuriösen wie lauten Business Jets, und zu endlosen Platzrunden einmotoriger Flugmöhren bis hin zu kreischenden Lufthansa-Übungsjets. Derweil jubelt die Monopolpresse über einen potentiellen Investor, über dessen Pläne bislang so gut wie nichts bekannt ist.

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Pannens Favorit bleibt stumm, Stöcker ante portas?

Wie soll man nur noch Artikel-Einstiege finden? Karneval hatte ich schon oft erwähnt, den 1. April auch. Blankenseer Chaostage? Ja doch, fast jedes Jahr. Wir wäre es mit: alles zusammen?

Der Favorit des Landewiesen-Insolvenzverwalter Prof. Pannen hat, jedenfalls bis Sonnabend Mittag, anders als angekündigt nichts von sich hören lassen. Das für den Freitag versprochene Finanzkonzept blieb aus. War wohl doch nicht so ernst gemeint, oder?

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Gründe der Geheimhaltung

Die Sondersitzung des Hauptausschusses der Lübecker Bürgerschaft am 24. März brachte keinerlei Erkenntnisgewinn, für die Öffentlichkeit schon gar nicht. Ebensowenig konnte PuRen-Insolvenzverwalter Prof. Pannen 200.000 Euro Geld von der Stadt für den Weiterbetrieb der Landewiese einstreichen, jedenfalls vorerst nicht. Von der weiteren Entwicklung hängt ab, ob es Anfang April eine Sondersitzung der Lübecker Bürgerschaft gibt – oder wenig später die endgültige Pleite des Flughafens. Das Geld reicht nur noch bis Mitte April. Wir erleben derzeit die bislang wohl elendigste Schmierenkomödie um den Flughafen überhaupt.

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Umfrage: was passiert am Donnerstag?

Ooch, Bürgermeister Saxe schmollt. Armer Bürgermeister. Kein Geld für die Landewiese aus Kiel, wie fies! Und wie schon kürzlich sorgt Wolfram Hammer für die gänzlich unkritische Verbreitung der Flughafen-Subventionsgelüste in der hiesigen Monopolpresse. Man kann sich den Schmarrn eigentlich sparen. Alles Idioten an der Förde, oder wie? (Wenn Sie nur abstimmen wollen, die Umfrage Das Endergebnis der Umfrage ist ganz unten.)

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Voll der Hammer

Ich hatte mir so fest vorgenommen, mich nicht mehr über Artikel in der hiesigen Monopolpresse aufzuregen – rein präventiv, denn wer braucht schon einen erhöhten Blutdruck. Aber nein. Man ist in negativer Hinsicht schon einiges von den Lübecker Nachrichten gewohnt, aber der jüngste Artikel in Sachen Landwiese stellt einen neuen Tiefpunkt des Verlautbarungsjournalismus dar.

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